Donnerstag, 2. September 2010

Netzwelt



So geht das!RSS

Alle Kolumnen

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
07.12.2009
 

Datenschutz im Web

Wie Sie sich vor Google verstecken

Von Konrad Lischka und Christian Stöcker

Google sammelt mehr Informationen über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar ohne Zustimmung der User "personalisiert". SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Sie sich der Datensammelwut des Konzerns entziehen können.

Seit Montag protokolliert Google Ihr Suchverhalten auch dann mit, wenn Sie keinen Google-Account haben. Jede Suchanfrage wird gespeichert, 180 Tage lang. Verbunden mit der IP-Adresse und der Kennung Ihres Browsers - also nicht mit Ihrem Namen. Den kennt Google nur, wenn Sie auch noch eine entsprechende Google-Mail-Adresse oder für andere Online-Anwendungen einen Google-Account eingerichtet haben. Ist das der Fall, weiß der Konzern ohnehin sehr viel darüber, was Sie online tun - und zwar ohne Zeitbeschränkung.

Und wenn Sie auch noch eine Google Toolbar installiert haben sollten, speichert Google nicht nur alles, wonach Sie je gesucht haben und alle Suchergebnis-Links, die Sie je angeklickt haben, sondern auch noch alles andere, was Sie mit ihrem Browser machen. Auch nachts, wenn Ihr Ehegatte schon schläft zum Beispiel.

Google ist fraglos sehr nützlich - aber auch enorm neugierig.

Wer einen Google-Account hat, bekommt auch jetzt schon "personalisierte" Suchergebnisse - das erkennt man daran, dass rechts am Rand der Ergebnisseite, direkt über dem blauen Trennstreifen, ein Link namens "Anpassungen anzeigen" erscheint. Wenn der da steht, beobachtet Google, wonach Sie suchen - und modifiziert die Ergebnisliste entsprechend.

Wer zuerst darauf und dann auf "Webprotokoll verwalten" klickt, kann auch Ihre Suchgeschichte einsehen - auch das Töchterchen, für das Sie eben ein Geburtstagsgeschenk gekauft haben. Sofern der Browser in Ihren Google-Account eingeloggt ist.

Nun also gibt es eine neue Ankündigung: Auch die Suchanfragen von nicht bei Google angemeldeten Nutzern werden jetzt gespeichert, um ihnen "dabei zu helfen, bessere Suchergebnisse zu bekommen", wie es in einem Google-Blog-Eintrag heißt. Letztlich geht es aber um etwas anderes: Je mehr der Konzern über seine Nutzer weiß, desto präziser kann er sie mit Werbung versorgen.

Man muss bei alldem nicht mitmachen. Google gibt jedem Nutzer - auch solchen, die einen Google-Account benutzen - die Möglichkeit, das Beobachten zu verbieten.

SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Sie Google den Zugriff auf ihre Nutzungsdaten verweigern.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

FORUM

insgesamt 190 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
20.08.2010 von Rhywden:

Sorry, eine gewisse Speicherzeit muss man den ISPs schon zugestehen. Sonst haben die nämlich keine Chance gegen Spammer, Virenschleudern und ähnliches Gesocks vorzugehen. Das darf man bei der Debatte nicht vergessen. Es [...] mehr...

19.08.2010 von minischlumpf123:

Der beste Schutz wäre, nicht arbeitslos zu werden. Ihr glaubt gar nicht, was dort alles an Daten willkürlich gesammelt wird, teilweise unter gröbster Mißachtung Gesetze und Urteile. Wehrt man sich dagegen, wird mit [...] mehr...

19.08.2010 von kritiker111: Man kann sich zumindest teilweise schützen!

So lässt sich dei Datensammelwut von Google - und anderer, ähnlicher Anbieter - ohne weiteres begrenzen! Viel scghlimmer ist jedoch die Datensammelwut unserer Unternehmen, die sich fast alle miteinander als große - und gut [...] mehr...

15.08.2010 von mundi: Ein freiwilliger Beitrag zur Datenerfassung!

[quote=keshoo;5117875] Sie können Google Ihre echten Daten liefern, wenn Sie gegen SV Widerspruch einlegen. jetzt ist der besitzer des gepixelten Hauses bekannt. Ein freiwilliger Beitrag zur Datenerfassung! mehr...

05.08.2010 von sappelkopp: Doch natürlich...

Oh, doch man sollte sehr zimperlich sein! mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Netzpolitik
alles zum Thema So geht das!

© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Hintergründe, Artikel, Fakten

finden Sie auf den Themenseiten zu...

SO GEHT DAS!

AP
Geotaggen, Daten archivieren, Fotobücher erstellen - in der Reihe "So geht das" stellt SPIEGEL ONLINE regelmäßig Tricks vor, die bei einem Technikproblem helfen.

Sie wissen, wie es geht? Schreiben Sie uns Ihren Trick zum Problem der Woche auf unsere Facebook-Pinnwand zum jeweiligen Artikel oder ins Diskussionsforum zum Beitrag auf SPIEGEL ONLINE.

Sie beschäftigt ein anderes Technikproblem? Vorschläge für neue Themen gerne per E-Mail an SPIEGEL ONLINE.

Die interessantesten Tipps aus unseren Foren veröffentlichen wir zusammengefasst auf SPIEGEL ONLINE.


SO GEHT DAS AUF FACEBOOK


GOOGLES WERBEPROGRAMME

Google verdient sein Geld fast ausschließlich mit Werbung - mit zwei nahezu vollautomatisierten Programmen.

AdSense

AdWords

GOOGLES GESCHICHTE

1995 - When Larry met Sergey

Angeblich konnten Larry Page und Sergey Brin einander erst einmal nicht besonders gut leiden, als sie sich im Jahr 1995 zum ersten Mal trafen. Der 24-jährige Brin war übers Wochenende in Stanford zu Besuch, der 23-jährige Page gehörte angeblich zu einer Gruppe von Studenten, die Besucher herumführen mussten. Der Legende nach stritten Brin und Page ununterbrochen miteinander.

1996 - Es begann mit einer Rückenmassage

1998 - Finanzierung

1999 - Mehr Geld und ein neues Heim

2000 - AdWords

2001 - Profit und ein neuer Eric Schmidt

2002 - Corporate Search, Google News, Froogle

2003 - AdSense und Blogger

2004 - Picasa, Googlemail, Bücher und ein Börsengang

2005 - Google Maps und Google Earth

2006 - Google Video, Web-Applikationen , YouTube - und Kritik

2007 - Googlemail für alle, DoubleClick, Streetview und Android

2008 - Knol, Chrome und kein Ende


MEHR AUF SPIEGEL ONLINE





TOP



Service von SPIEGEL-ONLINE-Partnern

TOP