Streit um Datenschutz Frankreich verhängt Strafe gegen Google

Seit 2012 kritisieren Datenschutzbehörden Googles Datenschutzbestimmungen, jetzt bittet Frankreich zur Kasse. Die CNIL verdonnert den Internetriesen zu einer Strafe von 150.000 Euro.

Google-Logo mit Eiffelturm: Die höchste Strafe, die je verhängt wurde
AFP

Google-Logo mit Eiffelturm: Die höchste Strafe, die je verhängt wurde


Paris - Im Datenschutzstreit mit dem Internetkonzern Google hat die französische Aufsichtsbehörde CNIL eine Strafzahlung in Höhe von 150.000 Euro angeordnet. Außerdem müsse der US-Konzern 48 Stunden lang eine Mitteilung zu der Entscheidung auf seiner französischen Homepage veröffentlichen, teilte die CNIL am Mittwoch mit. Die Geldstrafe sei die höchste, die je von der Behörde verhängt worden sei.

Die CNIL hatte Google zuvor mehrfach aufgefordert, umstrittene Regeln zum Umgang mit Nutzerinformationen zu ändern. Die Kritik: Googles neue Datenschutzerklärung sei vage und unverständlich; Nutzer verlören die Übersicht, welche ihrer Informationen bei welchem Google-Dienst erhoben, verknüpft und womöglich weiterverwendet würden.

Die Firma erlaubt sich nämlich, Daten aus verschiedenen Diensten wie der Videoplattform YouTube oder dem Mail-Dienst GMail gesammelt auszuwerten. Die Datenschutzbehörden drängten auf mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten für die Nutzer.

In etlichen anderen europäischen Ländern, darunter auch in Deutschland, hat Google wegen der 2012 eingeführten Regeln ebenfalls Ärger. Das Unternehmen behauptet, die Datenschutzerklärung respektiere europäisches Recht.

juh/dpa



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anja-boettcher1 09.01.2014
1. 150 000 Euro?
Das ist für einen Konzern ein Witz! Strafen fangen für solche Unterehmen vielleicht bei 150 Millionen an. Mehr ist also der seriöse Umgang mit persönlichen Daten nicht wert? Ein trauriges Zeitalter!
Baldur13 09.01.2014
2. Strafen sind ja was schönes...
aber bei einem Unternehmen wie Google mit liquiden Mitteln von über 40 Mrd. Dollar sind 150000? eher lächerlich als Symbolträchtig.
.freedom. 09.01.2014
3. Google ist eine Datenkrake, ...
. die mit Daten von mir und über mich Geld scheffelt. Dem habe ich jetzt aber den Riegel vorgeschoben. Im Firefox kann man alles von Google und Yahoo löschen. Dazu muss man in der Adressleiste "about_:config" eingeben und schon öffnen sich die Einstellungen von Firefox. Wer möchte kann hier den Browser schneller machen und auch an den Einstellungen drehen. Vorallem ist es möglich Google komplett aus Firefox zu verbannen und alles von Google und Yahoo löschen. Zuerst sollten aber die Lesezeichen und Einstellungen gesichert werden. Wer das noch nie gemacht hat, suche nach " Firefox about_:config " und informiert sich dort. Hat man doch etwas nicht ganz richtig gemacht, kann im schlinmmste Fall Firefox nicht starten. Das ist aber auch kein Beinbruch, da man den Firefox aus seinem Download-Ordner wieder installieren und die vorher gesicherten Einstellungen und Lesezeichen wieder einfügen kann. Möchte man aber trotzdem mit Google suchen ist das auch kein Problem. Dazu gibt man einfach google.de in die Adressleiste ein und man kann so auch mit Google suchen. Wenn Google nicht mehr im Firefox ist und man die suche mit google.de in der Adressleiste startet sieht man eine noch nie vorher gesehene Googleseite Wer den Erfolg seiner Aktion sehen möchte installiert das kleine add-on "cookie killer" von Firefox. Hat man dieses add-on vorher installiert, kann man sehen, dass Google permanet cookies setzt, obwohl die vorher gelöscht wurden. Nach drei Minuten sind wieder cookies von Google da. Nach der Säuberrung ist aber Schluss mit cookies von Google. Persönlich suche ich mit startpage.com. Die zeichnen nichts auf und setzen keine cookies.
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