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Internet: Bundestag schafft Routerzwang ab

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Router: Immer wieder Sicherheitslücken

Kunden dürfen künftig selbst entscheiden, mit welchen technischen Geräten sie ins Internet gehen. Das hat der Bundestag beschlossen. Im Bundesrat regt sich zwar Widerstand - stoppen kann die Kammer das Gesetz aber nicht.

Internet-Provider in Deutschland können ihre Kunden nicht länger zwingen, bei der Einwahl ins Netz eine bestimmte Hardware zu verwenden. Der Bundestag hat einstimmig die Abschaffung des sogenannten Routerzwangs beschlossen.

Die Anbieter von Breitband-Internetanschlüssen schrieben ihren Kunden bislang vor, welche Modem- oder Routermodelle sie zur Einwahl ins Netz benutzen müssen. Sie definierten die Geräte einfach als Teil ihres Netzes, über das allein sie verfügen dürfen. Das neue Gesetz definiert nun aber die Anschlussdose an der Wand als "Netzabschlusspunkt" und lässt damit den Kunden die freie Wahl, welchen Router sie benutzen möchten.

Der Routerzwang steht seit Jahren in der Kritik. Etwa, weil immer wieder Sicherheitslücken in Routern bekannt werden. Von diesen sind oft zahlreiche Kunden bestimmter Provider betroffen sind, weil sie gezwungen sind, das entsprechende Gerät zu verwenden.

Widerstand gegen die Neuregelung regt sich allerdings im Bundesrat, weil mehrere Kabelnetzbetreiber wie UnityMedia die Reform ablehnen. Die Länderkammer kann das Gesetz allerdings nicht stoppen, sondern allenfalls verzögern.

kev/dpa

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insgesamt 83 Beiträge
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1. Routerzwang - ganz altes Thema
ohne_sorge 06.11.2015
Das Gesetz kommt m.E. gute 10 Jahre zu spät. Ja, ich weiß für die Politik ist das Internet ja immer noch "Neuland". Also in weiteren 10 Jahren können wir dann hoffen, dass das Netz der Telekom dann endlich vom Restkonzern abgetrennt wird, damit mal wirklicher Wettbewerb entstehen kann. Oh ich vergaß, man konnte ja immer noch nicht alle Aktien am Konzern an die Bürger verhökern. Das uns Situation "Neuland" führen dann zu weiteren 10 Jahren Wartezeit... Wir Bürger dürfen ja weiter eine Bundesnetzagentur unterhalten, die so gut wie nichts ausrichten kann, wenn die Telekom den einen Kunden abschaltet, um seinen eigenen Kunden anschalten zu können. Siehe hierzu auch das aktuelle Heft der c't - m.E. ein größerer Skandal als VW!
2. Lachhaft
Zündkerze 06.11.2015
als ob die Netzprovider zuverlässig die Router gegen Angriffe schützen würden. Das Gegenteil ist doch der Fall. Geld lässt sich damit verdienen, das ist der Grund des Widerstandes.
3. Da bin ich mal gespannt, ...
winki 06.11.2015
wie das in der Praxis funktionieren soll. Bei den meisten Providern gibt es den Router "kostenlos" bei Vertragsabschluss dazu. Das ist dann ein Gerät von nur einem Anbieter. Nun müsste der User eine Liste von Routern verschiedener Hersteller erhalten aus der er sich dann bei Vertragsabschluss ein Gerät aussuchen kann. Wie das in der Praxis gehen soll ist mir einiger Maßen schleierhaft. Ich weiß nicht wieviel Firmen es gibt die Router in Deutschland anbieten? Aber einige sind es. Jede der Router hat zum Beispiel beim Anschluss an das Netz seine Besonderheiten. Die Menüs zum Einstellen sind auch alle unterschiedlich. Wie soll da zum Beispiel ein guter Service bei Problemen funktionieren?
4. Endlich
spollie 06.11.2015
Mal eine schöne Melsung am Morgen.
5. Mit Sicherheit?
112211 06.11.2015
Sicher, einige Sicherheitslücken gibt es bei den Routern der Provider. Ist dies denn bei den frei verkäuflichen Routern gänzlich anders? Was ist mit dem Support direkt durch die Provider? Die können und werden keinen Support anbieten und schon gar keine Haftung übernehmen. Da muss dringend noch nachgebessert werden. Bis dahin werde ich das vom Provider zur Verfügung gestellte Gerät nutzen.
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