Her mit meinen Daten!

Von Markus Böhm, Angela Gruber und Judith Horchert


Was wissen Facebook und Netflix über mich? Und welche Daten speichern Onlinehändler über die Jahre? Die Datenschutz-Grundverordnung gibt Nutzern neue Auskunftsrechte. Wir haben den Test gemacht.

Eine Kita in Nordrhein-Westfalen schenkt Kindern ein Fotoalbum als Erinnerungsstück, aber die Gesichter der Kinder sind alle geschwärzt. Lehrer einer Düsseldorfer Grundschule müssen plötzlich wieder alle Zeugnisse von Hand schreiben. Eine Tanzlehrerin macht aus Angst vor Abmahnungen die WhatsApp-Gruppe für alle Teilnehmer dicht.

Seitdem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai dieses Jahres zur Anwendung gekommen ist, herrscht vielerorts in Deutschland Verunsicherung. Denn die neuen Datenschutzregeln der EU gelten nicht nur für Facebook, Amazon oder Google, sondern für alle, die mit Daten anderer zu tun haben. Auch Vereine und Blogger müssen sich Gedanken machen, ob sie DSGVO-konform handeln.

Eine Meinung zur DSGVO hat fast jeder Bürger, wie unsere Videoumfrage zeigt:

Doch auch wenn der Start der Regeln holprig war, und viele Nutzer von der Flut an DSGVO-Mails im Postfach genervt waren: Mit der neuen Verordnung haben die Nutzer mehr Rechte bekommen. Zum Beispiel müssen Firmen auf Anfrage verraten, welche personenbezogenen Daten sie gespeichert haben.

Was bringt das den Nutzern? Welche Daten haben die Konzerne wie Facebook, Netflix oder Amazon über die Jahre überhaupt gesammelt? Drei Redakteure berichten, welche Erkenntnisse ihnen der Blick auf die eigenen Daten brachte.

Teil 1

Was weiß Facebook über mich?


Netzwelt-Redakteurin Angela Gruber

Anstupser verteilen? Diesem Unsinn habe ich mich in meinen mittlerweile acht Jahren auf Facebook verweigert. Das erfahre ich in einem Unterordner namens "andere Aktivitäten". Er ist Teil meines Datenauszugs von Facebook, den ich angefordert hatte. Was hat sich Facebook über all die Jahre sonst noch so gemerkt von meinem Onlineleben?

Ich suche die Antwort in 1679 Dateien, verteilt auf 773 Ordner. Auch wenn der Glanz der Plattform für mich längst verblasst ist: Kein soziales Netzwerk begleitet mich länger als Facebook. Und für einige Jahre, ich war mitten im Studium, war Facebook tatsächlich Chronist meines digitalen Lebens.

Eine fehlende Facebook-Mitgliedschaft war für mich damals in etwa gleichbedeutend mit einem Leben als Waldschrat in einer Höhle. Die Facebook-Suche wusste besser als meine Freundinnen, wen ich gerade interessant fand. Eine WG-Party ohne Facebook-Veranstaltung zu feiern, war ein eigenartig umständlicher Gedanke.

Heute ist Facebook für mich in die Rolle einer nervigen Großtante gerutscht. Weil ich Facebook nichts mehr zu sagen habe, versucht das Netzwerk, mich mit gefühlt immer rabiater werdenden Methoden zurückzuzerren. Hier, dieses Foto hast du vor genau fünf Jahren gepostet. Irgendeine Freundschaft feiert Jubiläum.

Heute ist das Netzwerk für mich vor allem noch wegen einiger Gruppen wichtig - und um zu sehen, wer Geburtstag hat. Mein Weg hinab in die Tiefen meiner Facebook-Daten fühlt sich daher vor allem wie ein Nostalgietrip an.

Mein Facebook-Konto eröffne ich an einem Montag, es ist der 14. Juni 2010. Ich stehe kurz vor dem Beginn meines Auslandssemesters in den USA und möchte auf Facebook nach meiner US-Mitbewohnerin suchen. Ich sehe ihr Foto und versuche mir auszumalen, wie sie wohl so ist. In den USA wird sich zeigen: Sie ist fantastisch, und bald versuche ich, so wie sie zu klingen beim Sprechen.

Die letzte Nachricht von ihr, auch das sagt mir mein Facebook-Datensatz, ist aus dem März 2012. "How about you? Let's skype soon! I would love to see you! Love you!!!!", schreibt sie mir. Ich habe offenbar nie geantwortet, stelle ich wehmütig fest. Facebook verbindet dich mit der ganzen Welt, hieß es früher oft. Am immer schleppender werdenden Verlauf unserer Unterhaltungen auf Facebook sehe ich, dass die technische Möglichkeit allein nicht alles ist.

Laut Facebook-Datensatz interessiere ich mich angeblich für Barthaar, Design und E-Gitarre - und die großen Ls: Leben, Liebe, Lifehack, Löwe. Ähnlich seltsame Werbe-Attribute kann man bei Facebook aber nicht erst seit der DSGVO nachsehen, auch einen Daten-Download gab es schon vorher.

Cat-Content funktioniert: Grubers Beitrag mit den meisten Likes im Jahr 2017

Ein bisschen gruselig ist es schon zu sehen, dass Facebook sich an wirklich jede meiner Aktionen erinnert, jeden Like, jede noch so nichtige Nachricht, jeden gelöschten Freund. Als ich auf den vielversprechend klingenden Ordnernamen "About You" - Über dich - klicke, erwarte ich, endlich die Datenschutz-Sauereien zu sehen, die ich insgeheim suche. Dinge, die Facebook niemals über mich gespeichert haben dürfte, die das Netzwerk aber dennoch weiß. Ich bekomme stattdessen eine magere Zeile: "Am Anfang des Erwachsenenlebens".

Während ich meine Daten durchforste, taucht ein Gedanke auf: Mehr als in diesen 773 Ordnern steht, weiß Facebook gar nicht über mich? Doch so einfach ist es nicht.

Schließlich zeigt der Auszug nur die Daten, die Facebook laut DSGO herzeigen muss. Aber das Netzwerk kennt zum Beispiel auch meine Browserverläufe und Standorte. Die 773 Ordner voll mit meinem Facebook-Leben sind nicht alles, was Facebook über mein Leben weiß.

Was ist die DSGVO? Dieses Video erklärt es in 80 Sekunden:

Teil 2

Was weiß Netflix über mich?


Netzwelt-Redakteur Markus Böhm

455 PDF-Seiten lang ist Netflix' Antwort auf meine Datenabfrage. Nachdem ich mich per Ausweiskopie identifiziert hatte, schickte mir der Streamingdienst einen Haufen Tabellen. Darin: jedes Video, das seit Oktober 2014 jemals über meinen Account gestartet wurde, von "Pastewkas Weihnachtsgeschichte" über die Doping-Doku "Ikarus" bis zum "Denver-Clan"-Trailer. Alle vier Profile des Accounts sind im PDF vertreten, darunter das meiner Schwester und das meiner Freundin.

Netflix ist ein eifriger Protokollant: Aufgeführt sind etwa unsere Sucheingaben wie "blau" oder "black" sowie Infos, auf welchem Gerät geschaut wurde und wie lang der Nutzer dranblieb. Das Unternehmen weiß so nicht nur, bei welcher Folge ich aus welcher Serie ausgestiegen bin, sondern sogar bei welcher Szene.

Bereitet man meine Profildaten grafisch auf, zeigt sich, wie ich Netflix tatsächlich nutze. So zähle ich True-Crime-Dokus zu meinen Lieblingsformaten, viel öfter geschaut habe ich aber Comedy-Serien.

Am längsten lief das L.A.-Drama "Californication" - mehr als 38 Stunden, rückblickend eine Verschwendung von Lebenszeit. Die Serie war unterhaltsam, drehte sich aber letztlich nur im Kreis sowie natürlich um die Bettgeschichten von Hank Moody. "Guilty Pleasure", könnte man sagen.

Insgesamt habe ich mit meinem Profil 20,5 Tage meines Lebens Netflix geschaut. Wie lang ich noch woanders mitguckte, wird nicht erfasst. Knapp 500 Stunden ist viel, aber weniger, als ich erwartet hätte. Mit Videospielen und Audio-Podcasts habe ich parallel locker ähnlich viel Zeit verbracht.

Diverse Serien habe ich aber auch jenseits von Netflix verfolgt, "Lost" und "Game of Thrones" etwa, 90 und 67 Stunden lang. Und ich hatte vor meinem deutschen Netflix-Account schon einen amerikanischen.

Am intensivsten habe ich Netflix 2015 genutzt, 2016 wurde das dann weniger, 2017 erneut. Im Dezember schaffte ich es noch einmal auf 35 Monatsstunden, ein Wert, zu dem mich eine Kollegin fragte: "Hattest du da Urlaub?" Nicht ganz, ich war eine Woche krankgeschrieben.

Dank der Zahlen aus der Abfrage kann ich erstmals realistisch einschätzen, was meine Mitnutzer und mich eine Stunde Netflix kostet: ungefähr 16 Cent pro Stunde. Dabei sind alle vier Profile eingerechnet, von denen zwei mehr schauen als ich und eins viel weniger. Ein fairer Preis, finde ich.

Dass Netflix Daten zur Nutzungsdauer nur auf diesem Weg herausgibt, finde ich schade (welche Titel man geschaut hat, kann man sich ohne Längenangaben immerhin unter "Konto - Titelverlauf" anschauen). Ich kann es aber nachvollziehen: Merkt jemand, dass er zu viel Netflix schaut oder mit Blick aufs Geld zu wenig, überlegt er sich das mit dem Abo vielleicht noch mal.

Überrascht, dass Netflix so viele Daten sammelt, war ich nicht: Angesichts all der Berichte über seinen Algorithmus, wäre ich fast enttäuscht, würde es etwa meine Bewertungen irgendwann vergessen. Und solange mich Netflix beim Schauen nicht noch per Kamera beobachtet, komme ich mit der Datensammlung klar.

Eins sollte die Firma aber nicht tun: Sich über Nutzungsarten lustig machen, die es mit seinem Flatrate-Angebot nahelegt, wie im Dezember 2017 geschehen.


Richtig interessant werden meine Daten für Netflix letztlich erst in Kombination mit denen anderer Nutzer: Dass ein Trailer mies ist, dass ein Horrorfilm zu gruselig ist, zeigt sich der Firma erst dann, wenn nicht nur ich ihn abbreche, sondern Tausende andere auch. Aber dann weiß sie es.

Fiel es mir schwer, meine Netflix-Daten zu veröffentlichen? Nicht wirklich. Als ich die Daten meinen Kollegen zeigte, legte ich nur Wert darauf, dass "Good Morning Call" zwar mit meinem Profil angefangen, aber nicht von mir so lange geschaut wurde.

Anders ist das Ganze bei Spotify, wo man sich ähnliche Daten selbst herunterladen kann: Hier wurde gespeichert, welche Songs ich in den letzten 90 Tagen gesucht und gehört habe - und allein in diesem Zeitraum kam bei mir mehr "Guilty Pleasure" zusammen als in vier Jahren Netflix. Keine weiteren Fragen, bitte.

Teil 3

Was wissen Onlinehändler über mich?


Netzwelt-Ressortleiterin Judith Horchert

Was sollen sie bei Zalando schon von mir wissen, dachte ich mir. Anders als viele Deutsche bestelle ich Kleidung und Schuhe nur selten im Internet. Lieber probiere ich an und lege Nichtpassendes schlicht zurück, anstatt es wieder verpacken und dann zur Post laufen zu müssen. Meine Adresse, Kreditkartennummer und Schuhgröße, so viel mehr kann bei Zalando eigentlich nicht herumkommen.

Die Anfrage habe ich testweise von meiner Arbeits-Mailadresse verschickt und bekomme prompt die Antwort einer Mitarbeiterin. Aus Datenschutzgründen antworte sie doch lieber an die Mailadresse, die sie von mir im Zalando-System vorliegen hätten.

Ungefähr drei Wochen später schickt Zalando mir zwei Links. Sofort logge ich mich ein und sehe den Datensatz durch, den mir Zalando 30 Tage lang zur Verfügung stellt.

Ich bin überrascht: In der sehr kurzen Liste meiner Bestellungen begegnet mir ein Umstandswintermantel und ein Stilloberteil. Nicht, dass ich vergessen hätte, dass ich mal schwanger war. Aber ich hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass es eben sehr wohl eine Phase gab, in der ich lieber online eingekauft habe als im Laden. Genauso wenig konnte ich mich an die konkreten Kleidungsstücke erinnern.

Zalando weiß also wohl auch, dass ich mal schwanger war - und wann. Und noch einen Posten hatte ich völlig vergessen: einen größeren Geschenkgutschein, den ich nicht für mich, sondern für jemand anderes gekauft hatte.

Um das zu erfahren, hätte es allerdings keine DSGVO gebraucht. "In Ihrem Kundenkonto können Sie die meisten Daten, die wir zu Ihrer Person gespeichert haben, jederzeit überprüfen und bearbeiten", heißt es in der E-Mail von Zalando. Stimmt. Die Sache ist nur: Das mache ich nie.

Gerade bei Diensten, die ich selten oder nicht mehr nutze, habe ich nicht einmal eine grobe Vorstellung davon, was sie über mich gespeichert haben könnten.

Ich habe beispielsweise noch ein altes Yahoo-Konto, und nachdem ich meine DSGVO-Abfrage an Oath - wozu Yahoo mittlerweile gehört - geschickt habe, konnte ich im Voraus nicht einmal sagen, ob die eigentlich wissen, wie alt ich bin. Auflösung nach einigen Wochen: Sie wissen es. Und nicht nur das.

Inzwischen habe ich auch Amazon gebeten, mir doch bitte alles zu schicken, was sie über mich gespeichert haben. Das dürfte wesentlich mehr sein als bei Zalando. Und wohl ähnlich überraschend für mich, wie schon ein Blick in mein Nutzerkonto zeigt: 2012 habe ich offenbar eine David-Garrett-CD gekauft? Für wen bitte?

Amazon habe ich vieles anvertraut. Die Adresse meiner Mutter und die meines Patenkindes und wofür ich ein Ratgeberbuch gebrauchen könnte. Auch, welche Spielkonsole in unserem Wohnzimmer steht oder die Mützengröße meines Kindes.

Das habe ich freiwillig preisgegeben, wissend, dass sich dadurch ein riesiger Datensatz entwickelt. Die Netzaktivistin Katharina Nocun hatte bereits vor längerer Zeit bei Amazon um ihre Nutzerdaten gebeten: Daraufhin hatte sie eine umfangreiche Aufstellung erhalten, mit etlichen Informationen über jeden einzelnen Klick, der von Amazon protokolliert wurde.

Na und?, könnte man nun sagen: Was ist dabei, wenn Firmen unsere Geburtstage, Adressen und Interessen kennen, die wir ihnen selbst anvertraut haben? Datenschützer treffen immer wieder auf Unverständnis, wenn sie vor Datensammelwut warnen. Wer wann welches Oberteil gekauft hat, sei doch kein Geheimnis, man habe schließlich nichts zu verbergen. Und wer, so die häufige Frage, soll bitte ernsthaft harmlose Datenberge zusammenführen und auswerten?

Kein Mensch. Das ist ziemlich sicher. Aber Software kann sekundenschnell jeden Datenberg bezwingen, und wenn sich schon niemand das Ergebnis ansehen mag, dann kann vielleicht eine künstliche Intelligenz etwas damit anfangen. Doch was? Vielleicht soll sie mir passende Kaufvorschläge machen und persönliche Werbung einblenden. Vielleicht soll sie aber auch irgendwann für eine Versicherung ein Risiko abschätzen. Vielleicht kann ja eine KI demnächst der Polizei auch bei Fahndungen helfen. Schlimmstenfalls füttert sie eines fernen Tages ein Social-Credit-System wie in China mit ihrem Wissen über mich.

Wo Daten anfallen, können sie missbraucht werden. Sie können abhandenkommen, in falsche Hände geraten, zu anderen Zwecken genutzt werden als geplant. Wer will vorhersagen, wie Informationen über uns, die wir selbst schon heute vergessen haben, in ein paar Jahrzehnten behandelt werden?

Die Wahrheit ist: Ich habe keine Ahnung und erst recht keine Kontrolle. Und Sie auch nicht. Vielleicht ist es jetzt an der Zeit, das zu ändern.

Und jetzt Sie: So kommen Sie an Ihre Daten

Die DSGVO gibt Nutzern das Recht, von Firmen eine Aufstellung aller über sie gespeicherten Informationen anzufordern. Man kann auch um die Löschung von Daten bitten.

Wie die Daten aufbereitet sind, ist ganz unterschiedlich. Manche Firmen schicken einen Datensatz per E-Mail, andere per Brief. Und wieder andere antworten mit einem Link zu einem bestimmten Profil-Bereich. Geantwortet muss binnen eines Monats, die Frist kann aber auch noch verlängert werden. Anfragen kann man beispielsweise per E-Mail. Große Unternehmen bieten auch ein entsprechendes Onlineformular an.

So kommen Sie bei ausgewählten Internetdiensten an Ihre Daten:

Amazon: Auf dieser Support-Seite können Kunden ihre Anfrage starten, dazu müssen Sie im Bereich "Digitale Dienste" das Thema "Datenauskunft beantragen" wählen.

Apple: Wer Apple-Dienste nutzt, kann sich auf dieser Seite per Apple-ID anmelden und eine Kopie seiner Daten anfordern. Dort können Nutzer ihr Konto auch löschen oder deaktivieren und falsche Daten korrigieren lassen.

Facebook: Unter diesem Link können Nutzer des sozialen Netzwerks ihre persönliche Datenkopie herunterladen. Ähnliche Funktionen bieten auch die Facebook-Töchter WhatsApp und Instagram.

Google: Nutzer können sich hier eine Kopie Ihrer Daten als Zip-Datei erstellen lassen. Weitere Privatsphäre-Einstellungen lassen sich hier vornehmen.

Microsoft: Der Konzern stellt hier eine zentrale Seite zur DSGVO.

Netflix: Kunden des Streamingdienstes können über diesen Link erfahren, wie Sie ihre Anfrage starten.

Impressum


Autoren: Markus Böhm, Angela Gruber und Judith Horchert

Illustration und Animation: Sebastian Bremer, Tim Verhaert

Fotos: Joy Kröger

Videoumfrage: Carolin Katschak, Charlotte Schönberger

Erklärvideo: Marco Kasang (Autor); Lorenz Kiefer, Alexander Epp, Roman Höfner (Animation)

Grafik: Leonie Bossemeyer, Marcel Pauly

Programmierung: Chris Kurt