Neue Studie Großbritannien und Australien machen Russland für Cyberangriffe verantwortlich

Der britische Außenminister spricht von rücksichtslosen Attacken: Russlands Militärgeheimdienst GRU soll hinter einer Serie von Cyberangriffen weltweit stecken. Darin sind sich die Regierungen in London und Canberra einig.

Jeremy Hunt
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Jeremy Hunt


Der russische Militärgeheimdienst GRU ist nach Ansicht der britischen und australischen Regierung verantwortlich für eine Reihe von Cyberangriffen auf westliche Staaten und Institutionen in den vergangenen Jahren. In einer am Donnerstag veröffentlichten Studie auf Basis von Erkenntnissen des britischen nationalen Cybersicherheits-Zentrums (NCSC) wird der Geheimdienst als Angreifer im Internet beschrieben, der Zwietracht in der Welt säen wolle.

GRU stecke etwa mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hinter der Hackerattacke BadRabbit und dem Angriff auf die Welt-Anti-Doping-Agentur, auf das Komitee der Demokraten in den USA 2016 und den Diebstahl von E-Mails eines TV-Senders in Großbritannien 2015.

Der Militärgeheimdienst soll auch für den Bundestags-Hack von 2015 verantwortlich sein, bekräftigt der Bericht einen bereits seit langem kursierenden Verdacht. Denn die mutmaßlichen Angreifer, die Hackergruppe APT 28, soll auch Verbindungen zum GRU haben.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt nannte die Taten von GRU rücksichtslos und willkürlich. Die Angriffe zeigten, dass Russland agiere, ohne das Völkerrecht zu beachten, sagte Hunt und fügte hinzu: "Unsere Botschaft ist eindeutig: Zusammen mit unseren Verbündeten werden wir die Versuche des Geheimdiensts GRU, die internationale Stabilität zu unterwandern, enthüllen und darauf antworten."

Australiens Regierung schloss sich den britischen Vorwürfen an. Premierminister Scott Morrison und seine Außenministerin Marise Payne erklärten laut dem Sender SBS gemeinsam, es handle sich um ein "inakzeptables" Vorgehen Russlands. Moskau sei für wirtschaftliche Schäden in Millionenhöhe verantwortlich. "Der Cyberspace ist nicht der Wilde Westen."

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Großbritannien beschuldigt den Geheimdienst GRU auch, hinter demGiftanschlag auf den ehemaligen russischen Spion Sergej Skripal und dessen Tochter in Salisbury zu stecken. Die britischen Behörden hatten deshalb zwei Männer zur Fahndung ausgeschrieben, die wenige Tage später im russischen Fernsehen erklärten, nichts mit dem Fall zu tun zu haben. Auch die russische Regierung weist jegliche Beteiligung von sich. Der russische Staatschef Wladimir Putin hatte Skripal am Mittwoch als "Verräter" und "Drecksack" bezeichnet.

Video: Cyber-Angriffe in der Industrie

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aar/Reuters/AP

insgesamt 20 Beiträge
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modemhamster 04.10.2018
1. Womit
hat Skripal eigentlich sein Geld verdient? Oder ist diese Frage auch schon zu ungeheuerlich, als dass man sie hier veröffentlichen dürfte? Es ist schon bezeichnend, dass niemand dieser Frage nachgehen darf.
comsk 04.10.2018
2. Schon witzig...
wie die Amerikaner und Briten die mit der NSA und GCHQ die weltweite Kommunikation mitploten, agieren wie es ihnen beliebt und sich nicht an das Völkerrecht halten selbiges den Russen vorwerfen.
Emeka 04.10.2018
3. Geheimdienste an sich....
sind doch Spione also wo ist jetzt die Überraschung? GCHQ und MI-6 halten sich also immer an internationales Recht und die Gesetze in ihren Zielländern?
varesino 04.10.2018
4. Ach, GB und Australien
GB und Australien, sind das nicht 2 von den 4,5 die meinen sie dürften die Kommunikation der restlichen Welt abhören? Und war da nicht noch Brexit-Chaos? UK und Australien, Danke für den Tip.
rjb26 04.10.2018
5. gääähn
wenn gerade die UK, die ja aktiv im Cyberterror gegen andere sind sowas erzählen und SPON das entsprechend brav berichtet, ist das schon ,sagen wir mal, einseitig
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