Mehr Geld für Kim Dotcom Mercedes, Butler, Kindermädchen

Kim Dotcom bekommt mehr Geld. Künftig darf der unter Hausarrest stehende IT-Unternehmer 37.000 Euro ausgeben - pro Monat. Diese Summe braucht er zum Leben, entschied ein Gericht in Neuseeland. Nun kann sich der umstrittene Megaupload-Gründer wohl den Butler leisten, den er sich so dringend wünscht.

Kim Dotcom in Neuseeland (im Februar): Sogar den Mercedes bekommt er zurück
REUTERS

Kim Dotcom in Neuseeland (im Februar): Sogar den Mercedes bekommt er zurück


Wellington - Für Kim Dotcom brechen etwas bessere Zeiten an. Der deutsche Gründer der Internetplattform Megaupload steht zwar immer noch in Neuseeland unter Hausarrest, doch zumindest finanziell geht es wieder aufwärts.

Ein neuseeländischer Richter hat am Donnerstag die Summe für den monatlichen Lebensunterhalt von Kim Dotcom und seiner Familie erhöht - auf 60.000 neuseeländische Dollar, das entspricht rund 37.000 Euro. Das Geld kommt aus Dotcoms mutmaßlichem Millionenvermögen, das die Behörden eingefroren haben. Wie die Zeitung "New Zealand Herald" berichtet, bekommt Dotcom außerdem seinen Mercedes zurück.

Ob ihm das reicht, ist fraglich. Medienberichten zufolge hatte der 38-Jährige beantragt, über 167.000 Euro pro Monat verfügen zu dürfen, etwa um einen Butler und ein Kindermädchen bezahlen zu können.

Kim Dotcom war am 20. Januar bei einer gemeinsamen Aktion von neuseeländischen und US-Behörden in seiner Villa in Coatesville bei Auckland festgenommen worden. Sein Vermögen wurde eingefroren. Einen Monat später wurde er gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt.

Der gebürtige Kieler, der ursprünglich Kim Schmitz hieß, darf in seinem Haus nördlich von Auckland auf die Anhörung im Auslieferungsverfahren im August warten. Die USA wollen Dotcom und einigen seiner Mitarbeiter den Prozess machen.

Die US-Behörden werfen Dotcom vor, Urheberrechte verletzt und Copyright-Besitzer betrogen zu haben. Die inzwischen geschlossene Plattform Megaupload hatte ihren Nutzern angeboten, Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung zu stellen. Dies ist an sich nicht illegal. Megaupload war aber laut den Behörden einer der größten Umschlagplätze für illegale Kopien von Musik und Filmen. Den Rechteinhabern sei eine halbe Milliarde Dollar Schaden entstanden.

Dotcom weist die Vorwürfe zurück und wehrt sich gegen die Auslieferung. In den USA drohen ihm bis zu 20 Jahre Haft.

stk/dpa-AFX/AFP



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insgesamt 60 Beiträge
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enforca 22.03.2012
1.
Hat Kim echt Glück, dass er in einem Rechtsstaat wohnt. Die US-Behörden hätten ihn wahrscheinlich zusammen mit Assange am liebsten in Guantanamo gesteckt. Aufeinmal ist denen eingefallen "Moment mal, vielleicht sieht das komisch aus, wenn wir einfach jemanden aus seinem Haus entführen, ihm den kompletten Besitz wegnehmen und ihn einkerkern."
unfassbaralles 22.03.2012
2. Frage
Zitat von sysopREUTERSKim Dotcom bekommt mehr Geld. Künftig darf der unter Hausarrest stehende IT-Unternehmer 37.000 Euro ausgeben - pro Monat. Diese Summe braucht er zum Leben, entschied ein Gericht in Neuseeland. Nun kann sich der umstrittene Megaupload-Gründer wohl den Butler leisten, den er sich so dringend wünscht. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,822925,00.html
Braucht er das Kindermädchen für sich selbst?
infopanter 22.03.2012
3. heimkind
Zitat von sysopREUTERSKim Dotcom bekommt mehr Geld. Künftig darf der unter Hausarrest stehende IT-Unternehmer 37.000 Euro ausgeben - pro Monat. Diese Summe braucht er zum Leben, entschied ein Gericht in Neuseeland. Nun kann sich der umstrittene Megaupload-Gründer wohl den Butler leisten, den er sich so dringend wünscht. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,822925,00.html
kim und ich haben etwas gemeinsam. zwei dinge. beide sind wir als kinder ohne unser verschulden ins kinderheim gekommen. und beide haben wir es geschafft! irgendwie auf ähnliche art und weise - und doch ganz unterschiedlich. ähnlich wegen der ausnahmestellung unserer fähigkeiten, unterschiedlich im ergebniss. er ist reich und gilt als halbseiden, ich bin dagegen arm und privatdozent für bewaffnete behördenbedienstete. meine besten wünsche, alles liebe und gute, privat wie beruflich wünsche ich ihm von ganzem herzen!
peterbruells 22.03.2012
4. Tendenzieller Neidartikel
Zitat von unfassbarallesBraucht er das Kindermädchen für sich selbst?
Nein, für seine Kinder. Den Butler „wünscht“ er sich übrigens nicht, sondern den hatte er schon und den muss und will er nun weiter bezahlen. Ich kann Herrn Schmitz-Dotcom auch nichts abgewinnen. Seine Geschäfte waren immer bestenfalls halbseiden und seine Produkte tragen weniger zur Gesellschaft bei als der Fußballzirkus. Das ist aber eine Sache zwischen ihm und seinen Kunden, solange es legal bleibt. Letzteres wird nun festgestellt. Und das soll bitte sauber ablaufen, Hetzkampagnen der Presse braucht man hier ebensowenig wie im Fall Kachelmann.
felisconcolor 22.03.2012
5. Na wundervoll
Zitat von sysopREUTERSKim Dotcom bekommt mehr Geld. Künftig darf der unter Hausarrest stehende IT-Unternehmer 37.000 Euro ausgeben - pro Monat. Diese Summe braucht er zum Leben, entschied ein Gericht in Neuseeland. Nun kann sich der umstrittene Megaupload-Gründer wohl den Butler leisten, den er sich so dringend wünscht. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,822925,00.html
nö neidisch bin ich auf ihn nicht. Dafür war er schon immer der Unsymphat schlechthin. Hat irgendwann mal Glück gehabt und sich dann benommen wie die Axt im Walde. Ehrlich? da hab ich lieber kein Glück. Aber dafür kann ich mir morgens beim Rasieren noch ins Gesicht schauen. Und meinen eigenen IT Laden hab ich trotzdem.
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