Angriff auf Bundestagsnetz Cyberattacke ähnelt mutmaßlichem Geheimdienstangriff im Vorjahr

Wer ist für den Cyberangriff auf das Netzwerk des Deutschen Bundestages verantwortlich? Ermittler sehen nach SPIEGEL-Informationen Parallelen zu einem Fall aus dem vergangenen Jahr.

Reichstagsgebäude (hinter Bauzaun): Geheimdienst-Angreifer vermutet
DPA

Reichstagsgebäude (hinter Bauzaun): Geheimdienst-Angreifer vermutet


Bei der Cyberattacke auf das Datennetz des Deutschen Bundestags verdichten sich Hinweise, dass die Spähaktion von einem Geheimdienst initiiert wurde. Sicherheitsexperten stellten Parallelen zu einem Cyberangriff auf deutsche Datenleitungen aus dem Jahr 2014 fest, hinter dem ebenfalls ein feindlicher Nachrichtendienst vermutet wird. Das berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Heft 23/2015
Das System Blatter

Erstmals aufgefallen war die aktuelle Attacke, als Anfang Mai zwei Bundestagsrechner versuchten, einen Server in Osteuropa anzuwählen, der als Plattform für Wirtschaftsspione und organisierte Kriminelle im Visier von Geheimdiensten steht. Die beiden mit Schadsoftware infizierten Rechner befanden sich in den Räumen der Unions- und der Linksfraktion. Bis Donnerstag entdeckten IT-Experten weitere befallene Bundestagsrechner, die sofort vom Netz genommen wurden. Mittlerweile steht auch fest, dass tatsächlich Daten abgezweigt wurden.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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insgesamt 16 Beiträge
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fs123 30.05.2015
1. Parteien, Abgeordnete, Presse ...
Warum bekommt man so wenig Informationen? Eigentlich müssten die Parteien und Abgeordneten auf die Barrikaden gehen: es geht um Ihre Arbeit. Es geht direkt um die Demokratie. Warum passiert das nicht? Eigentlich müsste die Regierung massive Maßnahmen ergreifen: es geht um Informationen aus dem Kanzleramt. Warum passiert nichts? Eigentlich müsste die Presse intensiv nachforschen und Politiker, Regierung interviewen. Warum hört man so wenig?
Namen werden überbewertet 30.05.2015
2. @fs123
"Warum bekommt man so wenig Informationen?" Weil niemand nachfragt. "Eigentlich müssten die Parteien und Abgeordneten auf die Barrikaden gehen: es geht um Ihre Arbeit. Es geht direkt um die Demokratie. Warum passiert das nicht?" Ach was, die Ausspäher sind doch unsere Freunde. Die tun nichts, die wollen nur gucken. "Eigentlich müsste die Regierung massive Maßnahmen ergreifen: es geht um Informationen aus dem Kanzleramt. Warum passiert nichts?" Och nö, dann runzelt der Obama wieder so böse die Stirn. Was soll der Stress? "Eigentlich müsste die Presse intensiv nachforschen und Politiker, Regierung interviewen. Warum hört man so wenig?" Weil es sich bei der Presse um gewinnorientierte Unternehmen handelt (soll keine Kritik sein), die das schreiben, was die Leute lesen wollen. Gefühlte 98% der Deutschen glauben, nichts zu verbergen zu haben und interessieren sich außerdem nur für Fußball gucken, Auto fahren und billig, billig, billig.
derwahredemokrat 30.05.2015
3. Was hat das mit Demokratie und Arbeit zu tun?
Die Abgeordneten sind nicht demokratisch gewählt, sie wurden von ihrer Partei eingesetzt (die mehr oder weniger demokratisch gewählt wurde), mit wenigen Ausnahmen. Und arbeiten ist etwas, das Abgeordnete nicht machen. Sie halten die Hand auf und zocken die Bürger ab - gut, kann man Arbeit nennen. Grundsätzlich gilt: Was Parlamenten und Abgeordneten schadet, ist gut für den Bürger.
Kaworu 30.05.2015
4.
Ui, ui, der angewählte Server steht in Osteuropa - ist es nicht vielleicht doch ein Proxy, der seine Daten anschließend ins amerikanische Utah weiterleitet? ;) Aber wir sind ja Freunde und unter Freunden spionieren, das geht ja mal garnicht.
einzigerwolpertinger 30.05.2015
5. Der Server steht in Osteuropa
Da, wo die USA auch ihre geheimen Foltergefängnisse hatten? Oder gar vielleicht in einem solchen? Während der BND von der NAS noch mit subalternen Such- und Bastelarbeiten beschäftigt wird, sind andere Länder offenbar schon im Neuland angekommen.
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