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Gespräch mit Merkel: Facebook-Chef verspricht Kampf gegen Hassparolen

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Kanzlerin Angela Merkel: "Ich denke, wir müssen daran arbeiten" Zur Großansicht
DPA

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Kanzlerin Angela Merkel: "Ich denke, wir müssen daran arbeiten"

Es war ein Gespräch von Konzernchef zu Kanzlerin - doch das Tischmikrofon war an. Und so weiß die Öffentlichkeit nun: Facebook-Chef Zuckerberg will tatsächlich gegen Hasskommentare in seinem Netzwerk vorgehen.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zugesagt, sich um Maßnahmen gegen Hassparolen in dem Online-Netzwerk zu kümmern. "Ich denke, wir müssen daran arbeiten", sagte Zuckerberg zu Merkel bei einer Uno-Veranstaltung. Als Merkel nachfragte, ob er die Situation verbessern wolle, antwortete er mit "Ja".

Das Gespräch der beiden war über das offenbar eingeschaltete Tischmikrofon auf dem Uno-Livestream zu hören.

Bereits Mitte September hatte sich Justizminister Heiko Maas (SPD) mit Facebook-Vertretern in Berlin getroffen. Maas hatte Facebook zu einem Gespräch eingeladen, nachdem Nutzer menschenverachtende und rechtsradikale Parolen gegen Flüchtlinge in dem Netzwerk veröffentlicht hatten. In die Debatte hatte sich auch Merkel mit der Forderung eingeschaltet, Facebook solle gegen Volksverhetzung vorgehen.

Maas hatte sich irritiert darüber gezeigt, dass zwar Inhalte wie freizügige Fotos unverzüglich gelöscht, rassistische oder fremdenfeindliche Äußerungen aber auch nach Nutzerhinweisen nicht sofort von Facebook entfernt würden.

wal/Reuters/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 87 Beiträge
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1. Gefällt mir nicht
lemmy 27.09.2015
Kann jeder halten wie er will. Muss ja auch nicht jeder "liken", was da so geschrieben wird. Wo fängt die Zensur an, und wo hört sie auf ? Sich vor bestimmte politische "Karren" spannen zu lassen, sollte sich Zuckerberg besser genau überlegen, denn das könnte ein sehr dünnes Eis werden und ist ein weites Feld mit der sogenannten Meinungsfreiheit. In letzter Konsequenz müsste dann so einiges vom Tablett genommen werden, was nicht ganz "koscher" ist. Das wäre dann der Anfang vom Ende des WWW und seiner Grundgedanken von einst.
2. Aushebelung der Verfassung
doulos 27.09.2015
was hier stattfindet ist die Aushebelung der verfassungsmäßigen Rechte. Die sehen nämlich vor, dass nur Gerichte befugt sind, einen Eingriff in die Meinungsfreiheit vorzunehmen, indem sie Äußerungen als rechtswidrig einstufen. Hier wird aber eine Zensurbehörde in einem rechtsfreien Raum installiert, die entscheidet, wer was sagen darf. Schande über Schande!
3. Vorwand
sotomajor 27.09.2015
Unter dem Vorwand "Hassparolen" werden dann alle Kritiken zensiert. Genau das ist die Absicht und eine Gefahr für die freie Meinungsäußerung. Das hat doch Plan und geht doch nicht nur gegen die wenigen Pöbler, das betrifft doch dann alle Kommentare. Unter dieser Politik kommt langsam eines zum anderen und kein Schelm, wer da böses dabei denkt !
4. Die deutsche Regierung arbeitet überall auf der Welt
demokroete 27.09.2015
unermüdlich daran, die freie Meinungsäußerung und Informationsfreiheit zu unterdrücken. Sie täte besser daran, etwas gegen die flächendeckende Ausspionierung aller Deutschen durch fremde ( und in deren Auftrag auch durch eigene ) Geheimdienste zu unternehmen. Aber da unternimmt die Regierung nichts !
5.
jejubeju 27.09.2015
Und wer legt dann fest was noch berechtigte Asylkritik und was Fremdenfeindlichkeit ist? Die Grenzen sind fließend und im Internet gibt es eine ziemlich laute Minderheit die sich gerne aufregt und jede Woche nen neuen Aufreger findet. So kann schön eine Minderheit durch lautes kreischen andere Ansichten unterdrücken. Wenn es eindeutig illegal ist dann kann da strafrechtlich ermittelt werden aber jegliche Zensur ist schlecht. Nur Meinungen die öffentlich sind können diskutiert werden.
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