Mögliches Smartwatch-Projekt Apple kauft Hersteller von Stromspar-Funkchips

Kauft sich Apple etwa Unterstützung für die "iWatch" ein? Berichten zufolge hat der kalifornische Konzern ein Halbleiter-Unternehmen gekauft, das sich auf energiesparende Bluetooth-Übertragung spezialisiert hat.

Lion Hound Technology

Apple geht auf Einkaufstour im Silicon Valley: nach übereinstimmenden Berichten der Technik-Journalistin Jessica Lessin und des "Wall Street Journal"-Ablegers "All Things D" hat der Konzern den kalifornischen Chiphersteller Passif Semiconductor übernommen. Das bisher kaum bekannte Unternehmen hat sich auf energiesparende Datenübertragung spezialisiert. Eine Technologie, die für die Entwicklung einer Apple-Smartwatch interessant sein könnte.

Passif Semiconductor hat sich den Berichten zufolge auf die Entwicklung von Produkten spezialisiert, die dem Strom sparenden Übertragungsstandard Bluetooth Low Energy (BLE) folgen. Diese Variante des Kurzstreckenfunks ist für Geräte entwickelt worden, die nur kleine Akkus oder Batterien aufnehmen können. Das besondere an diesem Standard ist, dass BLE nur wenige Sekunden braucht, um eine Verbindung herzustellen.

Bluetooth Low Energy wird vor allem bei Fitness-Gadgets wie Pulsgurten eingesetzt, die Herzfrequenzen per Funk an eine Armbanduhr übertragen. Nach Angaben der Bluetooth-Entwickler können Low-Energy-Bluetooth-Sender mehrere Monate oder sogar Jahre mit einer Knopfzelle betrieben werden.

Spar-Bluetooth für die Apple-Uhr?

Apple bestätigte den Zukauf gegenüber "All Things D". Eine Sprecherin äußerte sich mit dem Standard-Statement: "Von Zeit zu Zeit kauft Apple kleinere Technikunternehmen, aber wir erklären unsere Absichten und unsere Pläne grundsätzlich nicht." Erst im März hatte Apple ein zwei Jahre junges Startup aufgekauft, das sich auf Indoor-Navigation spezialisiert hat.

Bei Apple kommen gleich mehrere Geräte in Frage, die von einer energiesparen Funktechnik profitieren könnten. Eine sparsame Funkübertragung würde nicht nur die Akkus in Macbook, iPhone und iPad schonen. Vor allem bei einer Smartwatch, über deren Entwicklung seit Monaten spekuliert wird, würde sich die Technik anbieten. Viele Berichte sprechen dafür, dass die Apple-Entwickler an solch einer Uhr arbeiten. Erst vor einem Monat hatte der Konzern in Japan einen Antrag gestellt um sich den Namen "iWatch" schützen zu lassen.

Zudem stellt Apple offenbar seit einigen Wochen viele neue Entwickler für das Smartwatch-Projekt ein, mehr als hundert Ingenieure sind wohl mittlerweile an der Entwicklung einer digitalen Armbanduhr beteiligt. Allerdings deuten die Berichte darauf hin, dass der Konzern vor einigen ungelösten Schwierigkeiten steht.

jbr



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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Nonvaio01 02.08.2013
1. ????
Zitat von sysopLion Hound TechnologyKauft sich Apple etwa Unterstützung für die "iWatch" ein? Berichten zufolge hat der kalifornische Konzern ein Halbleiter-Unternehmen gekauft, das sich auf energiesparende Bluetooth-Übertragung spezialisiert hat. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/geruechte-ueber-iwatch-apple-kauft-passif-semiconductor-a-914467.html
in den letzten jahren hat Apple doch alles eingekauft und nur neu Verpackt. I-Player gab es schon als MP3 player Tablett: gab es schon davor von HP als LapTop mit schwing display Iphone: da wurde auch nur touchscreen optimiert, und einige sachen zusammen gepackt. Das Apple in dem stiel weitermacht ist doch klar. AUsserdem hat Sony schon lange eine Smart Watch auf dem Markt.
MarkInTosh 02.08.2013
2. ?????
Zitat von Nonvaio01in den letzten jahren hat Apple doch alles eingekauft und nur neu Verpackt. I-Player gab es schon als MP3 player Tablett: gab es schon davor von HP als LapTop mit schwing display Iphone: da wurde auch nur touchscreen optimiert, und einige sachen zusammen gepackt. Das Apple in dem stiel weitermacht ist doch klar. AUsserdem hat Sony schon lange eine Smart Watch auf dem Markt.
Aha? Aha? Woher hat der Herr dieses Wissen, aus der Bravo? Vergleichen Sie mal einen Ur-iPod mit ALLEM, was es damals bereits als mp3-Player gab - sowohl in Bezug auf Design, Software, Bedienung, Speicher... Sie verden nichts annähernd vergleichbares finden. Und das ahtte absolutb gar nichts mit den heutigen Tablet-PCs (inkl. iPad) zu tun, war groß, klobig, schwer und wurde so gut wie gar nicht verkauft. (Kleiner Tipp für Ihre nächste "Argumentation": Echte Tablet-PCs - mit Stiftsteuerung - gab es bereits in den frühen neunziger Jahren. Die Teile wogen ca. sechs Kilo, die Akkus hielten anderthalb bis zwei Stunden und als OS agierte ein modifiziertes Windows 3.1.) Ach, "nur"? Wieso hatte bloß kein anderer vorher die Idee in all ihrer Konsequenz (samt passendem Ökosystem)? Welcher Stiel? Der des Apfels? Wie können Sie etwas vergleichen, ohne zu wissen, was es kann, falls es überhaupt jemals auf den Markt kommt? Ihre Antwort auf die Aussage "Mercedes steigt eventuell bald in den Markt intelligenter Mobilität ein." wäre wohl am ehesten: "Na und, Lada baut auch Autos.", nicht wahr?
Prä Misse 02.08.2013
3. Und?
Natürlich kaufen sich große Firmen Know How von aussen ein. Ist doch ein normales Vorgehen. Das machte Google ja auch mit Motorola, Microsoft mit Nokia (Gut, ganz gekauft wurde Nokia noch nicht...), Vodafone will sich einen Kabelanbieter kaufen, Chemiefirmen machen es und am Ende auch Autokonzerne. Glaubt wirklich jemand, dass alle Ideen im stillen Kämmerlein geboren oder weiterentwickelt werden?
Spenser 02.08.2013
4. Könnten profitieren???
"Bei Apple kommen gleich mehrere Geräte in Frage, die von einer energiesparen Funktechnik profitieren könnten." Bluetooth 4.0 Löw Energy alias Bluetooth Smart wird schon seit einiger Zeit von Apple-Geräten unterstützt. Das iPhone beherrscht es seit der Version 4S, das iPad seit der 3. Auflage. Auch iMac und Mac mini haben in den aktuellen Fassungen passende Funkchips eingebaut.
generatix 02.08.2013
5. Es ist doch EGAL...
... wen und was Apple aufkauft und vor allem was vorher auf dem Markt war. Es geht in der Wirtschaft schließlich nicht um den Innovationspreis, sondern um ein erfolgreiches sowie etabliertes Produkt. UND das haben die anderen Firmen wie Sony mit ihrer Smartwatch anscheinend noch nicht so ganz geschafft. Apple ist ein Veredler und Perfektionist in der Produktentwicklung. Die Produkte waren und sind immer gut, sodass es völlig egal ist, was mal auf dem Markt war und was noch kommt.
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