"Stop watching us" Überwachungsgegner hoffen auf Aufschrei am Samstag

Für ein freies Internet und gegen Geheimdienst-Überwachung: Aktivisten wollen am Samstag in vielen Städten demonstrieren und damit den Druck auf die Regierung erhöhen. Bisher fiel die öffentliche Reaktion über die Spähaffäre verhalten aus.

Demonstranten am 11. Juli in Hamburg: Aktivisten hoffen auf großen Protest gegen Geheimdienst-Überwachung
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Demonstranten am 11. Juli in Hamburg: Aktivisten hoffen auf großen Protest gegen Geheimdienst-Überwachung


Wird das nun der große öffentliche Aufschrei? Gegen die Internetüberwachung und den Zugriff der Geheimdienste auf private Daten soll am 27. Juli gleich in mehreren Städten demonstriert werden. Unter dem Motto "Stop watching us" rufen Aktivisten weltweit zu Protesten auf. Geplant werden die Demonstrationen unter anderem über eine Facebook-Gruppe.

Die Organisatoren wollen gegen die Komplettüberwachung der Kommunikation auf die Straße gehen und ihre Solidarität mit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden kundtun. Dabei soll es friedlich zugehen: "Die Polizisten sind als Mitbürger zu betrachten, die größtenteils auch die Schnauze voll haben", heißt es auf der Seite der Gruppe.

Nach ersten, spärlich besuchten Demonstrationen hoffen die Veranstalter nun auf mehr Empörung über die massenhafte Ausspähung. "Spreeblick"-Blogger Johnny Haeusler wünscht sich eigentlich jeden Abend Zehntausende Menschen auf den Straßen. Haeusler schreibt, er könne seinen Söhnen raten, E-Mails und Chats zu verschlüsseln. Eigentlich wolle er sie aber "nicht lehren, wie man sich versteckt - sondern ihnen beibringen, wie man sich zeigt, um seine Rechte einzufordern".

Viele der geplanten Aktionen haben namhafte Unterstützer gefunden. Neben dem AK Vorrat, dem Chaos Computer Club, Digitalcourage ruft laut Golem auch das Unterstützernetzwerk für den WikiLeaks-Informanten Bradley Manning zum Protest auf.

Auch die Organisatoren der seit 2006 in Deutschland regelmäßig veranstalteten "Freiheit statt Angst"-Demonstrationen wollen dieses Jahr gegen den Geheimdienst-Zugriff auf das Internet protestieren. Am 7. September soll die Politik aufgefordert werden, gegen Vorratsdatenspeicherung und "die zunehmende Vermischung der Kompetenzen von Polizei, Geheimdiensten und Militär sowie die Auslagerung hoheitlich staatlicher Gewalt an private Unternehmen" aktiv zu werden.

meu



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insgesamt 66 Beiträge
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tkwm 24.07.2013
1. Hoffentlich wird es voll -
zu kritisieren ist jedoch die Verwendung von Facebook, Google, Twitter um zu den Demos aufzurufen. Facebook, Google, Twitter sind die Augen und Ohren der amerikanischen Dienste gegen die dort demonstriert wird.
effesste 24.07.2013
2. Namhafte Unterstützer?
Zitat von sysopDPAFür ein freies Internet und gegen Geheimdienst-Überwachung: Aktivisten wollen am Samstag in vielen Städten demonstrieren und damit den Druck auf die Regierung erhöhen. Bisher fiel die öffentliche Reaktion über die Spähaffäre verhalten aus. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/27-juli-weltweite-proteste-gegen-prism-und-ueberwachung-a-912771.html
"AK Vorrat", "Chaos Computer Club" (immerhin den kennt man sogar außerhalb der Nerdszene), "Digitalcourage" und ein Netzwerk zur Unterstützung eines anderen Verräters: wow, das sind ja mal echt gesellschaftliche Schwergewichte! Merkt Ihr eigentlich gar nicht, dass Ihr Euch in einem Paralleluniversum bewegt?
gollum 24.07.2013
3. Sehe ich nicht so..
Zitat von tkwmzu kritisieren ist jedoch die Verwendung von Facebook, Google, Twitter um zu den Demos aufzurufen. Facebook, Google, Twitter sind die Augen und Ohren der amerikanischen Dienste gegen die dort demonstriert wird.
die NSA soll ruhig sehen, dass sich die Nutzer der 'Facebook, Google, Twitter' nicht ins Bockshorn jagen lassen. Nutzer der SPON Foren, die so aktiv das GG im Mund führen, die sind sicher nicht dabei, sie könnten ja ins Visier der Überwachungs-Heinis geraten, da wird sicher viel fotografiert:-), ein Grund mehr sich in die Hose zu machen.
Emil Peisker 24.07.2013
4. 27-07-stopwatchingus Bundesweit
Zitat von sysopDPAFür ein freies Internet und gegen Geheimdienst-Überwachung: Aktivisten wollen am Samstag in vielen Städten demonstrieren und damit den Druck auf die Regierung erhöhen. Bisher fiel die öffentliche Reaktion über die Spähaffäre verhalten aus. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/27-juli-weltweite-proteste-gegen-prism-und-ueberwachung-a-912771.html
Schickt allen Freunden und Bekannten, besser der gesamten Adressliste ein Mail mit dem Aufruf zur Demo. Erst muss es in die Köpfe, dann bewegen sich auch die Füße! 27.07. #StopWatchingUs - Köln - Demonstrare.de (http://demonstrare.de/termine/27-07-stopwatchingus-koln)
sample-d 24.07.2013
5. |||||||
Zitat von tkwmzu kritisieren ist jedoch die Verwendung von Facebook, Google, Twitter um zu den Demos aufzurufen. Facebook, Google, Twitter sind die Augen und Ohren der amerikanischen Dienste gegen die dort demonstriert wird.
Man könnte argumentieren, dass eine Demonstration ja zum Ziel hat, dass sie derjenige gegen den demonstriert wird auch in vollem Umfang mitbekommt...
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