Hamburg - Auch Kunden, die das Programm via Kabel empfangen, müssten mit starken Störungen rechnen. Grund: Wenn demnächst die Funkfrequenzen neu geordnet werden, heißt das: Handys oder Computer senden schon bald in jenem Frequenzbereich, der sehr nahe an dem zur digitalen Verbreitung von Fernsehprogrammen liegt. Störungen sind dann wahrscheinlich.
"Das betrifft nicht nur die Receiver, sondern alle Empfangseinrichtungen wie Anschlussdosen, Kabel oder Antennen", sagt Thomas Schierbaum vom Münchner Institut für Rundfunktechnik. Selbst durch Wände hindurch könnten nach SPIEGEL-Informationen Störungen, etwa aus der Nachbarwohnung, verursacht werden.
Einen brauchbaren und massentauglichen Filter gibt es nach Angaben des Instituts für Rundfunktechnik derzeit nicht. Die Hersteller von Digital-Receivern kennen das Problem zwar, stellen aber bisher nach wie vor ausschließlich Geräte her, die mit der breiten Einführung von LTE gestörte Bilder liefern würden.
Anmerkung der Redaktion: In der ursprünglichen Fassung dieses Textes hieß es, neben DVB-T- seien auch DVB-S-Receiver von dem Problem betroffen. Richtig hätte es heißen müssen, dass auch DVB-C-Receiver betroffen sind. Wir haben den entsprechenden Passus korrigiert und bitten diesen Fehler zu entschuldigen.
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