Jährlich erscheinen in Deutschland etwa 1000 neue Computerspiele - aus den Reihen der deutschen Politik werden viele von ihnen bislang eher mit Argwohn als mit Wohlwollen beäugt. Langsam ändert sich das: Es gibt nun einen vom Bundestag mitfinanzierten deutschen Computerspielpreis, der bislang vor allem durch eine starke pädagogische Note auffällt. Und auch der eigentliche Deutsche Kindersoftwarepreis bekommt nun Aufmerksamkeit aus Berlin.
Der Kindersoftwarepreis namens Tommi bietet seit Jahren Orientierung für Eltern, die ihrem Nachwuchs pädagogisch Wertvolles für Computer oder Konsole schenken möchten. Nun adelt Familienministerin Kristina Schröder (CDU) den Tommi - sie wird Schirmherrin: "Einen sicheren und kompetenten Umgang mit Internet oder Computerspielen lernen Kinder am besten spielerisch", glaubt Schröder. Der Tommi helfe dabei. Besonders gut gefalle ihr, dass es beim Tommi neben eine Fachjury auch eine Kinderjury gebe.
Der Preis wird seit 2002 vergeben. Jedes Jahr wählt eine Fachjury bestehend aus Medienprofis unter anderem von SPIEGEL ONLINE, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", der "Süddeutschen Zeitung", "c't" und Pädagogen aus den eingereichten Spielen die Nominierten aus. Danach testen Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren die nominierten Spiele. Die endgültige Entscheidung liegt aber bei der Kinderjury. Der Preis wird am 8. Oktober von der Familienministerin auf der Frankfurter Buchmesse verliehen.
2009 gewann "Die Sims 3" den Preis für das beste PC-Spiel, Wii Sports Resort holte den Titel für das beste Konsolenspiel.
jmö
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