Cyberattacke Bundestags-Angreifer haben Daten kopiert

Bislang war nur klar, dass es eine Attacke gab, nun steht fest: Beim Cyberangriff auf das Netzwerk des Bundestags sind tatsächlich Daten abgeflossen.

Deutscher Bundestag: Rechner geknackt, Daten kopiert
DPA

Deutscher Bundestag: Rechner geknackt, Daten kopiert


Bei dem groß angelegten Hackerangriff auf das Netzwerk des Deutschen Bundestags sind offenbar auch Daten kopiert und abtransportiert worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Bundestagsverwaltung am Donnerstag auf Anfrage des SPIEGEL. Es seien "zwischenzeitlich vereinzelte Datenabflüsse festgestellt worden", so die Sprecherin, die betroffenen Büros seien "informiert, und Gegenmaßnahmen sind ergriffen worden". Darüber hinaus lägen der Bundestagsverwaltung "keine neuen Erkenntnisse vor".

Bei dem Angriff, der vor zwei Wochen bekannt geworden war, wurde das Netz des Parlaments offenbar auf tiefgreifende und schwer zu bekämpfende Weise infiltriert. Mitarbeiter der Bundestagsverwaltung und Fachleute vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bemühen sich derzeit, die ins Rechnernetz eingeschleusten Trojaner zu eliminieren, was sich aber offenbar schwierig gestaltet.

Vergangene Woche berichtete SPIEGEL ONLINE, dass die Ermittler aufgrund der Komplexität des Angriffs einen Geheimdienst hinter der Attacke vermuten. Die Abgeordneten waren am Donnerstag vergangener Woche in einem Rundschreiben über den Vorgang informiert worden. Damals hieß es noch, Datenabflüsse seien "bisher nicht nachweisbar". Zwar stünden die IT-Systeme des Bundestags derzeit "grundsätzlich zur Verfügung", neue Ergebnisse der Untersuchung könnten allerdings "die Notwendigkeit weiterer Gegenmaßnahmen ergeben".

srö/cis



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insgesamt 37 Beiträge
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Leser161 29.05.2015
1. Details
Und jetzt ergehen wir uns in Details. Selbst wenn nicht. Die Möglichkeit bestand. Und warum wurden gerade rechner der opposition attackiert? Was ist eigentlich mit der BND-Affäre? Vermutlich wieder der alte Kohl-Trick. Aussitzen. Versuchts halt. Die nächste Wahl kommt. Und zumindest ich vergesse nicht.
demokroete 29.05.2015
2. Das ist doch ganz egal
Solange die Regierung ihr Volk nicht vor den Angriffen auslaendischer Geheimdienste schuetzen will und im Gegenteil denen noch die Daten liefert, kann es doch wohl voellig egal sein, ob auch der Bundestag bespitzelt wird ! Es wird sowieso jedes Handy ( ausser Gauck und Merkels, nach Aussage Obama ) vom NSA abgehoert. Und die Anweisungen fuer die Regierung kommen eh aus Washington, die Ueberwachen doch nur den Vollzug, also wass soll die kuenstliche Aufregung.
Bernie74 29.05.2015
3. Fifa wichtiger als Bundestag?
Nachdem die Cyberattacke auf den Bundestag vor über einer Woche in der Presse war, war es es erschreckend ruhig um dieses Thema geblieben. Da kam der Fifa Skandal zur Ablenkung natürlich gerade recht. Und jetzt doch nochmal ein zaghafter Artikel, der aber inhaltlich eher seicht ist. Und Frau Merkel hüllt sich mal wieder in Schweigen. Ist sie überhaupt noch Bundeskanzlerin? Vielleicht ist sie ja einfach schon ohne Erklärung zurück getreten. Es wäre ihre Art.
kutny 29.05.2015
4. Macht ja nix
laut neuem Vorratsdatenspeichergesetz dürfen die Daten ja nur 10 Wochen aufgehoben werden.
antares56 29.05.2015
5. Das war doch klar
Der "Angriff" hääte sich ja ohne das absaugen von Daten sonst kaum gelohnt - so schnell liest man das alles nicht durch. Bei der Professionalität könnten es gut NSA oder GCHQ gewesen sein!
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