Twitter-Zuwachs: Unbekannte spenden der FDP Follower

Twitter-Logo: 30.500 neue Follower hat ein FDP-Konto sehr schnell gewonnen Zur Großansicht
AFP

Twitter-Logo: 30.500 neue Follower hat ein FDP-Konto sehr schnell gewonnen

Woher kommen die neuen Twitter-Follower der FDP? Womöglich aus Portugal, sagt die Partei. Einige sind gekauft, behauptet der Betreiber einer einschlägigen Website. Aber: Eine andere Partei als die FDP habe die Anhänger gekauft - von Computern im Bundestag.

Nach ihrem mysteriösen Sprung von 6500 auf 37.000 Twitter-Followern innerhalb von nur zwei Wochen hat die FDP Vorwürfe zurückgewiesen, für die neuen virtuellen Anhänger bezahlt zu haben. "Ich kann definitiv erklären, dass wir weder Twitter- noch Facebook-Accounts kaufen", schrieb ein Parteisprecher in einer Pressemitteilung.

Die Liberalen werden verdächtigt, die Follower auf einschlägigen Websites erworben zu haben, die gegen Geld echte und falsche Twitter-Fans vermitteln. Der Betreiber eines solchen Portals schreibt jedoch bei Facebook, die FDP habe "zu keinem Zeitpunkt den Kauf von Twitter Followern" auf seiner Seite in Auftrag gegeben. Bis dahin ein Werbegag für den Portalbetreiber.

Doch der Betreiber sagt auch, jemand anderes habe bei ihm 922 Follower für den Account @fdp_de gekauft, angeblich ein "politischer Mitbewerber" der Liberalen. Um welche Partei es sich genau handelt, wollte der Mann auf Anfrage des SPIEGEL nicht verraten. Nur so viel: Man habe die Spur zu "unterschiedlichen IP-Nummern" zurückverfolgt, "die zu Computern im Bundestag führen."

Das könnte auf eine Negativ-Kampagne der politischen Konkurrenz hindeuten. Der FDP-Sprecher hält sich mit Verdächtigungen zurück. Man habe für den Follower-Zuwachs keine Erklärung, über die Gründe könne man "nur spekulieren". Insgesamt hatte die FDP allerdings plötzlich 30.500 Follower hinzugewonnen. Woher also die restlichen 29.578 stammen, ist völlig unklar.

tib

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Netzpolitik
RSS
alles zum Thema FDP
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback

Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.A.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.