Datenschutz im Web Wie Sie sich vor Google verstecken

Google sammelt mehr Informationen über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar ohne Zustimmung der User "personalisiert". SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Sie sich der Datensammelwut des Konzerns entziehen können.

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Seit Montag protokolliert Google Ihr Suchverhalten auch dann mit, wenn Sie keinen Google-Account haben. Jede Suchanfrage wird gespeichert, 180 Tage lang. Verbunden mit der IP-Adresse und der Kennung Ihres Browsers - also nicht mit Ihrem Namen. Den kennt Google nur, wenn Sie auch noch eine entsprechende Google-Mail-Adresse oder für andere Online-Anwendungen einen Google-Account eingerichtet haben. Ist das der Fall, weiß der Konzern ohnehin sehr viel darüber, was Sie online tun - und zwar ohne Zeitbeschränkung.

Und wenn Sie auch noch eine Google Toolbar installiert haben sollten, speichert Google nicht nur alles, wonach Sie je gesucht haben und alle Suchergebnis-Links, die Sie je angeklickt haben, sondern auch noch alles andere, was Sie mit ihrem Browser machen. Auch nachts, wenn Ihr Ehegatte schon schläft zum Beispiel.

Google ist fraglos sehr nützlich - aber auch enorm neugierig.

Wer einen Google-Account hat, bekommt auch jetzt schon "personalisierte" Suchergebnisse - das erkennt man daran, dass rechts am Rand der Ergebnisseite, direkt über dem blauen Trennstreifen, ein Link namens "Anpassungen anzeigen" erscheint. Wenn der da steht, beobachtet Google, wonach Sie suchen - und modifiziert die Ergebnisliste entsprechend.

Wer zuerst darauf und dann auf "Webprotokoll verwalten" klickt, kann auch Ihre Suchgeschichte einsehen - auch das Töchterchen, für das Sie eben ein Geburtstagsgeschenk gekauft haben. Sofern der Browser in Ihren Google-Account eingeloggt ist.

Nun also gibt es eine neue Ankündigung: Auch die Suchanfragen von nicht bei Google angemeldeten Nutzern werden jetzt gespeichert, um ihnen "dabei zu helfen, bessere Suchergebnisse zu bekommen", wie es in einem Google-Blog-Eintrag heißt. Letztlich geht es aber um etwas anderes: Je mehr der Konzern über seine Nutzer weiß, desto präziser kann er sie mit Werbung versorgen.

Man muss bei alldem nicht mitmachen. Google gibt jedem Nutzer - auch solchen, die einen Google-Account benutzen - die Möglichkeit, das Beobachten zu verbieten.

SPIEGEL ONLINE erklärt, wie Sie Google den Zugriff auf ihre Nutzungsdaten verweigern.

Forum - Wie schützt man sich vor Datensammlern?
insgesamt 241 Beiträge
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Seite 1
tapuzim 07.12.2009
1.
Zitat von sysopGoogle sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
1. Zugang zum Internet über OpenDNS. 2. Restriktive Firewall 3. Antivirus 4. Private Browsing 5. Keine persönlichen Daten in's Internet
schniggeldi 07.12.2009
2.
Zitat von tapuzim1. Zugang zum Internet über OpenDNS. 2. Restriktive Firewall 3. Antivirus 4. Private Browsing 5. Keine persönlichen Daten in's Internet
Alles gut - und nur so lange sinnvoll, wie man nicht gleichzeitig munter mit einer Rabattkarte (Happydigits, Payback und wie sie alle heißen) einkauft. Somit leider für Millionen von Menschen unwichtig.
m*sh, 07.12.2009
3. Um Himmesl willen
Zitat von schniggeldiAlles gut - und nur so lange sinnvoll, wie man nicht gleichzeitig munter mit einer Rabattkarte (Happydigits, Payback und wie sie alle heißen) einkauft. Somit leider für Millionen von Menschen unwichtig.
Nein, man sollte *gar nichts* im Internet kaufen. Informieren ja, aber nix kaufen. Und statt google einfach scroogle.org verwenden. Da hat man die gleichen Sucheregbnisse wie bei google hinterlaesst mit seiner Anfrage aber keine Spur dort.
m*sh, 07.12.2009
4. bloede Frage
Zitat von tapuzim1. Zugang zum Internet über OpenDNS. 2. Restriktive Firewall 3. Antivirus 4. Private Browsing 5. Keine persönlichen Daten in's Internet
Bloede Frage: Was hat OpenDNS mit der Datensammelwut von google zu tun oder gar mit dem vermeiden personalisierter Werbung? Was hat eine restriktive Firewall mit der Datensammelwut von google zu tun oder gar mit dem vermeiden personalisierter Werbung? Die gleiche Frage stellt sich fuer Punkt #3. Was genau soll private Browsing sein? Und Punkt 5 sollte fuer internetnutzer selbstverstaendlich sein, hat aber auch nix mit google zu tun. Denn die Speichern ja Suchanfrage und IP (wenn man cookies abgeschaltet hat) und das tun sie auch in allen Faellen von 1-5, die du hier angegeben hast. Am besten: google nicht benutzen.
gnutz, 07.12.2009
5. Die Antwort ist einfach ...
Zitat von sysopGoogle sammelt mehr Daten über Internetnutzer als jedes andere Unternehmen. Ab sofort werden Suchergebnisse sogar "personalisiert", wenn man dem weder zugestimmt noch sich eingeloggt hat. Cookies, Surfprotokolle, Flash-Dateien - mit welchen Werkzeugen und Erweiterungen schützen Sie sich im Web vor Datensammlern?
Ein Satz statt 8 Seiten Tipps hätte auch gereicht: Google (Google Suchmaschine, GMail, Earth etc.pp.) einfach nicht nutzen
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