450 Millionen Euro EU-Kommission will Forschung gegen Internetkriminalität vorantreiben

Die EU-Kommission wünscht sich mehr Grundlagenforschung im Bereich IT-Sicherheit: 450 Millionen Euro sollen verteilt werden, unterstützt werden soll die Entwicklung ziviler Anwendungen.

Günther Oettinger
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Günther Oettinger


Im Kampf gegen Internetkriminalität will die EU-Kommission bis 2020 450 Millionen Euro an Forschungsausgaben bereitstellen. Das Geld soll in Grundlagenforschung fließen. Die Brüsseler Behörde geht davon aus, dass Partner aus der Privatwirtschaft noch einmal das Dreifache beitragen. Damit kämen insgesamt 1,8 Milliarden Euro zusammen.

Der EU-Kommissar für Digitalwirtschaft, Günther Oettinger, soll am Dienstag in Straßburg eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnen. Nach Angaben der EU-Kommission beteiligen sich mehr als hundert Unternehmen.

Ausschreibungen sind für das erste Quartal des kommenden Jahres geplant. Es geht ausschließlich um zivile Anwendungen, etwa Gegenmittel zu Erpressersoftware, die für Kriminelle Daten verschlüsselt, sodass sie anschließend Geld für das Entsperren der Daten verlangen können.

Nach Angaben der EU-Kommission haben vergangenes Jahr 80 Prozent aller europäischen Unternehmen einen sicherheitsrelevanten Zwischenfall im IT-Bereich gemeldet.

mbö/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
wo_st 05.07.2016
1.
Der Hase, die EU, gegen den Igel, die Internetkriminellen. Leider wird auch mein Geld zum Fenster rausgeworfen.
crypto 05.07.2016
2.
Zitat von wo_stDer Hase, die EU, gegen den Igel, die Internetkriminellen. Leider wird auch mein Geld zum Fenster rausgeworfen.
Dein Geld wird meist eher zum Fenster rausgeworfen, weil die Ulrike fröhlich Email Anhänge öffnet und das gesamte Netzwerk der Stadtverwaltung infiziert. Was wir brauchen sind nicht nur Anwendungen gegen Cryptolocker, sondern eine Schulung für jeden der mit Computern arbeitet. Es kann nicht sein, dass in 2016 es immer noch Leute gibt die unbekannte Email Anhänge von unbekannten Absendern öffnen. Oder sonst irgendwie sich nicht über die Gefahren im Internet bewusst sind.
echoanswer 05.07.2016
3. Warum wollen die nicht ihr Leben zurück ...
statt es anderen zur Hölle zu machen? Das Geld kann man auch anzünden. Dann ist es wenigstens kurz warm. Keine Software kann etwas gegen die Dummheit des Users tun. Siehe das Bundestagsnetzwerk. Dort sitzen hochbezahlte "IT-Experten", die nicht mal aufklären konnten oder wollten, wie es zur Infektion kam. So wird es weiterhin ein Leichtes sein mit einer trivialen Mail auf der Basis von Techniken aus den 90iger Jahren Daten zu vernichten.
famd 05.07.2016
4. Wer hilft uns private Internetnutzer?
450 Millionen für ein IT-Projekt? - woanders müssen sich verarmte Rentner nachts das Brot aus den Container ziehen. Gibt es heute warmes Freibier - der Digitalkommissar hat wohl völlig den Verstand verloren? Wer schützt die privaten Internetnutzer vor den ausufernden Tracker, Analytics und Cookies? Die ständigen zwanghaften Updates der Browser dienen nur noch dem Zweck, noch mehr blinkenden Mist und Werbung und intelligentere Spionagetools in den PC zu implantieren um unsere Gewohnheiten zu analysieren. Damit ist der unberechtigte Zugang zum System schon erklärt. Und wer dies unterbindet bekommt die Seiten gar nicht angezeigt. Wann hört dieser Unsinn eigentlich auf? Dagegen sollte mal ein „Digitalkommissar“ vorgehen! Soll ein Herr Oettinger erst mal dafür sorgen, dass ein Internetbrowser nicht mehr zur Schnittstelle für kommerzielle Spionage ständig erweitert wird. 450 Millionen für IT-Entwickler - ich könnte ausrasten.
StefanZ. 05.07.2016
5. Jetzt aber ran an die Kriminellen
Habe ich vielleicht nicht richtig aufgepasst, oder könnte es sein, dass Herr Oettinger nicht vorhat, auch nur 1 Cent von diesen Forschungsgeldern für abhörsicheren Internet-Datenverkehr auszugeben? Dann gleich noch ein anderer Projektvorschlag: Verfahren zur zügigen finanziellen Entschädigung von EU Bürgern und Firmen, deren Daten von Regierungen gestohlen wurden.
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