Umgang mit Hackerangriffen Innenministerium und BSI planen "Cyberwehr"

Das Innenministerium will deutsche Unternehmen besser gegen Onlineattacken schützen - mit einer Art freiwilligen Feuerwehr. Damit der Ansatz funktioniert, sollen Firmen ihre Experten bereitstellen.


Der Bund will einem Bericht zufolge eine Art freiwillige Feuerwehr gegen Cyberangriffe aufbauen. Das Innenministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hoffen auf Unternehmen, die sich daran beteiligen, wie "Zeit Online" unter Berufung auf einen internen Konzeptentwurf berichtet. Ziel sei es demnach, dass die Firmen ihre IT-Fachkräfte dafür kostenlos ausleihen.

Das Innenministerium arbeitet seit einiger Zeit am Umbau der deutschen Sicherheitsinfrastruktur. Ziel ist es, besser auf Angriffe aus dem Netz reagieren zu können.

Die "Kooperationsvereinbarung Cyberwehr", die auch bei "Netzpolitik.org" veröffentlicht wurde, solle Teil dieses Konzeptes sein, schreibt "Zeit Online". Unter dem Projektnamen "Cyberwehr" werden derzeit "Überlegungen angestellt, wie man Fachleute aus der Wirtschaft zur Unterstützung der im BSI geplanten Mobile Incident Response Teams (MIRT) einbinden kann", heißt es demnach in dem Konzept.

Die Idee folgt der freiwilligen Hilfe, wie sie auch bei der Feuerwehr greift. Für Unternehmen, die Angestellte für die Cyberwehr und damit für die Unterstützung anderer, von Angriffen betroffenen Firmen freistellen, sei aber anders als bei der Feuerwehr keine Kostenkompensation vorgesehen.

Außerdem will sich das BSI offenbar vorbehalten, den angegriffenen Unternehmen nicht in jedem Fall mitzuteilen, wo ihr Problem lag. Informationen über den Angriff würden nur zur Verfügung gestellt, "soweit dem keine sicherheitsrelevanten Gründe entgegenstehen", heißt es in der Kooperationsvereinbarung.

mbö/AFP



insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
betonklotz 06.10.2016
1. Keine Kostenkompnsation und im Ernstfall keine Information.
Wer sollte sich daran freiwillig beteiligen?
lino.m.ventura 09.10.2016
2. @1
Es geht ja darum die besagten Firmen zu schützen also macht es durchaus Sinn sie zu beteiligen
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