Beitritt zu Initiative Facebook und Twitter gehen gegen Falschmeldungen vor

Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter spielen bei der Verbreitung von Nachrichten eine immer größere Rolle. Künftig unterstützen die beiden Netzwerke eine Initiative gegen Falschmeldungen.

Logos von Twitter und Facebook
REUTERS

Logos von Twitter und Facebook


Facebook und Twitter wollen verstärkt gegen gefälschte Nachrichten in sozialen Medien vorgehen. Dazu seien beide Konzerne dem Netzwerk First Draft beigetreten, teilte das Bündnis von mehr als 30 Medien- und Technologieunternehmen mit.

Das vor einem Jahr mit der Unterstützung der Google-Mutter Alphabet gegründete Netzwerk will einen Verhaltenskodex entwerfen und eine Plattform schaffen, auf der Mitglieder fragliche Nachrichten überprüfen können. Die Plattform solle Ende Oktober an den Start gehen, teilte die Direktorin des Bündnisses, Jenni Sargent, mit.

Zu dem Netzwerk gehören auch die Zeitungen "New York Times" und "Washington Post", "BuzzFeed News", die Nachrichtenagentur AFP und der Sender CNN.

Kritik an Facebook

Als weltgrößtes Online-Netzwerk mit etwa 1,7 Milliarden Nutzern im Monat stand Facebook in der Kritik, unwahre Geschichten und Fehlinformationen zu verbreiten. Das soziale Netzwerk stellte nach Vorwürfen, dass Kuratoren Inhalte konservativer Medien regelmäßig unterdrückt hätten, die Bearbeitung der Trending-Liste um. Statt von einer Redaktion wurden die Nachrichten von einem Algorithmus gefiltert. Daraufhin kam es prompt zu einer Falschmeldung.

Twitter hatte zuletzt angekündigt, seine Rolle bei der Verbreitung von Augenzeugenberichten und Neuigkeiten verstärkt mit Video-Nachrichten aufzuwerten. Das soziale Netzwerk erreicht täglich etwa 140 Millionen Nutzer.

brt/Reuters



insgesamt 7 Beiträge
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michelinmännchen 14.09.2016
1. Was sind denn Falschmeldungen?
Wer definiert das? Da sollte man schon aufpassen, was da genau geschieht, FB hat mit einer täglichen Reichweite von 1Mrd. Nutzern eine enorme Macht.
binismus 14.09.2016
2. Facebook und Twitter gehen gegen Falschmeldungen vor
Ach, sie fangen langsam an zu begreifen, dass sie nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben.
freekmason 14.09.2016
3.
das würde ja zwangsläufig bedeuten, dass die accounts von afd, pegida, npd und co. geschlossen würden. ist das nicht gegen die meinungsfreiheit? lügen ist nicht gesetzlich verboten.
siebenachtneun 14.09.2016
4.
Wie wollen die das machen. Dann müsste jeder Tweet und jede Post kontrolliert werden. Ich könnte jetzt schreiben, dass hier was böses in der Stadt passiert und durch meine Reichweite würde das schnell die Runde machen. Je nach Follower würde dieser das versuchen nachzurecherchieren bevor er es verbreitet, aber es würde im Internet stehen. Ich könnte auch schreiben, dass ich jetzt ein Eis esse und es stimmt nicht. Im Nachhinein löschen ist meist schon zu spät.
GerhardScholz 14.09.2016
5.
Zitat von freekmasondas würde ja zwangsläufig bedeuten, dass die accounts von afd, pegida, npd und co. geschlossen würden. ist das nicht gegen die meinungsfreiheit? lügen ist nicht gesetzlich verboten.
In der Schönen neuen Welt (eigentlich seit 1984) schon. Auch ein Wahrheitsministerium haben wir schon. Wird zwar noch nicht so genannt ... Beispiele? Sigmar G.: Die Politik der AfD würde Millionen Jobs kosten. Meint im Klartext: Flüchtlingshelfer, GenderprofessorInnen, Gleichstellungsbeauftragte, Staatsfunker, SPD-Abgeordnete alle ohne Job. Merkel: Wir haben die Zahl der Flüchtlinge reduziert Klartext: "Wir" ist wieder mal nicht sie selbst, sondern Orban und Co! Balkanländer haben die Grenzen geschlossen gegen den Willen von Frau Merkel. Altmeier an Sicherheitsbehörden: In Interviews darauf hinweisen, dass nahezu alle Anschläge nicht von Flüchtlingen begangen werden. Klartext: Häufigkeit von FlüchtlingsAnschlägen über 50% usw. usw. usf.
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