EC3 EU-Kommissarin Malmström eröffnet Cybercrime-Zentrum

Das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität hat Anfang des Jahres seine Arbeit aufgenommen, am Freitag wurde es offiziell von EU-Kommissarin Cecilia Malmström eröffnet. Es soll die nationalen Polizeibehörden unterstützen.

Europol startet Internet-Zentrum: EU-Kommissarin Malmstroem und EC3-Chef Oertin
AFP

Europol startet Internet-Zentrum: EU-Kommissarin Malmstroem und EC3-Chef Oertin


Brüssel - Das Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität (European Cybercrime Centre, EC3) ist am Freitag in Den Haag eröffnet worden. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström sagte in ihrer Eröffnungsrede, das Zentrum solle "das offene und freie Internet" schützen. Mit der wachsenden Abhängigkeit von der Technologie hätten Kriminelle mehr Möglichkeiten. "Und nach meiner bisherigen Erfahrung haben uns die Kriminellen in Sachen Kreativität und Kooperation etwas voraus."

Die Ermittler am Zentrum im Europäischen Polizeiamt (Europol) sollen sich künftig auf illegale Tätigkeiten organisierter krimineller Gruppen im Internet konzentrieren, insbesondere im Zusammenhang mit Onlinebanking sowie der sexuellen Ausbeutung von Kindern. Täglich werden nach Angaben der EU-Kommission weltweit etwa eine Million Menschen Opfer von Cyberkriminalität. Schätzungen zufolge entsteht dabei ein finanzieller Schaden von rund 290 Milliarden Euro pro Jahr.

Der Chef des EC3, Troels Oerting, hat bereits in mehreren Funktionen bei Europol gearbeitet. In Dänemark arbeitete er in Führungspositionen beim Inlandsgeheimdienst und bei einer Einheit zur Bekämpfung organisierter Kriminalität. Im März 2012 hatte Malmström den Plan für das Zentrum, das Kompetenzen und Informationen gegen organisiertes Verbrechen bündeln soll, vorgestellt.

In einem vom EU-Parlament bestellten Gutachten hatten Forscher jüngst davor gewarnt, einen wichtigen Aspekt der Datensicherheit nicht außer Acht zu lassen: Bisher kümmere sich die Europäische Union nicht um Privatsphäre und Datenschutz ihrer Staatsbürger, wenn diese Angebote von US-Unternehmen nutzen. Die US-Behörden könnten Europäer heimlich überwachen.

ore/dapd

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insgesamt 3 Beiträge
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Spiegelwahr 11.01.2013
1. Wieder welche
Wieder welche, die von nichts eine Ahnung haben und davon reichlich und viel Geld für die Krümmung der Banane kassieren. Wer so blöd ist, die Steuerung eines KKW ins Internet zustellen, der darf sich nicht wundern, dass ihnen das KKW um die Ohren fliegt. Wer seine Kunde als Mitarbeiter mißbraucht, der darf sich nicht wundern, dass er fehlerhafte Einträge in seiner Datenverarbeit bekommt. Wer seine Daten ins Netz stellt und damit die Hoheit über seine Daten aufgibt, der verdient es, gezielt ausgespitzelt zu werden. Die Verteidigung des Computer begint an der eigenen Feuerwall und nicht durch Dauersitzung in überflüssigen Eu Kommisionen und durch BSI (Behörde ohne echten Nutzen).
Hamberliner 11.01.2013
2. *Gähn*
Zitat von sysopAFPDas Europäische Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität hat Anfang des Jahres seine Arbeit aufgenommen, am Freitag wurde es offiziell von EU--Kommissarin Cecilia Malmström eröffnet. Es soll die nationalen Polizeibehörden unterstützen. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/ec3-eu-kommissarin-malmstroem-eroeffnet-cybercrime-zentrum-a-877042.html
Ergänzend zu meinem Vorredner Spiegelwahr: Es ist mal wieder die übliche abgedroschene Einseitigkeit: Dumme sollen vor den wohlverdienten Folgen ihres Leichtsinns beschützt werden, Schweinkram soll zensiert werden, aber das zentrale Krebsgeschwür des Internet bleibt unangetastet: UBE. Es werden sich weiterhin Juristen die Bäuche halten vor lachen, wenn jemand sich nicht gerne Straftaten nach §240 und 303a StGB gefallen lässt und nicht vor Freude an die Decke springt, wenn sich schon wieder 200 Junkmails angesammelt haben.
R4mbo 12.01.2013
3. Jaja,
Aus sich der EU sind wir eben nur gläsernes Arbeitsvieh. Und da (die Gründe für die EU nicht nachvollziehbar) Kriminalität steigt, muss man eben jedem, der da aus der Reihe tanzt seine Würde, seine Freiheit und letztendlich sein Leben nehmen. Kriminelle sind ja keine Menschen. Dumm nur, dass man durch 1 falsches Wort schon zum Kriminellen werden kann. (Prollarmeen wie der ANTIFA sei dank), und die Sache mit Augstein ist dem Spiegel ja auch übel aufgestoßen. Aber es geht nicht nur um Rechts, die privaten Sender und Klatschblätter führen einen Krieg der Vorurteile, HartzIVler, Drogenkonsumenten, Griechen und diverse andere (Minderheiten) sind genauso gearscht, egal ob sie jetzt wirklich sind wofür man sie hält oder nicht. Einige Leute schauen soviel TV, wenn die auf der Straße jemanden sehn brauchen die nichtmal mehr ne Sekunde um eine Person einem Klischee zuzuordnen: Ach was isn das für einer? Ein Nerd, haha, der hockt den ganzen Tag am PC, OOOHH, der Typ da vorne hat ne Glatze!! Was ist denn das für ne billige N"$"%"? Der Rocker da vorne wird gleich das Cafe auseinandernehmen. OMG, Kiffer, hoffentlich überfallen die mich nicht.. wie die schon schauen mit ihren blutrünstigen roten Augen :/ Ach, nur eine harmlose alte Oma (In Wirklichkeit: Böse Drogendealerin) Ein Obdachloser der sein ganzes Geld versäuft! Ohhh, ein Mann mit Bart, das ist bestimmt ein gefährlicher Salafist. Na, kommt euch davon was bekannt vor? Wären alle Menschen auf der Welt gut, sie würden sich trotzdem Gegenseitig ausrotten.
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