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15.10.2009
 

Urheberrecht

Google wehrt sich gegen Merkel-Kritik

Google-Logo: In den USA scannt der Konzern auch geschützte Bücher ein - mit ErlaubnisZur Großansicht
dpa

Google-Logo: In den USA scannt der Konzern auch geschützte Bücher ein - mit Erlaubnis

Illegales Buch-Einscannen? Im Internet wetterte Kanzlerin Merkel gegen Google, jetzt weist der Konzern die Kritik zurück: In Europa digitalisiere man keine urheberrechtlich geschützten Bücher. Anders als in den USA, wo Google eine Einigung mit der Verlagsbranche sucht.

Frankfurt am Main - Der Internet- und Werbekonzern Google Chart zeigen hat die Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel an seinem Buchprojekt zurückgewiesen. "Es gibt einige Missverständnisse zum Programm von Google Books", sagte Google-Justitiar David Drummond auf der Frankfurter Buchmesse. "Wir scannen keine urheberrechtlich geschützten Bücher in Europa ein. Und wir erkennen an, dass es für jedes Land eine andere Regelung geben kann."

Merkel hatte am Wochenende in ihrem Video-Podcast erklärt, die Bundesregierung lehne es ab, "dass ohne jeden urheberrechtlichen Schutz die Bücher einfach eingescannt werden, wie dies von Google gemacht wird". Das Urheberrecht müsse auch im Internet seinen Platz finden.

Drummond erklärte vor Journalisten, in den USA stütze sich Google Books auf das "Fair Use"-Prinzip im Verlagsrecht. Er äußerte sich zuversichtlich, dass es in dem noch andauernden Rechtsstreit Anfang November eine Einigung gebe. Er erwarte, dass die noch offenen Fragen geklärt würden, so dass die vor einem Jahr mit der US-Verlagsbranche abgeschlossene Vereinbarung mit einigen Änderungen bestätigt werden könne.

Google bemüht sich darüber hinaus um Vereinbarungen mit Verlagen. Nach Angaben des Unternehmens wurden bislang weltweit rund 30.000 solcher Partnerschaften abgeschlossen, darunter mehr als 9000 mit Verlagen in Europa. Bei Google Books wurden bislang mehr als zwei Millionen Bücher eingescannt und im Internet verfügbar gemacht - bei urheberrechtlich geschützten Werken meist auf einige Seiten mit dem Suchbegriff begrenzt.

Google wird zum E-Buchhändler

Der Konzern stellt sein Buch-Engagement gern als Bewahrung kulturellen Erbes dar - doch natürlich geht es Google auch ums Geschäft: Der Suchdienst will auch für Bücher zur zentralen Anlaufstelle werden und daran verdienen. Für die erste Hälfte des kommenden Jahres ist ein neuer Dienst für den Vertrieb von elektronischen Büchern geplant

Die Amazon-Konkurrenz Google Editions sei vor allem ein Angebot für Buchhändler, die Investitionen in den Aufbau eines eigenen Online-Shops scheuten, sagte der Google-Books-Manager Tom Turvey. Die Käufer von E-Books könnten die erworbenen Bücher dann im Browser lesen, auf ihrem Computer sowie auf allen Arten von mobilen Geräten. Die Einnahmen sollen so aufgeteilt werden, dass 45 Prozent des Kaufpreises an den Verlag und 55 Prozent an Google gehen. Davon werde dann "der größte Teil" an den Buchhändler weitergereicht, sagte Turvey.

ore/AP

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Googles Geschichte

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Angeblich konnten Larry Page und Sergey Brin einander erst einmal nicht besonders gut leiden, als sie sich im Jahr 1995 zum ersten Mal trafen. Der 24-jährige Brin war übers Wochenende in Stanford zu Besuch, der 23-jährige Page gehörte angeblich zu einer Gruppe von Studenten, die Besucher herumführen mussten. Der Legende nach stritten Brin und Page ununterbrochen miteinander.

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1998 - Finanzierung

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2000 - AdWords

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2002 - Corporate Search, Google News, Froogle

2003 - AdSense und Blogger

2004 - Picasa, Googlemail, Bücher und ein Börsengang

2005 - Google Maps und Google Earth

2006 - Google Video, Web-Applikationen , YouTube - und Kritik

2007 - Googlemail für alle, DoubleClick, Streetview und Android

2008 - Knol, Chrome und kein Ende





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