Hackerangriff auf Bundespolizei Fieser Gruß an den neugierigen Papa

Ein spektakulärer Hackerangriff auf die Bundespolizei geht nach SPIEGEL-Informationen offenbar auf ein kompliziertes Vater-Tochter-Verhältnis zurück. Kölner Fahnder ermitteln gegen einen hohen Beamten der Bundespolizei aus Frankfurt am Main.


Der Mann hatte seiner Tochter einen Trojaner auf den Rechner gespielt, um ihr Treiben im Internet zu überwachen. Die Tochter hatte allerdings einen Freund aus der Hackerszene, dem die Spionage auffiel.

Um es dem neugierigen Vater heimzuzahlen, drang der Hacker in dessen Computer ein. Dort sah er, dass der Polizist dienstliche Mails an seinen Privatrechner umgeleitet hatte. Das ebnete dem Hacker den Weg ins Innere der Bundespolizei. Als Folge des Angriffs musste der "Patras"-Server abgeschaltet werden, über den die Polizei Verdächtige observiert.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärte die Computersicherheit zur Chefsache. Im Netz beanspruchten mehrere Hacker den Ruhm für die Aktion. Vielleicht zu Recht: Der Server wurde zweimal geknackt.

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Seraphan 08.01.2012
1. Faktor Mensch
Zitat von sysopEin spektakulärer Hackerangriff auf die Bundespolizei geht nach SPIEGEL-Informationen offenbar auf ein kompliziertes Vater-Tochter-Verhältnis zurück. Kölner Fahnder ermitteln gegen einen hohen Beamten der Bundespolizei aus Frankfurt am Main. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,807820,00.html
Der Faktor Mensch ist und bleibt nicht kalkulierbar. Umso gefährlicher, wenn ein Mensch mit charakterlichen Defiziten der Meinung ist, die Technik zu beherrschen.
jberner 08.01.2012
2. Vorratsdatenspeicherung
Soviel zum Thema "Verantwortungsvoller Umgang mit Überwachungsdaten". Wenn die Büchse der Pandora erstmal gefüllt wird, findet sich auch jemand, der sie öffnet. Nur nicht gespeicherte Daten sichern Datenschutz zuverlässig.
CobCom 08.01.2012
3. Gleich bookmarken...
Zitat von sysopEin spektakulärer Hackerangriff auf die Bundespolizei geht nach SPIEGEL-Informationen offenbar auf ein kompliziertes Vater-Tochter-Verhältnis zurück. Kölner Fahnder ermitteln gegen einen hohen Beamten der Bundespolizei aus Frankfurt am Main. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,807820,00.html
... wieder ein gutes Argument gegen staatliche Datenhalden...
ADie 08.01.2012
4. Soviel zum Rechtsstaatsverständnis der Polizei
Zitat von sysopEin spektakulärer Hackerangriff auf die Bundespolizei geht nach SPIEGEL-Informationen offenbar auf ein kompliziertes Vater-Tochter-Verhältnis zurück. Kölner Fahnder ermitteln gegen einen hohen Beamten der Bundespolizei aus Frankfurt am Main. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,807820,00.html
Und solchen Leute soll das Recht gegeben werden, in die Rechner fremder Leute einzudringen? Und für solche Leute sollen Daten auf Vorrat gespeichert werden? Wer jetzt noch nicht kapiert hat, warum man ganz und gar gegen solche Ermittlungsmöglichkeiten eingestellt sein muss, der sollte jetzt eines Besseren belehrt sein.
Baader 08.01.2012
5. A2
Zitat von ADieUnd solchen Leute soll das Recht gegeben werden, in die Rechner fremder Leute einzudringen? Und für solche Leute sollen Daten auf Vorrat gespeichert werden? Wer jetzt noch nicht kapiert hat, warum man ganz und gar gegen solche Ermittlungsmöglichkeiten eingestellt sein muss, der sollte jetzt eines Besseren belehrt sein.
Mal ganz abgesehen davon ob man für oder gegen Vorratsdatenspeicherung ist. Nach Ihrer Argumentation müssten also alle Polizisten ihre Dienstwagen abgeben wenn einer betrunken beim fahren erwischt wurde, und sobald einer in seiner Familie gewalttätig wird muss man allen die Dienstwaffe abnehmen? Aus einem Einzelfall kann man doch keine Verallgemeinerungen in diesem Umfang ziehen
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