Angriff im OP Hacker könnten Narkosegeräte manipulieren

Patienten droht eine neue Gefahr: Hacker könnten medizinische Apparate kapern und deren Funktionen verändern. Nach Informationen des SPIEGEL ist das bereits einmal gelungen.

Patienten in Narkose (Symbolbild): Hacker könnten Medizinapparate beeinflussen
DPA

Patienten in Narkose (Symbolbild): Hacker könnten Medizinapparate beeinflussen


Einem IT-Spezialisten aus Heidelberg ist es gelungen, ein Narkosegerät eines großen Herstellers zu hacken, berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe. Mithilfe seines Laptops konnte der Mann die Steuerung des Geräts übernehmen, die Beatmung stoppen und alle Funktionen blockieren.

Es handelte sich um einen Test ohne Patienten, mit dem der Hacker auf Sicherheitslücken aufmerksam machen wollte. Auftraggeber war ein Krankenhaus in Süddeutschland. Der Name des Herstellers soll anonym bleiben, um dem Unternehmen Gelegenheit zu geben, das Problem zu beheben.

Hackerangriffe auf vernetzte Geräte sind eine zunehmende Gefahr. Kürzlich schafften es zwei amerikanische Hacker, einen Jeep Cherokee aus der Ferne zu kontrollieren, während ein Reporter des Technikmagazins "Wired" hinterm Steuer saß.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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insgesamt 80 Beiträge
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MarkusH. 09.08.2015
1. netzwerk?
warum muss ein Narkosegerät ins Netz? tja bald schon kann man Mordaufträge an Hacker vergeben! kann man Herzschrittmacher auch schon hacken :P
condor99 09.08.2015
2.
Wozu braucht ein Narkosegeräte Internet Zugang? Muss man wirklich jeden Scheiß vernetzten? NEIN Schon sind alle Probleme gelöst. Stellt alle Systeme ins Internet und wundert euch dann warum sie gehackt werden. LOL Oder wollen das unsere guten Freunde so von uns?
shardan 09.08.2015
3. Was bitte
Was bitte haben solche Geräte in Netzen zu suchen, möglichst noch per Internet? Fernwartung kann bei solchen Geräte kein Grund sein, dafür genügt ein temporärer Anschluss ans Netz. Auch bei Steuerungsanlagen und ähnlichem ist die Fernwartung per Internet eher eine Ausrede - eine solche Wartung lässt sich sehr wohl deutlich sicherer gestalten als die meisten Hersteller das tun - Passworte sind da heute nicht mehr ausreichend. Ein hoch verschlüsseltes VPN und eine Mehrfaktorauthentifizierung fallen mir da neben anderen Dingen so ein. Schaut man sich im Internet um, sieht es fürchterlich anders aus.
fjtom1200 09.08.2015
4. Ki
umd wenn die künstliche Intelligenz noch ein paar kleine Fortschritte macht, können die Apparate selbst entscheiden, wer behandelt wird oder nicht...
halitd 09.08.2015
5. Das ist ein flächendeckendes Problem ...
von embedded systems. Das angeblich so sichere Linux, was in diesen Geräten meisten tickt, gepaart mit Sorglosigkeit der Entwickler, hat uns in vielen "smarten" Geräten diese Sicherheitslücken beschert. Wozu muss man gerade diese Geräte an ein Netzwerk anschließen während sie einen Menschen am Leben halten? Wegen Personalmangels? Irgendwo hat für mich, der als IT-Manager sehr wohl auf gutem Fuße mit dieser Technik steht, die Vernetzung eindeutige Grenzen. Für mich ist das iPhone-Mentalität. Ich muss auch auf dem Nakosegeräte meinen Facebook-Account erreichen können.
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