Lobbyproblem beim Breitbandausbau Wer braucht schon schnelles Internet?

Weil Lobbyisten Bestandsschutz betreiben und die Politik willig folgt, stockt der Breitbandausbau, schrieb Sascha Lobo in seiner jüngsten Kolumne. Im Podcast reagiert er auf Kommentare und Kritik der Leser.

Kabeltrommel mit Leitungen für Breitbandkabel
DPA

Kabeltrommel mit Leitungen für Breitbandkabel


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #26. Breitbandausbau: Deutschland, dein Lobbyproblem

Zu seiner jüngsten Kolumne "Deutschland, dein Lobbyproblem" erhielt Sascha Lobo wieder zahlreiche Kommentare und Reaktionen. Im Podcast antwortet Lobo seinen Leserinnen und Lesern aus dem Forum von SPIEGEL ONLINE und von anderen Plattformen.

Wie und wo kann ich den Podcast abonnieren?

Sie finden "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" in der Regel freitags auf SPIEGEL ONLINE (einfach oben auf den roten Play-Button drücken) und auf Podcast-Plattformen wie iTunes, Spotify, Deezer oder Soundcloud. Sie können den Podcast aber auch auf Ihr Smartphone, Tablet oder Ihren Computer herunterladen. So können Sie ihn jederzeit abspielen - auch wenn Sie offline sind.

Wenn Sie keine Folge verpassen wollen, sollten Sie den Podcast von Sascha Lobo abonnieren, es kostet nichts.

Falls Sie diesen Text auf einem iPhone oder iPad lesen, klicken Sie hier, um direkt in Apples Podcast-App zu gelangen. Klicken Sie auf den Abonnieren-Button, um gratis jede Woche eine neue Folge direkt auf Ihr Gerät zu bekommen.

Falls Sie ein Android-Gerät nutzen, können Sie sich eine Podcast-App wie Podcast Addict, Pocket Casts oder andere herunterladen und dort "Sascha Lobo - Der Debatten-Podcast von SPIEGEL ONLINE" zu Ihren Abos hinzufügen.

mak



insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
cagutmann 19.02.2018
1. Ruhig Roter
Hallo Herr Lobo, ich höre den Podcast sehr gern und lese Sie auch immer wieder, auch wegen ihrer guten Formulierungen. Ihren kleinen Ausbruch am Anfang des Debattencasts zum Breitband, der die Telekom und ihre Vertragspraxis betraft, habe ich jetzt aber überhaupt nicht verstanden. Wann haben Sie zuletzt in einer Mietwohnung oder einem Mietbüro einen Breitbandanschluss bestellt? Es ist doch logisch, dass der Anbieter einen hohen Aufwand hat, um festzustellen, ob im Haus überhaupt die Infrastruktur liegt. Beispiel: Es gibt Häuser, in denen zB KabelBW (in Norddeutschland vergleichbar mit Kabel Deutschland) alle Wohnungen verkabelt hat. Dort liegt im Keller überhaupt gar keine Telekom-Box mehr und man muss durchmessen, um zu schauen, ob die Bandbreite überhaupt bis in die Wohnung gewährleistet werden kann. Für mich sonnenklar, dass man das nicht vor einem Vertragsabschluss machen kann. Der umgekehrte Fall: Ein Haus, in welchem alle Mieter bei der Telekom sind und ein Mieter möchte jetzt einen anderen Anschluss. Natürlich muss der Provider prüfen, ob es technisch geht. Außerdem die Zustimmung des Vermieters einholen, falls nötig usw.. Es ist doch nicht handelbar, diesen Aufwand nur auf einen unverbindlichen Kundenklick hin zu betreiben, ohne dass man wenigstens vertraglichen Anspruch auf die Anschlussgebühr hat. Ich denke, es wurde klar, was ich meine. Herzliche Grüße
karlkadaveraas 19.02.2018
2. Ihre Kritik
in allen Ehren, Herr Lobo... Aber ich bin jetzt seit über 20 Jahren "im Netz", war einer der ersten DSL-Testkunden der Telekom und habe jetzt relativ stabile 4 Mbit - bei "bis zu 16 MBit" in der Provideraussage. Und - ganz ehrlich - es gab noch nie eine Internetseite die ich NICHT aufrufen konnte. Und https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleinsäure wird nicht besser oder schlechter dadurch ob ich sie in der halben oder in der doppelten Zeit aufrufe. Inhalt ist Inhalt - gut oder schlecht - unabhängig von der Ladezeit. Ich vermisse nichts an Bandbreite.
gerdominator 24.02.2018
3. 5G heißt die Zukunft
5G wird den Breitbandausbau über Glasfaser im Fall der privaten Wohnheime vorerst überflüssig machen. Router adé, Kabel adé, Dämpfung durch Kupferkabel vom Glasfaseranschluss adé. Maxwell würde sich freuen.
Hamberliner 24.02.2018
4. 5G heißt die Zukunft
Zitat von gerdominator5G wird den Breitbandausbau über Glasfaser im Fall der privaten Wohnheime vorerst überflüssig machen. Router adé, Kabel adé, Dämpfung durch Kupferkabel vom Glasfaseranschluss adé. Maxwell würde sich freuen.
Das bietet AFAIK hierzulande noch niemand an. Was angeboten wird und dem am nächsten kommt, nämlich LTE, bietet zwar auf den ersten Blick eine phantastisch hohe Übertragungsrate, aber wenn man das Kleingedruckte liest stell man fest: Das monatliche Volumen ist unakzeptabel gering und lässt sich auch nicht gegen Aufpreis erhöhen. Sehr sehr schade. Das übelste an leitungsgebundenem DSL ist gar nicht einmal die Technik, sondern vertraglich-rechtliche Katastrophen. Auf der "letzten Meile" vom DSLAM bis zur Wohnung hockt die Telekom, die sich jetzt durchs eigenmächtige Umstellen auf Vectoring alles krallt. Das gehört in die Hand einer Behörde oder eines gemeinnützigen Vereins, wenn da gar kein Wettbewerb technisch möglich ist. Kleine, fähige quirlige, kundenfreundliche Provider wie Snafu oder Easybell können alles mögliche anbieten, aber DSL nicht mehr, das kann auf der letzten Meile nur noch die Telekom und als deren Reseller nur ganz wenige Große, einer so kundenunfreundlich und asozial wie der andere. Der eine flutet die Welt mit UBE, der andere verbietet in seinen AGB den Betrieb von Servern (d.h. ssh- oder VPN-Zugriff auf den eigenen Rechner von außerhalb), der andere verbietet Freifunk-Teilnahme, telefonische Hotline ist mit Stunden Wartezeit verbunden, per E-Mail sind die gar nicht erreichbar, sie sind so dreist E-Mails zu schicken die sich nicht beantworten lassen, kurz: das Desinteresse an Kunden ist bei den großen leitungsgebundenen DSL-Providern grenzenlos.
guebei1 27.02.2018
5.
Zitat von cagutmannHallo Herr Lobo, ich höre den Podcast sehr gern und lese Sie auch immer wieder, auch wegen ihrer guten Formulierungen. Ihren kleinen Ausbruch am Anfang des Debattencasts zum Breitband, der die Telekom und ihre Vertragspraxis betraft, habe ich jetzt aber überhaupt nicht verstanden. Wann haben Sie zuletzt in einer Mietwohnung oder einem Mietbüro einen Breitbandanschluss bestellt? Es ist doch logisch, dass der Anbieter einen hohen Aufwand hat, um festzustellen, ob im Haus überhaupt die Infrastruktur liegt. Beispiel: Es gibt Häuser, in denen zB KabelBW (in Norddeutschland vergleichbar mit Kabel Deutschland) alle Wohnungen verkabelt hat. Dort liegt im Keller überhaupt gar keine Telekom-Box mehr und man muss durchmessen, um zu schauen, ob die Bandbreite überhaupt bis in die Wohnung gewährleistet werden kann. Für mich sonnenklar, dass man das nicht vor einem Vertragsabschluss machen kann. Der umgekehrte Fall: Ein Haus, in welchem alle Mieter bei der Telekom sind und ein Mieter möchte jetzt einen anderen Anschluss. Natürlich muss der Provider prüfen, ob es technisch geht. Außerdem die Zustimmung des Vermieters einholen, falls nötig usw.. Es ist doch nicht handelbar, diesen Aufwand nur auf einen unverbindlichen Kundenklick hin zu betreiben, ohne dass man wenigstens vertraglichen Anspruch auf die Anschlussgebühr hat. Ich denke, es wurde klar, was ich meine. Herzliche Grüße
Ich bin öfters in den Staaten unterwegs, das W-Lan Netz kann fast überall öffentlich kostenlos genutzt werden. Schnelle Verbindung für Stream Dienste kein Problem. Mann kann dann natürlich auch fast kostenlos telefonieren (VoIP) auch weltweit. WhatsApp, Skype, FaceTime u.s.w. Das ist natürlich nicht im Interesse von Telefon Gesellschaften . Langsamere Netzte lassen gerade mal eine Audioverbindung (VoIP) fürs Telefongespräche zu. Schnelle Datenleitungen schaffen mehr Konkurrenz .
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.