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15.02.2010
 

GEZ-Internet

ARD-Chef verteidigt umstrittenen Online-Test

ARD-Chef Peter Boudgoust: Keine Schutzräume für private WettbewerberZur Großansicht
AP

ARD-Chef Peter Boudgoust: Keine Schutzräume für private Wettbewerber

Der ARD-Vorsitzenden Boudgoust sieht keine rechtlichen Probleme im Zusammenhang mit der geplanten Expansion von "tagesschau.de". In einem Zeitungsbericht verteidigt er die ARD-Pläne vehement - und wirft Kritikern vor, unzulässige Forderungen zu erheben.

München - Peter Boudgoust versteht die Kritik nicht. Das Konzept zum Ausbau von "tagesschau.de" entspreche "absolut den gesetzlichen Vorgaben", sagte der SWR-Intendant der "Süddeutschen Zeitung". Außerdem verteidigte er das interne Verfahren, mit dem das Online-Engagement des Senders auf Rechtmäßigkeit abgeklopft wird.

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hat sich der NDR-Rundfunkrat schon vor Abschluss des sogenannten "Drei-Stufen-Tests" festgelegt - und "tagesschau.de" einen Freifahrtschein für umfassende Online-Aktivitäten ausgestellt. Damit entfielen etliche Beschränkungen, die im 12. Rundfunkstaatsvertrag eigentlich für öffentliche-rechtliche Sender im Internet vorgesehen sind.

Boudgoust wehrte sich gegen Kritik an dem Procedere. Der Test diene der "Abwägung zwischen Interessen der Allgemeinheit und den Interessen unserer publizistischen Mitbewerber, denen die EU gerade keine Schutzräume einräumt", sagte Boudgoust dem Blatt weiter. Dies werde "entweder verkannt, bewusst ignoriert oder offen missachtet".

Das sehen die Privaten anders: Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) stuft die Online-Pläne der ARD als "Kampfansage" ein. Die Verleger würden "diese Grenzüberschreitung der ARD nicht akzeptieren und alle politischen und rechtlichen Mittel dagegen in Bewegung setzen", sagte VDZ-Vorsitzende Wolfgang Fürstner dem Branchendienst "Meedia".

"Kein nennenswertes Erlöspotential"

Mit dem Test soll geklärt werden, was die ARD im Internet darf. Laut einem im Mai 2009 vorgelegten Telemedienkonzept will die ARD die Tagesschau-Website zu einer eigenen Nachrichtenseite ausbauen, die auch unabhängig von der Fernsehsendung berichten darf - als "nichtsendungsbezogenes Telemedium".

Das ist nur möglich, wenn der Rundfunkrat entscheidet, dass die Online-Expansion zum öffentlich-rechtlichen Auftrag gehört, finanzierbar ist und den privaten Anbietern nicht unnötig Konkurrenz macht. Das ist eine Auflage der EU-Wettbewerbshüter, die durch das gebührenfinanzierte Fernsehen eine Verzerrung des Marktes befürchten.

Ein eigens erstelltes Gutachten soll diese Sorgen entkräften: Im Auftrag des NDR-Rundfunkrats hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche untersucht, um wie viel die Werbeeinnahmen der kommerziellen Online-Nachrichtenanbieter steigen würden, gäbe es das werbefreie Angebot "tagesschau.de" nicht im Netz. Das Potential liege bei lediglich 3,9 Prozent, heißt es in dem Papier. Die Gutachter urteilen: "kein nennenswertes zusätzliches Erlöspotential".

Bis Ende August sollen nun alle neun Rundfunkräte der ARD-Anstalten ihre Beratungen abgeschlossen haben. Das Verfahren läuft hinter verschlossenen Türen ab, zum Schluss muss nur noch die niedersächsische Staatskanzlei als Rechtsaufsicht zustimmen.

ore

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18.02.2010 von betrachtung: historisch gewachsen, heute überflüssig und schädlich

Ein so riesiger Apparat wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland wird jede Rechtfertigung finden, weiter zu wachsen und scheinbar unentbehrlich zu sein. Die Wahrheit ist folgende: Reiche merken es nicht, Hartz [...] mehr...

16.02.2010 von Josef Ritter: Es kann nur auf den Mehrheitswillen ankommen

Und was kommt dabei heraus wenn rd. 600 Volksvertreter den Volkswillen ignorieren wie i.S Afghanistankrieg. Nein. Ein Volksentscheid muß her. Danach herrscht Klarheit. mehr...

16.02.2010 von Tsardian: ..

Gut das ARD und ZDF ja werbefrei und damit unabhänig sind! .. Oh Wait! D: Dazu kommt das Ereignisse wie die Fussball WM so oder so im deutschen Fernsehen zu sehen sein werden. Der einzige Knackpunkt ist eigentlich, ob die [...] mehr...

16.02.2010 von ozpower: Die WM oder Olympia gaebs auch ohne OERR

Wollte nur mal kurz anmerken, dass es die WM und andere Sportsendungen ganz bestimmt auch ohne die oeffentlich rechtlichen gaebe. Vielleicht im Pay TV, vielleicht mit Werbung in der Halbzeit, aber dann kann derjenige der es [...] mehr...

16.02.2010 von awebln: ---

tagesschau.de, phoenix, 3sat, die dritten oder arte sind nicht das problem. die unerverständlichkeit beginnt durch überbezahlung von thomas gottschalk, jörg pilawa und was das sonst noch rumrennt. Sie geht weiter durch dumme [...] mehr...

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