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BKA-Chef: Bundestrojaner im Herbst einsatzbereit

Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts: Der Bundestrojaner ist ein umstrittenes Projekt Zur Großansicht
DPA

Holger Münch, Chef des Bundeskriminalamts: Der Bundestrojaner ist ein umstrittenes Projekt

Nach SPIEGEL-Informationen will das BKA schon in wenigen Monaten mit neuer Spähsoftware Jagd auf Verbrecher machen. Die Ermittler wollen "an den Computer gehen", bevor Verdächtige ihre Kommunikation verschlüsseln können.

Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat angekündigt, dass eine von seiner Behörde entwickelte Software zur Quellen-Telekommunikationsüberwachung, der sogenannte Bundestrojaner, im Herbst einsatzbereit sein soll. (Lesen Sie hier das vollständige Interview im neuen SPIEGEL.)

"Wir entwickeln ein Instrument, mit dem wir – nach richterlicher Genehmigung – an den Computer des mutmaßlichen Täters gehen, bevor er seine Kommunikation verschlüsselt", sagte Münch dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL.

Laut Münch nutzen Täter häufig Techniken zur Verschleierung ihrer Identität oder Verschlüsselung der Kommunikation. Das BKA wolle auch in diesem Bereich verstärkt forschen und entsprechende Dienstleistungen den Ländern gegebenenfalls gegen Entgelt zur Verfügung stellen.

Täter in verschiedenen Bundesländern aktiv

Im Bereich sogenannter Massendelikte sieht Münch Banden am Werk, "zunehmend auch organisierte Strukturen, die gibt es bei Wohnungseinbrüchen ebenso wie bei Ladendiebstählen, wo gezielt hochwertige Güter gestohlen werden".

Viele der Täter seien in verschiedenen Bundesländern aktiv, "das sind dann häufig Strukturen der organisierten Kriminalität oder zumindest solche, die ähnlich aufgebaut sind".

Der Anteil ausländischer Tatverdächtiger sei in den vergangenen fünf Jahren bei diesen Delikten um 40 Prozent gestiegen. Allein könnten die Polizeibehörden der Länder dagegen nicht erfolgreich sein. Das BKA wolle sie deshalb unterstützen, indem es Daten sammele, auswerte und Ermittlungen koordiniere.

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insgesamt 91 Beiträge
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1. Überwachungsstaat Deutschland (DDR 2)
max-holzdorf 25.04.2015
Vollpfosten Äffen den Amis nach und betrachten jeden als Terroristen. Und so ein scheiß Europa bekommt den Friedensnobelpreis, steckt den euch sonst wo hin, ihr Idiotien.
2. Glaube nicht, daß die gegen NSA und BND ankommen,
vantast64 25.04.2015
dort sind erblich mehr und besser bezahlte Gesetzesbrecher am Werk. Und daß deutsche IT-Projekte regelmäßig scheitern, ist auch bekannt. Sie hätten also besser geschwiegen, um sich nicht lächerlich zu machen.
3. Schade..
freigeist56 25.04.2015
dass dies Honecker und unser seliger Führer nich mehr miterleben durfte...Hingerichtet bevor Staatsfeinde nur daran denken...Ich bin auch so ein perverser Antidemokrat..habt ihr einen Job für mich?
4.
hschmitter 25.04.2015
Da bin ich mal ganz entspannt, denn so lange das Postgeheimnis auf Briefe gilt, kann man mit etwas längerer Vorlaufzeit alles auf dem klassischen Weg erledigen.
5. sie laufen amok
countzero 25.04.2015
anders kann ich es nicht bezeichnen. all die bürgerüberwache, zurechtweiser, ausspäher. inzwischen nicht nur die konservativen. die spd hat sich diesem niedergang der bürgerrechte angeschlossen. "an den Computer" bevor allgemein eine ordentliche verschlüsselung benutzt wird, bedeutet für mich, dass man dieses dreckszeug auf jeden erreichbaren computer aufspielen will. nur "falls es benötigt wird". die grenzenlose überwachung aller bürger geht weiter. die daten der "gesundheitskarte" und die mautdaten wecken auch schon begehrlichkeiten. die persönlichen daten und merkmale aller bürger sind zur massenware geworden. die mehrheitliche rentnergesellschaft deutschlands wählt aber weiter die grosse koalition und gibt ihre freiheit und rechte auf. ein sarkastisches "danke" von den nachfolgenden generationen.
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