Virtuelle Währung: Finanzministerium bezeichnet Bitcoins als "privates Geld"

Bitcoin-Münzen: Der Handel mit der virtuellen Währung ist umsatzsteuerpflichtig Zur Großansicht
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Bitcoin-Münzen: Der Handel mit der virtuellen Währung ist umsatzsteuerpflichtig

Die Digitalwährung Bitcoin wird vom Bundesfinanzministerium als "Rechnungseinheit" und eine Form privaten Geldes anerkannt. Damit ist auch klar, dass, wer damit Handel treibt, Umsatzsteuer zahlen muss. Für Spekulationsgewinne gilt das - nach einer Frist - nicht.

Frankfurt/Main - Das Bundesfinanzministerium hat die Digital-Währung Bitcoin Medienberichten zufolge in wesentlichen Punkten anerkannt. Die virtuellen Münzen seien rechtlich und steuerlich gebilligt und als "Rechnungseinheiten" anerkannt, berichten die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Frank Schäffler und die Antwort des Bundesfinanzministeriums. Bitcoins seien damit eine Art "privates Geld".

Die Bitcoins rückten vor einigen Monaten in den Blickpunkt, als Spekulanten den Kurs der virtuellen Währung auf eine Achterbahnfahrt schickten. Im April etwa stürzte der Kurs auf der wichtigen Handelsplattform Mt.Gox innerhalb weniger Stunden um 161 Dollar von 266 auf 105 Dollar ab.

Die Menge an Bitcoin-Einheiten ist auf 21 Millionen begrenzt. Der Kurs ergibt sich aus Angebot und Nachfrage auf verschiedenen Handelsplattformen. Derzeit liegt der Kurs bei rund 110 Dollar (82 Euro).

Das Internet-Geld wird nicht von einem Staat oder einer Zentralbank kontrolliert, sondern von Internetnutzern in komplizierten Rechenoperationen "geschürft". Bitcoins können zum Beispiel für Einkäufe im Netz verwendet werden.

Zuvor hatte das Bundesfinanzministerium dem FAZ-Bericht zufolge bereits klargestellt, dass Spekulationsgewinne beim An- und Verkauf von Bitcoins nach einer Haltefrist von einem Jahr steuerfrei sind. Anders als bei Aktien- oder Zinsgeschäften würde keine Abgeltungssteuer fällig.

mak/dpa

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insgesamt 11 Beiträge
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1. Schneeballsystemwährung
SkynetVersklavung 17.08.2013
Die ersten konnten mit wenig Einsatz (Strom, Rechenzeit) viel Geld "drucken" (oder in Bitcoinsprech "minen"). All die Insider und Erstbenutzer (auch die Entwickler, Projektmitglieder, usw.) haben eine stattliche Summe schon bereits "geerntet". Um dem "Minenwahn" heute gerecht zu werden, werden spezielle Hardwaresysteme eingesetzt, die nur darauf optimiert sind, "Geld" zu produzieren. Auch hier gilt: Otto-Normal-Bürger haben keinen Zugang dazu. Mit ihren Rechnern zahlen sie heute schon mehr für Strom als sie "ernten" können. Ist das der Sinn und Zweck, die Umwelt mit enormen Stromverbrauch zu "verheizen"? Wir "minen" den Planeten kaput! Oder? Es heisst, dass Inflation in Bitcoin nicht existiert. Aber trotzdem wird eine künstliche Inflation/Deflation an der Bitcoinbörse realisiert (Angebot/Nachfrage -> Kurs). Bitcoins schädigen die Umwelt. Bitcoins machen die Erstanwender shite reich (Pyramidensystem). Bitcoins sind nicht sicher. Bitcoins sind absolut nicht Krisensicher. Wenn mal das Internet kaputt ist, dann schaust du in die Röhre. Auch ein Abwertungsmechanismus zwischen den Wirtschaftsräumen existiert nicht (beim Euro haben wir das selbe kranke Problem). Es wird Zeit, dass Bitcoins verboten werden. Macht die Kriminellen nicht reich. Boykottiert die Bitcoins.
2. Das versteht ja eh niemand
Thomassimo 18.08.2013
wer in der Finanzverwaltung könnte schon verstehen, geschweige denn erklären, wie die bitcoins funktionieren. Da arbeiten doch nur Juristen, die trefflich über so weltbewgende Themen wie: "A schießt auf B - wem gehört die Kugel?" streiten können. Eine public key inftastruktur kriegen die ja auch nicht hin. Und wenn es da schon hapert, wie sollen erst die zahlentheoretischen und kryptografischen Grundlagen von bitcoins verstanden werden? Das ist alles billiges Nachgeplapper der amerikanischen Vorgaben der SEC. In Deutschland gilt das Mantra "iudex non calculat" , also bitte
3.
rroggenbrot 18.08.2013
Nach dem Titel habe ich garnicht weitergelesen, mit "Bitcoins" hat sich der Autor bereits disqualifiziert. Es heißt der Bitcoin, genau wie der Euro, der Dollar etc.
4.
renee gelduin 18.08.2013
Zitat von SkynetVersklavungUm dem "Minenwahn" heute gerecht zu werden, werden spezielle Hardwaresysteme eingesetzt, die nur darauf optimiert sind, "Geld" zu produzieren.
Hardware und Software verwechselt? Man zieht sich das tool runter und die Grafikkarte legt los. ---Zitat--- Auch hier gilt: Otto-Normal-Bürger haben keinen Zugang dazu. ---Zitatende--- Quark. ---Zitat--- Mit ihren Rechnern zahlen sie heute schon mehr für Strom als sie "ernten" können. ---Zitatende--- Hat bloomberg von sich gegeben, aber zeitgleich eingestanden dass das lediglich eine grobe Schätzung ist. Gibt genug Leute die das anzweifeln. Übrigens kostet die Herstellung und verwaltung von Geld tatsächlich enorme Mengen Rohstoffe, Strom, etc. ---Zitat--- Ist das der Sinn und Zweck, die Umwelt mit enormen Stromverbrauch zu "verheizen"? Wir "minen" den Planeten kaput! Oder? ---Zitatende--- Mit Ihren verzichtbaren Foreneinträgen verbrauchen Sie auch Strom, belästigen die Umwelt ... ---Zitat--- Es heisst, dass Inflation in Bitcoin nicht existiert. Aber trotzdem wird eine künstliche Inflation/Deflation an der Bitcoinbörse realisiert (Angebot/Nachfrage -> Kurs). ---Zitatende--- Eine Kursschwankung ist KEINE Inflation/ Deflation! ---Zitat--- Bitcoins schädigen die Umwelt. Bitcoins machen die Erstanwender shite reich (Pyramidensystem). Bitcoins sind nicht sicher. ---Zitatende--- Informieren Sie sich bitte mal darüber was ein Schneeball- oder Pyramidensystem ist ! ---Zitat--- Bitcoins sind absolut nicht Krisensicher. ---Zitatende--- Gar nichts ist final krisensicher. Auch Gold nicht. ---Zitat--- Wenn mal das Internet kaputt ist, dann schaust du in die Röhre. ---Zitatende--- Ja genau. ---Zitat--- Es wird Zeit, dass Bitcoins verboten werden. Macht die Kriminellen nicht reich. Boykottiert die Bitcoins. ---Zitatende--- Sie sollten entweder wesentlich mehr Gebrauch von Informationssystemen zur Beschaffung machen oder Ihre bescheidene Meinung für sich behalten.
5.
Obi-Wan-Kenobi 19.08.2013
Zitat von renee gelduinHardware und Software verwechselt? Man zieht sich das tool runter und die Grafikkarte legt los.
Hardware stimmt schon. Ohne eigenes Netzwerk, welches die ganze Rechenzeit dazu verbrät Bitcoins zu schürfen, kommt man nicht sehr weit. Wer seinen Rechner, neben der normalen Arbeit im Hintergrund schürfen lässt braucht schon Glück, dass er mal einen Bitcoin schürft und je mehr geschürft werden, desto schwerer wird es. Den großen Schnitt hat vermutlich der Erfinder selbst gemacht, wer immer das sein mag. Ich bins leider nicht. :-)
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