Datenzugriff Edward Snowden fiel der CIA bereits vor Jahren auf

Der US-Geheimdienst CIA soll bereits 2009 auf ihren damaligen Mitarbeiter Edward Snowden aufmerksam geworden sein - weil er unberechtigterweise auf Daten zugreifen wollte.

Edward Snowden (am 6. Juni): CIA warnte vor ehemaligem Mitarbeiter
REUTERS/ The Guardian

Edward Snowden (am 6. Juni): CIA warnte vor ehemaligem Mitarbeiter


Washington - Der Whistleblower Edward Snowden ist offenbar bereits im Jahr 2009 ins Visier der CIA geraten. Das berichtet die "New York Times". Snowden arbeitete damals noch für den Auslandsgeheimdienst in Genf. Er soll nach einem internen Bericht versucht haben, sich Zugang zu geheimen Computerdateien zu verschaffen, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf zwei US-Regierungsvertreter.

Ein Vorgesetzter habe damals in einem Bericht geschrieben, dass sich Snowdens Verhalten und Arbeitsgewohnheiten deutlich verändert hätten. Die CIA habe sich dann entschlossen, ihren Mitarbeiter in die USA zurückzuschicken. Weitere Konsequenzen hatte der Verdacht laut "New York Times" offensichtlich nicht, denn der IT-Techniker fand eine Anstellung beim US-Geheimdienst NSA.

Vier Jahre später - mittlerweile arbeitete er für den NSA-Dienstleister Booz Allen Hamilton - entwendete der heute 30-Jährige Tausende geheime Unterlagen über Ausspähprogramme der NSA und anderer Geheimdienste. Sowohl die CIA als auch die NSA und das FBI wollten sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu der Angelegenheit äußern.

ore/dpa



insgesamt 32 Beiträge
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det5904 11.10.2013
1. Ich glaube hier wurde etwas verwechselt
Zitat von sysopREUTERSDer US-Geheimdienst CIA soll bereits 2009 auf ihren damaligen Mitarbeiter Edward Snowden aufmerksam geworden sein - weil er unberechtigter Weise auf Daten zugreifen wollte. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/edward-snowden-fiel-der-cia-bereits-vor-jahren-auf-a-927357.html
Es sollte wohl heißen: Edward Snowden soll bereits 2009 auf seinen damaligen Arbeitgeber dem US-Geheimdienst CIA aufmerksam geworden sein - weil er unberechtigter Weise auf Daten zugreifen wollte.
fredadrett 11.10.2013
2. Was für Flachzangen
Das erntet nur Kopfschütteln; wofür die ganze Überwachung?
mensch0817 11.10.2013
3. soso
Wenn das stimmt, wäre es wieder einmal ein schlagender Beweis dafür, daß der ganze Überwachungswahn für das vorgebliche Ziel ungeeignet ist. Bis heute habe ich keine konkreten Aussagen dazu gefunden, welche Anschläge, Angriffe etc. denn damit verhindert worden wären. Die Frage muß dann lauten: Wofür ist es denn gut? Mögliche (und nach verschiedenen Meldungen der letzten Zeit plausible) Antwort: Wirtschaftsspionage. Lieber Herr Innenminister: Tun Sie Ihren Job!
buktu1975 11.10.2013
4. Und nicht nur das!
Zitat von mensch0817Wenn das stimmt, wäre es wieder einmal ein schlagender Beweis dafür, daß der ganze Überwachungswahn für das vorgebliche Ziel ungeeignet ist. Bis heute habe ich keine konkreten Aussagen dazu gefunden, welche Anschläge, Angriffe etc. denn damit verhindert worden wären. Die Frage muß dann lauten: Wofür ist es denn gut? Mögliche (und nach verschiedenen Meldungen der letzten Zeit plausible) Antwort: Wirtschaftsspionage. Lieber Herr Innenminister: Tun Sie Ihren Job!
Und möglicherweise (und nach den Enthüllungen glaube ich daran) Totalüberwachung aller Bürger, um ggf. "Andersdenkende" (wird vermutlich heißen: nicht regierungskonform) frühzeitig erkennen zu können.
peppifaxxx 11.10.2013
5. Vor lauter Daten sieht man nicht die Verbrecher!
... oder was oder wen die USA halt für gefährlich halten.
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