Sascha Lobos Podcast zu Chemnitz "Wir müssen alle auf die Straße!"

In Chemnitz hat sich kein bloßer Krawall gezeigt, sondern ein strukturelles Naziproblem, schrieb Sascha Lobo in seiner Kolumne. Im Podcast antwortet er nun auf Leserkommentare.

Menschen mit Deutschlandfahnen bringen Blumen zum Tatort in Chemnitz
DPA

Menschen mit Deutschlandfahnen bringen Blumen zum Tatort in Chemnitz


Sascha Lobo: der Debatten-Podcast #54. Chemnitzer Krawalle: Eine Zäsur findet nicht statt

Mitten in die Diskussion um die Zustände in Chemnitz hat unser Kolumnist Sascha Lobo eine Kolumne geschrieben, die pendelt zwischen Empörung und Pessimismus:

"Die Silvesternacht 2015/2016 in Köln sei eine Zäsur gewesen, sagen viele, und ich hoffe sehr, dass der Augustabend in Chemnitz auch eine Zäsur sein könnte. Wahrscheinlich ist er das nicht. Denn das Naziproblem ist ein strukturelles, gesellschaftliches und führende Vertreter der Strukturen und der Gesellschaft bewiesen, dass ihnen so gar nicht nach Zäsur ist."

Er beleuchtet die Äußerungen nach den Krawallen, online und offline, und übt Kritik an der Berichterstattung der Medien. In seinem Podcast zur Kolumne greift er die Reaktionen seiner Leser auf.

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insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
ansv 02.09.2018
1.
Auf die Straße ja - aber bitte nur dort, wo es gerade passt. Nicht im Hambacher Forst, wo sich wirtschaftliche Interessen nicht mit dem Umweltschutz vertragen. Und bitte nicht in Ramstein, die Amerikaner mögen es gar nicht, wenn die Deutschen ihren Drohnenkrieg nicht vor der Haustüre wollen. Und natürlich nicht, wenn gegen Kernkraft demonstriert wird. Oder gegen Megaprojekte wie Stuttgart21 oder den Hochmoselübergang - da sollen bitte schön die Füße stillgehalten werden. Auf die Straße bitte nur dort wo die Politik seit Jahrzehnten die offensichtlichen Entwicklungen verschlafen hat und jetzt die Unterstützung derer fordert, die eigentlich die Unterstützung der Politik gebraucht hätten. Menschen gehen auf die Straße wenn sie überzeugt sind, damit etwas zu bewegen.
Jabileinchen 02.09.2018
2. Sehe ich auch so
Ich glaube, dass von der Gesamtmenge der rechten Demonstranten etwa ein Drittel auch dann zu ihren Ansichten steht, wenn sie nicht unter Ihresgleichen sind. Die anderen zwei Drittel teilen zwar das rechte Gedankengut, sind aber eher feige und nicht initiativ. Diesen Leuten muss man zeigen, dass sie eben NICHT das Volk sind. Da geht m.E. vor allem durch massive Präsenz derjenigen, die diesen Mob verurteilen. Es wird Zeit, dass wir Farbe bekennen. Ich bin übrigens überzeugt, dass ein Viertel bis ein Drittel bundesrepublikanischen Bevölkerung schon immer rechte Tendenzen hatte, die zeigten sich aber früher eher am Stammtisch oder betrunken auf irgendwelchen Feiern. Damals war dann auch (meist) umgehend ein Korrektiv gegeben, durch die Überzahl von Gemäßigten. Seit es möglich ist, sich im Internet auch mit extremen Ansichten aufgrund der hohen Zahl erreichbarer Menschen mit einer erklecklichen Zahl "Gleichgesinnter" auszutauschen, entfällt dieses Korrektiv und es bildet sich bei solchen Leuten der Eindruck, sie seien gar nicht alleine und ohne Unterstützer. Dem gilt es entgegen zu wirken.
rainer_nachtmensch 02.09.2018
3. Warum ist keiner gegangen?
Danke für den Podcast. Eine ungeklärte Frage ist für mich: Warum geht niemand der vermeintlich großen Gruppe von "Normalo-Trauerlaufenenden" einfach weg, wenn er sieht das Menschen sich derart Verhalten wie von Teilen der Presse und Herrn Lobo beschrieben. Warum laufen tausende einfach mit?
lepuslateiner 02.09.2018
4. Warum soll denn der bürger gehen !!???!!
Lieber Herr Lobo ! Was soll denn mit dieser Auforderung erreicht werden ? Zwar ist sie keinesfalls unzutreffend - aber erst einmal sind die gewählten Politiker dazu aufgefordert, die exakt dies aber vermissen lassen. Gerade einmal den immer gleichen stereotypen Worten verpflichtet - jedoch ohne jeglichen Nachdruck und Ehrlichkeit. Aus welchem Grund soll denn ich "die Rübe hinhalten", wenn sich die ZUSTÄNDIGEN duckmäuserhaft verhalten und allenfalls ihren wirtschaftlichen Interessen und denen ihrer Unternehmensführern folgen. Der Bürger interessiert doch allenfalls noch zum Wahltermin; hoffentlich bekommt's die CSU in Kürze ganz füchterlich "auf die Schnauze" !! Der Bürger sei für das Edle und Wahrhaftige - tönt es jetzt aus dem politischen Kreis der i Sachsen Regierenden - nachdem gerade noch nur die Polizei sich hoch löblich verhalten und zu Recht die der Pressefreiheit nachgehenden Journalisten fast 1 Std. an ihrer Arbei ZU RECHT gehindert hat. Na ja - war ja ein KOLLEGE, der die Anzeige gestellt hat. Da muss man helfen und staatstragend von oberster Regierungsebene den Journalisten "das Maul verbieten" !! Hinterher kann man sich ja immer noch an die gegenteilige Spitze mit einer lauwarmen Entschuldigung stellen !! Dann schon "lieber" die Rechten - die brüllen wenigsten immer den gleichen "Scheiß" !! IM ÜBRIGEN : der Bürger wird's nicht richten - auch nicht bei den Wahlen oder auf der Strasse. Dort werden sich immer mehr Rechts etc. gewaltbereit und gewalttätig ausbreiten, ob der Lethargie und Unfähigkeit der "herrschenden" politischen Kreise. Man nehme es wenigstens zur Kenntnis : voller Stillstand in jeglicher Hinsicht bei Politik und Parlament : nur die AfD ist dafür verantwortlich, weil sie mit Anträgen, Hannelsprung u. dergl. die ordnungsgemäße Arbeit des Parlaments untergräbt. HURRA !! Wir haben den Schuldigen !! Merkel, Seehofer, Kauder und Nahles wie auch alle Anderen aus CDU/CSU und SPD sind exkulpiert. Abr fehlt auch jegliche Zeit : das allumfassende Migrationsproblem wird bearbeitet. Wenn wir das dann demnächst dank der großartigen finanziellen Zusammenarbeit mit Erdogan und den afrikanischen Korruptionspotentaten "im Griff" haben, kommt dann in ein paar Jahren der Rest - in einem schwarzen oder roten oder braunen Deutschland. ALSO BÜRGER GEHT AUF DIE STRASSEN UND VERHINDERT "BRAUN" - "ROT" schafft sich selber ab : die Quadratur des Kreises ist also fußläufig gelöst !"
snafu-d 03.09.2018
5.
Verstehe ich nicht! Wir sind doch schon alle auf der Straße, endlich.... Nach letzter Zählung waren beim AfD-Trauemarsch 8.000 Teilnehmer, gegen mickrige 3.000 der "Zivilgesellschaft", was immer das sein mag. Und das wird noch mehr werden, und die Beliebtheit der AfD wird weiter steigen. Dan der Lügen von Politik und Medien ist das ganz unausweichlich.
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