GovData: Datenaktivisten kritisieren Regierungsplattform

Innenministerium in Berlin: In der Kritik wegen nicht ganz freier DatenZur Großansicht
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Innenministerium in Berlin: In der Kritik wegen nicht ganz freier Daten

Das offizielle Datenportal für Deutschland soll am Dienstag starten - doch schon jetzt kritisieren Aktivisten das Projekt. Die Datensätze aus der Verwaltung lassen sich nur unter bestimmten Bedingungen weiternutzen.

Hamburg - Nach jahrelanger Vorarbeit soll am Dienstag "GovData - Das Datenportal für Deutschland" starten. Auf der Plattform sollen Behörden Datensätze offenlegen - etwa zur Bevölkerung, zur Anzahl der Autos, zu allem eben, was Verwaltungen erfassen und weitergeben können, ohne dass die Privatsphäre von Menschen verletzt wird.

Die Verwaltung öffnet sich, stellt mit Steuergeld erhobene Daten der Allgemeinheit zur Verfügung - eigentlich eine gute Idee. In anderen Ländern, beispielsweise in den USA und in Großbritannien, existieren bereits Open-Data-Portale, aus denen sich jeder bedienen darf. Mit den Daten arbeiten unter anderem Journalisten und Entwickler von Smartphone-Apps.

Doch am deutschen GovData gibt es schon im Vorfeld Kritik. Denn auf der Plattform, die im Auftrag des Bundesinnenministeriums vom Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme entwickelt wurde, stehen nicht alle Daten automatisch frei zur Verfügung. Die sogenannten datenhaltenden Stellen, also die Behörden, die Datensätze bereitstellen, können eine kommerzielle Nutzung der Daten untersagen.

In einer gemeinsamen Erklärung warnen Datenaktivisten vor der vorgesehenen "Datenlizenz Deutschland". Dabei handele es sich um eine "Insellösung", die "über die Maßen die Verbreitung, Weiternutzung und Verschränkung der Daten" erschwere. Ihre Forderung: Die Datensätze sollen prinzipiell freigegeben werden, allenfalls Ausnahmen wollen sie gelten lassen.

Unterschrieben haben die Erklärung unter anderem Vertreter der Open Knowledge Foundation Deutschland, von Wikimedia, dem Verein Digitale Gesellschaft, dem Chaos Computer Club und Abgeordnetenwatch.

In Hamburg, wo im Oktober des vergangenen Jahres ein umfassendes Transparenzgesetz in Kraft getreten ist, startete gerade ein Open-Data-Portal. Mit dem Gesetz hatte sich Hamburg zur Einrichtung einer solchen Plattform bis spätestens 2014 verpflichtet. Rund 70 Datensätze sind dort bisher verfügbar, darunter zur Einwohnerentwicklung in Stadtteilen und Schülerzahlen.

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insgesamt 4 Beiträge
felisconcolor 19.02.2013
eine kommerzielle Nutzung zu untersagen. Auf der einen Seite auf die Offenlegung der Daten drängen um das ganze dann wieder Closed Source zu machen. Wie widersinnig. Daten sind frei. Wenn denn dann für immer.
eine kommerzielle Nutzung zu untersagen. Auf der einen Seite auf die Offenlegung der Daten drängen um das ganze dann wieder Closed Source zu machen. Wie widersinnig. Daten sind frei. Wenn denn dann für immer.
vonundzu1800 19.02.2013
Könnte man mal bitte mit diesen ganzen Anglizismen aufhören und mal wieder die Deutsche Sprache wertschätzen!
Zitat von sysopDas offizielle Datenportal für Deutschland soll am Dienstag starten - doch schon jetzt kritisieren Aktivisten das Projekt. Die Datensätze aus der Verwaltung lassen sich nur unter bestimmten Bedingungen weiternutzen. GovData: Daten-Aktivisten kritisieren Regierungsplattform - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/govdata-daten-aktivisten-kritisieren-regierungsplattform-a-884256.html)
Könnte man mal bitte mit diesen ganzen Anglizismen aufhören und mal wieder die Deutsche Sprache wertschätzen!
fort-perfect 19.02.2013
Die "datenhaltenden Stellen" können die kommerzielle Nutzung der Daten durch Dritte deswegen untersagen, weil sie selbst die Daten kommerziell nutzen, zB indem erfasste Einwohnerdaten an Adresshändler verkauft [...]
Zitat von sysop....Die sogenannten "datenhaltenden Stellen", also die Behörden, die Datensätze bereitstellen, können eine kommerzielle Nutzung der Daten untersagen.....
Die "datenhaltenden Stellen" können die kommerzielle Nutzung der Daten durch Dritte deswegen untersagen, weil sie selbst die Daten kommerziell nutzen, zB indem erfasste Einwohnerdaten an Adresshändler verkauft werden
88% der Wähler wollen Open Dat und Open Government. Die Bürger wählen Parlamente, die Gesetze geben nach denen sich die Verwaltung zu richten hat. Siehe Niedersachsen: Die CDU abwählen, dann geht es voran. Viele haben ja [...]
Zitat von sysopAktivisten kritisieren dasoffizielle Datenportal für Deutschland GovData: Daten-Aktivisten kritisieren Regierungsplattform - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/govdata-daten-aktivisten-kritisieren-regierungsplattform-a-884256.html)
88% der Wähler wollen Open Dat und Open Government. Die Bürger wählen Parlamente, die Gesetze geben nach denen sich die Verwaltung zu richten hat. Siehe Niedersachsen: Die CDU abwählen, dann geht es voran. Viele haben ja gehört, dass andere Länder weiter sind, beispielsweise die Open Government Partnership. Deshalb habe ich Akteneinsicht berantragt, um zu sehen, wie dasBMI die Nichtteilnahme begründet. Ich habe meinen Augen nicht getraut: Das Innenmnisterium befürchtet, dass die Ablehnung einer deutschen Mitgliedschaft bei der Open Government Partnership "nicht dauerhaft beibehalten werden kann ohne eine (vor allem zivilgesellschaftlichen) Unterstützung für die laufenden Aktivitäten zu verlieren". Da "OPG eine nachhaltige Umsetzung anstrebt (...) sollte eine Beitrittserklärung (...) durch Frau Bundeskanzlerin formuliert werden." Diese Strategie sichert "den Querschnittschnittscharakter und notwendigen Paradigmenwechsel". (BMI, 14.3.2012, O1-131 006-4/1: Kanzlerrichtlinie: Open Government Partnership beitreten (http://home.broadpark.no/~wkeim/files/ogp1202klaeden.html)) Das heisst, dass das BMI weiss wie dieser schwierige Paradigmenwechsel durchgeführt werden kann: Die Kanzlerin bestimmt die Richtlinien der Politik.
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  • Dienstag, 19.02.2013 – 12:31 Uhr
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