Apple-Chef Cook Entsperrung von iPhones wäre "schlecht für Amerika"

Der Apple-Chef verteidigt die Entscheidung, das iPhone eines Terrorverdächtigen nicht zu entsperren - trotz Drucks von FBI und CIA.

Tim Cook (l.) bei ABC "News": "Eine harte, aber richtige Entscheidung"
AP/dpa

Tim Cook (l.) bei ABC "News": "Eine harte, aber richtige Entscheidung"


Apple-Chef Tim Cook hat die Position seines Konzerns verteidigt, US-Behörden nicht bei der Entschlüsselung von iPhones zu unterstützen. Es sei eine harte, aber richtige Entscheidung gewesen, sagte Cook dem Fernsehsender ABC. Der Forderung des FBI nachzugeben, wäre "schlecht für Amerika".

Es war Cooks erstes Interview zu dem Fall. Vergangene Woche hatte die Bundespolizei Apple aufgefordert, bei der Entschlüsselung des iPhones eines der Attentäter von San Bernadino zu helfen.

Experten des FBI versuchen seit Monaten, an die Daten heranzukommen, doch ohne Erfolg. Ihr Problem ist eine Technologie, die Apple und Google 2014, als Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen, eingeführt haben.

Das FBI argumentiert in dem Streit mit Apple, es gehe lediglich um Hilfe in einem Einzelfall. Apple hingegen warnt, dass ein solcher Schritt die Technik angreifbarer für Spähangriffe von Behörden oder Cyberkriminellen mache.

Kommentar zum Fall Apple

sun/AP

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 68 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Germanus 25.02.2016
1. Alles klar
Warum ist es schlecht für Amerika, das iPhone eines Verbrechers für das FBI freizuschalten? Das sollte bei berechtigten Interesse immer möglich sein!
Solid 25.02.2016
2.
Dass es da was zu "entscheiden" gibt und es nicht schlicht unmöglich ist, die iPhones zu entschlüsseln zeigt, dass die Verschlüsselung der iPhones komplett wertlos ist.
klamed 25.02.2016
3. Die Geheimdienste
Sind unersättlich, das zeigen die aufgedeckten Fälle bei denen die NSA sogar gegen US Gesetze verstoßen haben. Das Vertrauen, daß die Mittel mit Maß angewendet werden ist unwiederbringlich zerstört. Vor allem sagen die Behörden daß ihr Ziel ist alle Kommunikation mitzuhören und alle Verschlüsselungen zu knacken. Wer soll da glauben daß der hier diskutierte Fall ein Einzelfall bleibt
2wwk 25.02.2016
4. Warum glaubt der Apple Chef
das er das besser weiss als die Regierung. Die Terroristen hinter dem toedlichen Anschlag in Kalifornien nich zu verfolgen waere viel schlimmer fuer Amerika als das dumme Telefon endlich frei zu bekommen.
makromizer 25.02.2016
5.
"Das FBI argumentiert in dem Streit mit Apple, es gehe lediglich um Hilfe in einem Einzelfall." Wäre ja mal interessant, wie das FBI das zu verargumentieren versucht. Behaupten kann man erstmal viel, aber den Beleg, dass die gewünschte Sicherheitslücke ansonsten nicht zum Einsatz kommen könnte, bleiben sie wenig erstaunlich schuldig.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.