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05.01.2010
 

Community-Löschdienste

Facebook verbietet digitale Selbstmorde

Facebook: Keine Profilselbstmorde bitteZur Großansicht
DPA

Facebook: Keine Profilselbstmorde bitte

Die "Suicide Machine" und "Seppukoo" sollen Netznutzern ermöglichen, ihre Spuren in Social Networks und anderswo im Netz auf einen Schlag zu tilgen. Nicht mit uns, sagt man bei Facebook - den Diensten für den digitalen Selbstmord wird der Zugang zur Community verweigert.

Washington - Das Social Network Facebook hat Internetangebote blockiert, mit dessen Hilfe Nutzer ihr gesamtes Facebook-Profil mit einem Klick löschen können. Die Tatsache, dass die sogenannte Web 2.0 Suicide Machine sich die nötigen Informationen zum Zugriff auf die Facebook-Profile verschaffe, um sie zu löschen, sei eine Verletzung der Regeln des sozialen Netzwerks, erklärte Facebook.

Deshalb sei der Dienst blockiert worden. Schließlich könne jeder, der der Netzwerkgemeinde nicht mehr angehören möchte, sein Profil selbst deaktivieren oder ganz löschen, erklärte das Netzwerk. Facebook prüft nach eigenen Angaben "weitere Schritte" gegen die Suicide Machine.

Tatsächlich verstößt die Web 2.0 Suicide Machine wohl gegen die Nutzungsbedingungen vieler Social Networks - denn er erfordert, dass man seine Login-Daten an die Betreiber weitergibt, die dann das eigene Profil löschen. Sowohl die Login-Daten eines anderen Nutzers zu erfragen als auch der Zugriff auf fremde Profile wird von Facebook aber untersagt.

Die "Selbstmordmaschine" erlaubt mit einem Klick das Löschen sämtlicher Profile nicht nur bei Facebook, sondern auch bei anderen Diensten wie MySpace oder Twitter. Die Seite wirbt mit dem Slogan, alle Profile zu löschen, die "Energie kosten" und alle "falschen virtuellen Freunde zu töten". Zudem sei es so möglich, sich von seinem "Alter Ego" im Internet zu befreien.

Auch die ähnlich funktionierende Internetseite Seppukoo.com wird von Facebook blockiert. Seppukoo ist eine Anspielung auf den Seppuku genannten rituellen Selbstmord japanischer Krieger. Das Portal ruft zum "virtuellen Selbstmord" auf, um sich von seinem "digitalen Körper zu befreien". Schon im Dezember 2009 bekamen die Seppukoo-Betreiber ein Schreiben der Facebook-Juristen, in dem rechtliche Schritte angedroht wurden. Der Brief wurde von den so Ermahnten prompt im eigenen Angebot veröffentlicht.

Auf der Startseite der Suicide Machine prangt mittlerweile ein Hilferuf: Facebook habe das Angebot "ohne jeden Kommentar" gesperrt. Man prüfe "Möglichkeiten, diese unbegründete Beschränkung unseres Dienstes" zu umgehen. Danach werden Besucher der Seite aufgefordert, einen Proxyserver zur Verfügung zu stellen, um Facebooks Blockade auszutricksen.

cis/AFP

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05.01.2010 von Meinungsmarktbeiträger: Ohne Rückfahrschein ....

... mache ich garnichts. Aus diesem Grund lasse ich die Finger von diesen "Instant Communities" .... mehr...

05.01.2010 von blue0711: Steine in den Weg legen?

Solange ein solcher Dienst nicht Hackertechnologie, sondern schlicht die selbst eingegebenen Nutzerdaten des "Selbstmörders" nutzt, um eine automatisierte Löschung vorzunemen, ist es doch sehr scheinheilig, dagegen [...] mehr...

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Facebook ging Anfang 2004 als soziales Netzwerk für Harvard-Studenten online. Zunächst konnten nur Menschen mit E-Mail-Adressen ausgewählter US-Hochschulen Mitglieder werden, seit 2006 ist die Seite für alle Über-13-Jährigen offen. Nach Angaben von Goldman Sachs hatte Facebook Anfang 2011 600 Millionen Mitglieder weltweit, nach eigenen Angaben loggt sich jeden Tag die Hälfte von ihnen auf der Seite ein (Stand: Januar 2011).

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