Cupertino - Im Zuge einer Serie von Hackerangriffen auf große US-Unternehmen ist nun auch der Elektronikriese Apple Opfer einer Cyberattacke geworden. Die Angreifer seien in die Computersysteme des Unternehmens eingedrungen.
Nur eine geringe Anzahl von Computern von Mitarbeitern sei von Schadsoftware befallen gewesen, die mittlerweile vom Netzwerk isoliert sein sollen. "Es gibt keine Anzeichen, dass Daten Apple verlassen haben", betonte die Firma.
Die Angreifer nutzten offenbar dieselbe Technik wie bei Angriffen auf das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook und andere Firmen. Die "bei einem Angriff auf Apple
und andere Firmen" verwendete Schadsoftware sei über eine gekaperte Internetseite für Softwareentwickler verbreitet worden, erklärte Apple. Das Schadprogramm nutzte eine Sicherheitslücke im Programm Java aus, das bei zahlreichen Internetanwendungen genutzt wird. Apple arbeitet nach eigenen Angaben mit den Behörden bei der Aufklärung des Angriffs zusammen und will die Sicherheitslücke umgehend stopfen. Noch am Dienstag wollte Apple ein Software-Update auf den Markt bringen, mit dem sich Kunden gegen das von den Hackern eingesetzte Programm schützen können.
Facebook hatte am Freitag erklärt, im Januar Ziel einer "ausgefeilten Cyberattacke" geworden zu sein. Auch der Kurzbotschaftendienst Twitter hatte jüngst eine Cyberattacke gemeldet, bei der die Zugangsdaten von rund 250.000 Nutzern gestohlen wurden.
Zudem hatten die "New York Times", die "Washington Post" und das "Wall Street Journal" in den vergangenen Wochen über technisch ausgefeilte Hackerangriffe auf ihre Internetseiten und Computer berichtet. Die drei Zeitungen hatten China für die Angriffe verantwortlich gemacht. Sie vermuteten, die Angreifer hätten an Informationen über ihre China-Berichterstattung kommen wollen.
Ein US-Geheimdienst-Dokument, über das die "Washington Post" kürzlich berichtet hatte, nannte ebenfalls Hacker in China als Autoren zahlreicher Cyberangriffe in den USA. Diesen fallen demnach vor allem Unternehmen in den Branchen Energie, Finanzen, Informationstechnologie, Luft- und Raumfahrt sowie Autobau zum Opfern.
mia/dpa/afp/Reuters
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