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Nach Rede von Kim Jong Un: Google-Boss reist nach Nordkorea

Es ist eine der letzten Grenzen im Cyberspace: Nordkorea ist offenbar das nächste Reiseziel für Eric Schmidt, Verwaltungsratschef des Suchmaschinenriesen. Der private Besuch wäre der erste eines ranghohen Google-Managers im Land mit der restriktivsten Internet-Politik weltweit.

Schmidt bei einer Konferenz in Südkorea 2011: Jetzt will er den Nachbarstaat besuchen Zur Großansicht
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Schmidt bei einer Konferenz in Südkorea 2011: Jetzt will er den Nachbarstaat besuchen

Seoul - Es ist eine Delegation um den ehemaligen Gouverneur des Bundesstaats New Mexico, Bill Richardson, der sich der Google-Verwaltungsratschef anschließen will. Es geht nach Nordkorea. Die Reise könnte noch im Januar stattfinden, sagten Personen, die mit den Plänen vertraut sind. Nie zuvor war ein ranghoher Manager des Suchmaschinenanbieters nach Nordkorea gereist.

Ob der Besuch in Zusammenhang mit den neuesten Ankündigungen des Diktators steht, ist noch nicht bekannt: Kim Jong Un hatte in seiner Neujahrsansprache einen wirtschaftlichen Aufschwung für das arme Land prognostiziert und eine Annäherung an Südkorea in Aussicht gestellt. Freier Zugang zum Internet soll jedoch nicht zur neuen Strategie des Diktators gehören: Während einige in einem innerstaatlichen Intranet surfen dürfen, haben nur ganz wenige die Erlaubnis, sich im World Wide Web zu bewegen.

Wen Schmidt und Richardson auf der Reise treffen werden, ist noch nicht bekannt. Das Land hat keine diplomatischen Beziehungen zu den USA, und auch die wirtschaftlichen Verflechtungen sind spärlich, da nordkoreanische Waren nicht in die USA eingeführt werden dürfen.

Schon unter der Herrschaft von Kim Jong Il hat Nordkorea Interesse signalisiert, die Beziehungen mit den USA wieder verbessern zu wollen. Im vergangenen Jahr haben sogar einige nordkoreanische Funktionäre der Google-Zentrale in Kalifornien einen Besuch abgestattet. Google hat mit Russland, China und Südkorea Büros in allen drei Nachbarländern Nordkoreas.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, Eric Schmidt ist Vorstandsvorsitzender von Google. Dies ist aber Larry Page. Schmidt ist Verwaltungsratschef. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

mia/AP

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Karte

Fläche: 122.762 km²

Bevölkerung: 25,027 Mio.

Hauptstadt: Pjöngjang

Staatsoberhaupt:
Kim Il Sung (obwohl bereits 1994 verstorben);
Protokollarisches Staatsoberhaupt: Kim Yong Nam;
"Oberster Führer": Kim Jong Un

Regierungschef: Pak Pong Ju

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Nord- und Südkorea
Nordkorea und Kim Jong Il
REUTERS
Am 9. September 1948 rief der kommunistische Politiker Kim Il Sung im Norden die Demokratische Volksrepublik Korea aus. Sie entwickelte sich, zunächst in enger Anlehnung an die Sowjetunion, zu einer kommunistischen Volksrepublik. 1998 wurde dessen Sohn Kim Jong Il Regierungschef. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush bezeichnete Nordkorea zusammen mit Iran und dem Irak als "Achse des Bösen" , die aufrüstet, um den Frieden der Welt zu bedrohen.
Die Teilung Koreas
Seit 1910 war Korea eine japanische Kolonie. Nach der Niederlage Japans 1945 rückten sowjetische Truppen im Norden und US-amerikanische Truppen im Süden des Landes vor und trafen sich am 38. Breitengrad. Die Vereinbarungen der Alliierten über die Bildung einer provisorischen Regierung und die Abhaltung freier Wahlen in ganz Korea konnten nicht verwirklicht werden, da sich die UdSSR widersetzte. Im September 1948 wurde in Nordkorea die Volksdemokratische Republik Korea ausgerufen; Südkorea (Republik Korea) gab sich im Juli 1948 eine Verfassung.
Korea-Krieg
AP
Am 25. Juni 1950 begann die militärische Auseinandersetzung zwischen der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) mit Unterstützung der Volksrepublik China und der Republik Korea (Südkorea), die von Uno-Truppen unter Führung der USA unterstützt wurde. Der Krieg endete mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens von Panmunjom am 27. Juli 1953, das die Teilung am 38. Breitengrad zementierte.
Südkorea
Am 15. August 1948 wurde die Republik Korea gegründet. Staatspräsident ist Lee Myung Bak , der im Dezember 2007 die Präsidentschaftswahlen gewann und seit Februar 2008 im Amt ist. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte Südkorea dank seiner exportorientierten Wirtschaftspolitik und der großzügigen Unterstützung Japans und der USA einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung.
Militärische Stärke
Militär in Nord- und Südkorea
Nordkorea Südkorea
Truppenstärke insgesamt 1.106.000 687.000
darunter Heer 950.000 560.000
Marine 46.000 68.000
Luftwaffe 110.000 64.000
Reservisten 4.700.000 4.500.000
Kampfpanzer 3.500 2.750
Artilleriegeschütze 17.900 10.774
Boden-Boden-Raketen 64 12
einsatzbereite Kampfflugzeuge 620 490
darunter Jagdflugzeuge 388 467
Bomber 80 -
Kriegsschiffe 8 47
darunter Zerstörer - 10
Fregatten 3 9
Korvetten 5 28
taktische U-Boote 63 13
kleinere Küstenwachboote 329 76
(Quelle: International Institute for Strategic Studies (IISS, London)


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