Überwachungsskandal BSI weist Berichte über NSA-Zusammenarbeit zurück

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verteidigt sich gegen Behauptungen, es habe ausländischen Geheimdiensten Zugang zu deutschen Internetknoten gewährt. Nur in einem Zusammenhang arbeite man eben doch mit der NSA zusammen.

Netzwerk-Kabel am De-Cix-Knoten in Frankfurt: BSI und NSA kennen sich
DPA

Netzwerk-Kabel am De-Cix-Knoten in Frankfurt: BSI und NSA kennen sich


Bonn - Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in der US-Spähaffäre Berichte über eine Unterstützung ausländischer Nachrichtendienste zurückgewiesen. Eine Zusammenarbeit mit dem US-Nachrichtendienst NSA im Zusammenhang mit den Ausspähprogrammen Prism und Tempora finde nicht statt, erklärte die Behörde am Freitag.

"Das BSI hat weder die NSA noch andere ausländische Nachrichtendienste dabei unterstützt, Kommunikationsvorgänge oder sonstige Informationen am Internetknoten De-CIX oder an anderen Stellen in Deutschland auszuspähen." Das BSI verfüge zudem nicht über das Programm XKeyscore und setze dieses nicht ein.

Im Nato-Kontext arbeite das BSI zwar auch mit der NSA zusammen. Diese Zusammenarbeit umfasse aber ausschließlich präventive Aspekte der IT- und Cyber-Sicherheit entsprechend den Befugnissen des BSI, so die Behörde selbst.

Das BSI in Bonn ist beim Bundesinnenministerium angesiedelt und hat rund 570 Mitarbeiter. Das Amt, 1991 aus einer Abteilung des Bundesnachrichtendienstes entstanden, untersucht Sicherheitsrisiken bei der Anwendung der Informationstechnik und entwickelt Sicherheitsvorkehrungen.

mak/dpa

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