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Cyber-Attacken in Deutschland: Eine Viertelmillion Identitäten in drei Monaten geklaut

Identitätsklau beim Online-Banking steigt: "250.000 Diebstähle in drei Monaten" Zur Großansicht
DPA

Identitätsklau beim Online-Banking steigt: "250.000 Diebstähle in drei Monaten"

Der Identitätsklau im Netz nimmt massiv zu. Ob bei Online-Shopping, Facebook oder Online-Banking, die Deutschen werden immer öfter bestohlen. Doch die meisten bemerken den Online-Einbruch viel zu lange nicht, erst nach fast einem Jahr.

Berlin - Den Deutschen wird von Kriminellen im Internet immer häufiger die Identität gestohlen. Davor hat der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI), Michael Hange, gewarnt. "In einem Vierteljahr haben wir jetzt 250.000 Identitätsdiebstähle registriert", sagte Hange der Nachrichtenagentur Reuters.

"Das ist eine sehr große Zahl. Betroffen ist nicht nur das Online-Banking, sondern auch der E-Commerce und soziale Netze." Meist nutzen Hacker dabei Kredit- oder Kommunikationsdaten, um Geschäfte über fremde Konten abzuwickeln.

Das BSI, das unter anderem für die Sicherheit des Regierungsnetzes und die Zertifizierung von IT-Sicherheitsprodukten zuständig ist, stelle zunehmend Bedrohungen für Bürger und Firmen im Internet fest, die oft viel zu spät entdeckt würden. "So erkennen nach einer Umfrage rund 50 Prozent der Benutzer erst nach 300 Tagen, dass ihr Computer infiziert wurde", sagte Hange.

Auch die Zahl der Cyber-Angriffe auf Regierungsstellen und Firmen nehme immer mehr zu. "Allein im Regierungsnetz zählen wir 2000 bis 3000 ungezielte und fünf gezielte Angriffe täglich." 2012 seien zudem 50 Versuche verhindert worden, Daten aus diesem Netz zu stehlen. "Das deutsche Regierungsnetz hat einen sehr hohen Sicherheitsstandard, der auch gegen die Angriffe von Nachrichtendiensten ausgelegt ist", sagte der BSI-Präsident mit Hinweis auf die Debatte um den US-Geheimdienst NSA.

Im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit mit der Wirtschaft habe das BSI zudem rund 60 Empfehlungen ausgesprochen, wie Firmen ihre eigene Sicherheit und die ihrer Kunden verbessern können. Regelmäßig werde eine Liste von Schwachstellen in gängiger Software veröffentlicht. "Aber die Hersteller haben nur zwei Drittel dieser Schwachstellen beseitigt. Ein Drittel ist immer noch offen und bietet Angreifern Einfallstore", kritisierte Hange.

Er verwies auf das britische Unternehmen Vodafone: "Seit Dezember 2012 weiß die Telekomfirma Vodafone von Schwachstellen bei Routern - dieses Einfallstor ist bis heute nicht geschlossen." Das Unternehmen verwies darauf, dass den betroffenen Nutzern älterer Router in einer Informationskampagne seit Dienstag explizit Lösungen angeboten würden.

mia/Reuters

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1. Schnelle Reaktion
j.vantast 07.08.2013
Zitat von sysopDPADer Identitätsklau im Netz nimmt massiv zu. Ob bei Online-Shopping, Facebook oder Online-Banking, die Deutschen werden immer öfter bestohlen. Doch die meisten bemerken den Online-Einbruch viel zu lange nicht, erst nach fast einem Jahr. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cyber-attacken-250-000-identitaeten-in-drei-monaten-geklaut-a-915409.html
Na, für so einen Konzern ist das doch schon eine schnelle Reaktion. Nur 8 Monate um Kunden zu informieren. Wozu auch informieren? Die Kunden zahlen doch auch so. Warum auch HTML 5 forcieren wenn man doch so schön von den Sicherheitslücken in Flash profitiert? Aber teilweise, und ich betone "teilweise", haben die User selber schuld. Seit Monden ungepatchte Systeme und ein völlig fehlendes Sicherheitsbewusstsein tragen ihren Teil dazu bei das Angreifer es leicht haben.
2. Routerzwang der Anbieter untersagen!
Coldfinger 07.08.2013
Das Beispiel Vodafone zeigt, wie leicht es ist, massenhaft Kunden eines Providers abzuschöpfen, wenn man deren Technologie hacken kann. Umso skandalöser ist die ausufernde Praxis der Provider, den Einsatz ihrer Router zwingend vorzuschreiben und separat gekaufte Geräte anderer Anbieter explizit auszuschließen.
3. Wth ?
mastermatter 07.08.2013
oder auf deutsch: Was zur Hölle ? Seit Dezember 2012 ist diese Schwachstelle bekannt und im August (sind ja nur 9 !! MONATE vergangen ...) bietet VF seinen Kunden eine "Informationskampage" ? Wäre ich ein betroffener Vodafone Kunde (ich wollte es sogar werden...) würde ich versuchen das als Sonderkündigungsgrund zu nutzen. Glücklicherweise wurde ich ja wegen der Info durch das BSI gar kein VF Kunde...
4. Das BSI...
Hungersson 07.08.2013
sollte mal lieber den eigenen Laden und die Behörden dicht machen. Schlaue Tips für Bürger, während unsere Behörden täglich persönliche Daten ungesichert in alle Welt pusten ist schon lächerlich. Untersucht doch mal das IT_Sicherheitkonzept der "neuen GEZ". Die haben aktuell die grösste Datensammlung in Deutschland und sind gesichert wie ein Scheunentor. Aber erstmal sammeln....
5. Ich habe
Foul Breitner 07.08.2013
Zitat von sysopDPADer Identitätsklau im Netz nimmt massiv zu. Ob bei Online-Shopping, Facebook oder Online-Banking, die Deutschen werden immer öfter bestohlen. Doch die meisten bemerken den Online-Einbruch viel zu lange nicht, erst nach fast einem Jahr. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/cyber-attacken-250-000-identitaeten-in-drei-monaten-geklaut-a-915409.html
da kein Problem. Wenn ich ein buch kaufen möchte, gehe ich zum buchhändler und wenn ich was zu zahlen habe, male ich einen Überweisungsträger und trage den per pedes zur Bank und lasse mir einen Stempel drauf machen. Fertig. Facebook brauche ich nicht. Ich habe eine Tür, einen Briefkasten, ein Telefon, ein Handy, ein Faxgerät und eine Mailadresse. Wer mich erreichen will, erreicht mich, um die anderen ist es schad.
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