Wegen Datenmissbrauch Washington D.C. reicht Klage gegen Facebook ein

Dem Internetriesen Facebook droht wegen seines Umgangs mit Nutzerdaten neuer rechtlicher Ärger: Nun klagt ein Generalstaatsanwalt aus dem US-Regierungsbezirk den Konzern an.

Das Logo von Facebook
DPA

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Der Datenskandal um die Analysefirma Cambridge Analytica belastet den Internetkonzern Facebook weiter: Der Generalstaatsanwalt des US-Regierungsbezirkes Washington D.C., Karl A. Racine, hat Klage gegen das Unternehmen eingereicht. Racine beschuldigt Facebook des Datenmissbrauchs durch die Firma Cambridge Analytica.

Im März hatte der Cambridge-Analytica-Skandal Facebook in eine schwere Krise gestürzt. Damals wurde bekannt, dass Cambridge Analytica Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern im Wahlkampf 2016 zugunsten des US-Präsidenten Donald Trumpeingesetzt hatte (lesen Sie hier, wie die Firma vorging und warum sie umstritten ist).

Racine warf Facebook nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vor, seine Nutzer getäuscht zu haben: Facebook habe bereits zwei Jahre von dem Vorfall gewusst, bevor die Sammlung von Nutzerdaten verhindert worden sei. "Facebook hat es verfehlt, die Privatsphäre seiner User zu schützen und sie darüber getäuscht, wer Zugang zu ihren Daten hatte und wie diese genutzt wurden", sagte Racine. Die Nutzer seien dem Risiko einer Manipulation ausgesetzt worden. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Erst am Dienstag waren fragwürdige Datendealszwischen Facebook und anderen amerikanischen Technologie-Konzernen bekannt geworden: So sollen Spotify und Netflix von Facebook unter bestimmten Voraussetzungen etwa Lese-, Schreib- und Lösch-Berechtigungen für die Privatnachrichten von Facebook-Nutzern bekommen haben.

fek/kko/dpa/Reuters



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