Datenschutz im Web Wie Sie sich vor Google verstecken

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REUTERS

2. Teil: Interessenbasierte Werbung ausschalten


Es gibt im Web kaum einen Blog, kaum eine kommerzielle Web-Seite, auf der nicht etwas Geld mit Google-Anzeigen verdient wird. Nebenbei sammelt jede dieser eingebundenen Google-Anzeigen Daten für den Werbekonzern - auch auf Seiten, über denen gar nicht "Google" steht.

Google macht daraus kein Geheimnis. Wer die Datenschutzbestimmungen zum Anzeigensystem liest, erfährt dort, wie das Werbesystem funktioniert:

"Wenn Sie Websites besuchen, die mit uns zusammenarbeiten, oder Google-Websites, die das DoubleClick-Cookie verwenden (z. B. YouTube), kann Google das DoubleClick-Cookie in Ihrem Browser setzen, um Informationen zu der Art der besuchten Seiten oder zu den angezeigten Inhalten zu sammeln. Auf Basis dieser Informationen weist Google Ihrem Browser relevante Interessenkategorien zu und verwendet diese Kategorien zur Schaltung interessenbezogener Anzeigen. Falls Sie beispielsweise häufig Reise-Websites besuchen, kann Google mehr Anzeigen zum Thema Reisen schalten."

Google versichert, die Informationen nicht mit persönlichen Daten zu verknüpfen. Das heißt: Google weiß, dass die Nutzer oder der Nutzer eines Browsers auf einem Rechner bestimmte Seiten aufrufen. Wer diese Nutzer nun im Einzelnen sind, weiß Google aber nicht. Ein derart anonymes Protokoll wäre bei einer einzelnen Website kein Problem. Bedenklich ist das bei Google allerdings, weil es im Web so viele Seiten gibt, die Google-Werbung schalten und dadurch Daten für Google sammeln. Deshalb dürfte das Surfprotokoll bei aller Anonymität manchem Nutzer unheimlich sein.

Man kann die Überwachung abschalten. Google nutzt Cookies, um die Seitenaufrufe dem genutzten Rechner zuzuordnen. Über Cookies kann man geteilter Meinung sein - viele Web-Angebote nutzen dieses Werkzeug, auch SPIEGEL ONLINE. Die kleinen Textdateien machen Notizen über Ihr Surfverhalten, über auf bestimmten Web-Seiten gewählte Einstellungen und Präferenzen und darüber, welchen Funktionalitäten einer Seite Sie zugestimmt, welche Sie abgelehnt haben.

Google bietet mehrere Wege, das zu unterbinden:

  • Mit einem Klick auf dieser Seite deaktivieren Sie die interessenbasierte Werbung.
  • Auf dieser Seite der Google-Tochter DoubleClick kann man mit einem Klick auf "Ad Cookie Opt-Out" den entsprechenden Cookie deaktivieren.
  • Beide Methoden setzen aber lediglich einen neuen Deaktivierungs-Cookie. Das bedeutet: Sobald man den Cookie-Speicher löscht, weiß der Browser auch nicht mehr, dass man das Google-Werbeprotokoll deaktiviert hat. Wer seine Cookies oft löscht, kann Googles Werbe-Protokoll mit diesem Plugin für Firefox und Internet Explorer für immer deaktivieren. Deaktivierungsanleitungen für andere Browser gibt Google hier.

Forum - Wie schützt man sich vor Datensammlern?
insgesamt 241 Beiträge
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Seite 1
tapuzim 07.12.2009
1.
Zitat von sysopGoogle sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
1. Zugang zum Internet über OpenDNS. 2. Restriktive Firewall 3. Antivirus 4. Private Browsing 5. Keine persönlichen Daten in's Internet
schniggeldi 07.12.2009
2.
Zitat von tapuzim1. Zugang zum Internet über OpenDNS. 2. Restriktive Firewall 3. Antivirus 4. Private Browsing 5. Keine persönlichen Daten in's Internet
Alles gut - und nur so lange sinnvoll, wie man nicht gleichzeitig munter mit einer Rabattkarte (Happydigits, Payback und wie sie alle heißen) einkauft. Somit leider für Millionen von Menschen unwichtig.
m*sh, 07.12.2009
3. Um Himmesl willen
Zitat von schniggeldiAlles gut - und nur so lange sinnvoll, wie man nicht gleichzeitig munter mit einer Rabattkarte (Happydigits, Payback und wie sie alle heißen) einkauft. Somit leider für Millionen von Menschen unwichtig.
Nein, man sollte *gar nichts* im Internet kaufen. Informieren ja, aber nix kaufen. Und statt google einfach scroogle.org verwenden. Da hat man die gleichen Sucheregbnisse wie bei google hinterlaesst mit seiner Anfrage aber keine Spur dort.
m*sh, 07.12.2009
4. bloede Frage
Zitat von tapuzim1. Zugang zum Internet über OpenDNS. 2. Restriktive Firewall 3. Antivirus 4. Private Browsing 5. Keine persönlichen Daten in's Internet
Bloede Frage: Was hat OpenDNS mit der Datensammelwut von google zu tun oder gar mit dem vermeiden personalisierter Werbung? Was hat eine restriktive Firewall mit der Datensammelwut von google zu tun oder gar mit dem vermeiden personalisierter Werbung? Die gleiche Frage stellt sich fuer Punkt #3. Was genau soll private Browsing sein? Und Punkt 5 sollte fuer internetnutzer selbstverstaendlich sein, hat aber auch nix mit google zu tun. Denn die Speichern ja Suchanfrage und IP (wenn man cookies abgeschaltet hat) und das tun sie auch in allen Faellen von 1-5, die du hier angegeben hast. Am besten: google nicht benutzen.
gnutz, 07.12.2009
5. Die Antwort ist einfach ...
Zitat von sysopGoogle sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
Ein Satz statt 8 Seiten Tipps hätte auch gereicht: Google (Google Suchmaschine, GMail, Earth etc.pp.) einfach nicht nutzen
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