Geheimoperation "Glotaic" CIA hatte direkten Zugriff auf deutsche Telekommunikation

Der US-Auslandsgeheimdienst konnte nach SPIEGEL-Informationen im Rahmen einer Geheimoperation direkt auf Telefonate aus Deutschland zugreifen. Der BND warnte intern vor einem "politischen Skandal", sollte die Aktion auffliegen.

CIA-Hauptquartier in Virginia (Archiv): Telefonate "direkt nach USA geroutet"
REUTERS

CIA-Hauptquartier in Virginia (Archiv): Telefonate "direkt nach USA geroutet"


Die Central Intelligence Agency (CIA), der Auslandsgeheimdienst der USA, hatte in einer Geheimoperation mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) direkten und möglicherweise ungefilterten Zugriff auf Telekommunikationsdaten aus Deutschland. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 37/2015
Das tödliche Geschäft der Schlepper-Mafia

Nach SPIEGEL-Informationen wurden in der Operation "Glotaic" zwischen 2004 und 2006 Telefon- und Faxverkehre des US-Anbieters MCI an dessen deutschem Standort Hilden überwacht. Dabei wurden die Audiodaten abgehörter Gespräche "direkt nach USA geroutet", damit "die Audiofunktion ohne Aussetzer funktioniert", wie es in einem vertraulichen Papier des BND heißt.

Bislang hatten BND-Mitarbeiter im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags angegeben, alle Gespräche seien vom BND gefiltert und geprüft worden.

"Schwerwiegende Risiken" für den BND

Auch in einem anderen Punkt widersprechen die Aussagen im Ausschuss den Informationen aus BND-Dokumenten. So hatte ein BND-Mitarbeiter gegenüber den Parlamentariern angegeben, sein Dienst habe für die gemeinsame Operation von der CIA "keine Technik erhalten". In einem schriftlichen Vermerk werden aber Rechner erwähnt, die den Deutschen von der CIA zur Verfügung gestellt wurden.

Nach dem offiziellen Ende von "Glotaic" warnte der BND intern vor einem "politischen Skandal", sollte die Geheimoperation auffliegen. In einem "Stammblatt" vom April 2008 schreiben die Verfasser von "schwerwiegenden Risiken" für den Nachrichtendienst, sollte zum Beispiel bekannt werden, dass die Operation nicht durch das G-10-Gesetz gedeckt gewesen sei, das Beschränkungen des Fernmeldegeheimnisses regelt.

Offiziell hatten BND und CIA nur die Kommunikation zwischen Teilnehmern im Ausland überwacht, die über MCI in Hilden lief. Allerdings seien durch eine Panne auch Strecken von "massiv deutschen Verkehren" überwacht worden, wie es in einer internen E-Mail heißt. Dafür wäre aber eine sogenannte G-10-Anordnung nötig gewesen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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Drohnenpilot 04.09.2015
1. Dank VoIP
braucht die NSA die Telekom nun nicht mehr dafür, sondern hört alles direkt ab. Das ist auch der Grund, warum wir alle zwangsumgestellt wurden.
M. Thomas 04.09.2015
2. Ja und?
Was jetzt? Was passiert denn jetzt? Fallen Merkel jetzt Zähne aus? Steht Obama mit Eselshut in der Ecke? Was denn? Gibt es irgendwo einen Aufstand? Besser noch: stört das hier irgendjemanden? Geht die Welt unter? Nur fröhlich weiter so! Wann installieren wir selbst Kameras in jedes Zimmer bei uns zuhause, damit die CIA keine Angst haben muss? Auf unsere Kosten? Oder in unsere Unterhosen? Stört das hier irgendjemanden? Irgendjemanden?
T.Ragnarson 04.09.2015
3. Lächerlich....
Wirkliche politische Skandale werden in Deutschland ausgesessen und/oder verlaufen sich im Sande, wenn sie den hiesigen schaltenden und waltenden Machthabern schaden könnten!
freekmason 04.09.2015
4.
"Der BND warnte intern vor einem "politischen Skandal", sollte die Aktion auffliegen." jede woche fliegt eine solche aktion auf, seit 2 jahren. es gibt keine skandale für die merkel-regierung, egal, was sie macht, merkel könnte das gg abschaffen, katzen grillen oder giftgas an putin liefern, der cdu/spd-wähler findet einen netten hosenanzug wichtiger als rechtsstaat, demokratie, freiheit und eine haltung.
in_peius 04.09.2015
5. Na und?
Wir doch eh wieder ausgesessen. Die Kanzlerin macht kurz -und tatenlos- auf Flüchtlingsfreundin, damit steigen die Werte und keiner nimmt ihr mehr die Absegnung der totalen Ausspähung krumm. De Maiziere wusste wieder von nichts, weswegen auch er aus dem Schneider ist (nach seiner eigenen Grammatik zumindest), hier schreiben wieder die üblichen fünf, sechs Bots, ob immer noch Sommerloch sei und alles bleibt beim Alten....
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