Sicherheitsalarm im Parlament Cyberangriff auf den Bundestag

Der Bundestag ist nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen Ziel eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte haben versucht, ins interne Datennetz des Parlaments einzudringen.

Reichstag in Berlin: Alarm im Datennetz
DPA

Reichstag in Berlin: Alarm im Datennetz

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Bislang unbekannte Täter haben nach Informationen von SPIEGEL ONLINE das interne Datennetz des Deutschen Bundestags attackiert. Wie Bundestagssprecher Ernst Hebeker am Freitag auf Anfrage bestätigte, seien "die IT-Systeme des Bundestags" Ziel eines elektronischen Angriffs geworden. Hebeker zufolge arbeiteten Experten der Bundestagsverwaltung und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) derzeit an der Analyse und Behebung des Problems.

Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen war IT-Spezialisten des Parlaments bereits vor mehreren Tagen aufgefallen, dass Unbekannte versuchten, ins interne Datennetz des Bundestags einzudringen. Offenbar wollten sich die Hacker Zugriff auf Informationen aus dem Computersystem verschaffen. Nahezu zeitgleich bemerkten auch Experten des Verfassungsschutzes im Cyberabwehrzentrum des Bundes den Spähversuch und warnten die Bundestagsverwaltung.

Inwiefern auch Datenspeicher mit hochsensiblen Informationen - etwa von Regierungsmitgliedern - von dem Angriff betroffen sind, war zunächst unklar. Bereits am Freitagvormittag hatten die IT-Abteilungen mehrerer Bundestagsfraktionen ihre Abgeordneten und Mitarbeiter über den "Sicherheitsvorfall" im Datennetz des Parlaments in Kenntnis gesetzt. Sicherheitshalber seien Teile des Bundestagssystems zeitweise heruntergefahren worden. Darunter fallen offenbar auch Laufwerke des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der BND/NSA-Spionageaffäre.

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wird der Vorfall von Spezialisten als schwerwiegend bezeichnet, auch Mitarbeiter des BSI seien vor Ort. Über die Urheber des Cyberangriffs lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.

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bold_ 15.05.2015
1. Das kann nur die FDP gewesen sein!
Die ist ja schließlich schnöde hinausgeworfen worden! Und jetzt halten die "Liberalen" ihren Parteitag ab und schmieden Rückkehrpläne. --> da muß man doch wissen, worauf man sich 2017 einlassen kann...
kilroy-was-here 15.05.2015
2. es gibt meiner Meinung nur eine verlässliche Firewall
Die unter Zusammenarbeit mit dem Mossad entwickelte FW-1 von Checkpoint. Die sämtlichen ein- und abgehenden Datenverkehr nach voreingestellten Berechtigungen regelt. Gleichzeitig Protokoll über den Verkehr führt. Dies nach Ländern, IP-Adressen Inhaber und Uhrzeit. Transparenter geht es nicht. Andenken kann man aber mittlerweile auch die Firewall von Huawei, wobei es ratsam ist abzuklären, ob nicht doch chinesische Hintertürchen offen sind.
silverhair 15.05.2015
3. Ach das waren nur die Lieben Freunde
Na ja, wer sollte sonst an diesem Müll interesse haben. Für die Bürger ist das sowiso unverständliches und sinnloses Kauderwelch was da geredet wird, und ausser unseren "Freunden" bei der NSA hat doch niemand wirkliches Interesse an Gesetzestexten und Co. Wirtschaftspionage ist da auch nicht zu betreiben, und Nato Unterlagen fallen da auch raus, also scheiden auch China+Russland aus! Kann also nur Freund NSA und BND sein! Ob es allerdings hilft das BSI einzuschalten? Immerhin sind über 80 % des BSI ehemalige Mitarbeiter des BND ...und für wenn der BND inzwischen arbeitet ist doch klar! Man sollte aich auch als Unternehmen nicht wundern warum das BSI über Spionage deshalb in der eigenen IT anlage noch nie was festgestellt hat ..die werden wohl kaum auf die Abhöreinrichtungen des BND hinweisen ..immerhin müssen diese ja vom BSI geschützt und geheim gehalten werden!
benn01 15.05.2015
4. .......
Das kann auch einer der 25000 Selektoren gewesen sein. Mit gutem Recht, wenn einer der Freunde mal wissen will, was der Freund des Freunds bei ihm abgesaugt hat.
gandhiforever 15.05.2015
5. So ein Zufall
Diese "Unbekannten" sollen wohl ablenken von den NSA-Selektoren.
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