Nach Cambridge-Analytica-Skandal Facebooks Kommunikationschef gibt Posten auf

Nach einer Reihe von Skandalen steckt Facebook derzeit wohl in der größten Krise seiner Geschichte. Nun tritt der Kommunikationschef des Unternehmens, Elliot Schrage, zurück.

Elliot Schrage
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Elliot Schrage


In der größten Krise der 14-jährigen Geschichte von Facebook gibt der Kommunikationschef des Unternehmens seinen Posten auf. Facebook bestätigte, dass Elliot Schrage zurücktreten werde. Der 57-Jährige hatte die Öffentlichkeitsarbeit des sozialen Netzwerks zu den Skandalen um Verletzungen der Privatsphäre und Wahleinmischung angeführt.

"Nach mehr als einem Jahrzehnt bei Facebook habe ich entschieden, ein neues Kapitel in meinem Leben anzufangen", teilte Schrage auf seiner Facebook-Seite. Er bleibe als Berater bei Facebook, während sein Nachfolger gewählt werde.

Im März war bekannt geworden, dass sich die britische Firma Cambridge Analytica unerlaubt Zugang zu Daten von Millionen Facebook-Profilen verschafft hatte. Mit Hilfe der Daten sollen Wähler im US-Präsidentschaftswahlkampf zugunsten von Donald Trump mit unerlaubter Wahlwerbung beeinflusst worden sein - was jedoch auch nach den neuesten Enthüllungen nicht endgültig bewiesen ist. Facebook hatte sich für den Skandal entschuldigt und versprochen, Konsequenzen zu ziehen.

Vor seiner Karriere bei Facebook arbeitete Schrage für Google, wo er acht Jahre lang Leiter der internationalen Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit war.

2016 hatte Mark Zuckerberg die Bemerkung gemacht, dass der Gedanke, Facebook hätte die US-Wahl beeinflusst, "eine ziemlich verrückte Idee" sei. Berichten von "Buzzfeed" zufolge soll Schrage genau diesen Satz bei einer öffentlichen Veranstaltung am Tag zuvor verwendet haben.

lie/Reuters



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