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Nach Hackerangriff: Bundestag bekommt neues IT-Sicherheitskonzept

Dunkle Wolken über dem Bundestag: In Zukunft besser gegen Hackerangriffe schützen Zur Großansicht
AP

Dunkle Wolken über dem Bundestag: In Zukunft besser gegen Hackerangriffe schützen

Nach dem massiven Hackerangriff im Sommer will der Bundestag sein Computersystem besser schützen. Medienberichten zufolge soll dafür etwa das Personal aufgestockt werden. Als Sofortmaßnahme werden Zehntausende Internetseiten geblockt.

Die Bundestagsverwaltung hat die Telekom-Tochterfirma T-Systems beauftragt, ein neues IT-Sicherheitskonzept für den Bundestag zu entwerfen. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" ist das Unternehmen seit einigen Wochen dabei, gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Schwachstellen im Parlamentsnetzwerk auszumachen.

Die dabei entwickelten Verbesserungsvorschläge werden der sogenannten IuK-Kommission des Bundestags vorgelegt, die die Vorschläge prüft und über ihre Umsetzung entscheidet.

Ein konkreter Tipp wird bereits ab Montag umgesetzt: Tagesschau.de berichtet, dass der Bundestag dann eine Sperrliste für verdächtige Internetseiten in Betrieb nimmt. Infolgedessen sollen Zehntausende Internetseiten nicht mehr aus dem Bundestagsnetzwerk heraus aufrufbar sein, darunter vor allem Websites, über die Schadsoftware verteilt wird. Die Einträge für die Liste stellt das BSI zur Verfügung, einsehen dürfen sie nur die Mitglieder der IuK-Kommission.

Für die Zukunft ist unter anderem über eine Aufstockung des IT-Personals angedacht, ebenso wird laut Tagesschau.de darüber diskutiert, das "weitverzweigte Bundestagsnetz in Teilen baulich voneinander zu trennen". Im Gespräch seien außerdem striktere Regeln für den Einsatz privater USB-Sticks und Smartphones im Parlamentsnetz.

Der Bundestag hatte erst kürzlich sein Netzwerk heruntergefahren, um Reparaturen vorzunehmen. Ganz sicher, ob das Computersystem nun wieder Trojaner-frei ist, ist man sich aber offenbar nicht, schreibt Tagesschau.de. Aus diesem Grund habe man sich fraktionsübergreifend entschieden, Verbindungsdaten von Abgeordneten, die 2015 anfallen, für drei Monate zu speichern. Üblich sei sonst eine Speicherdauer von einer Woche.

mbö

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Eine Aufstockung sei angedacht......
el-oso 11.09.2015
bis nächstes mal, dann wird wieder angedacht und dann kommt noch eine Kommission hinzu, usw. bis zum jüngsten Tag
2. Verdächtige Seiten
Mac_Beth 11.09.2015
Sperrung von bis zu 10000 Internetseiten, soso. Dann hoffe ich mal diese Sperrliste wird dann auch öffentlich zugänglich gemacht. Schließlich hat der normale Bürger ja auch ein Recht zu wissen welche Seiten ein vermeindliches Risiko darstellen. ;)
3. Ich würde
cptlars 11.09.2015
diese Liste auch ganz gerne mal sehen wollen. bzw in unser Netzwerk integrieren. Es gibt bedauerlicherweise immer wieder Kollegen die sofort reagieren wenn auf dem Bildschirm aufploppt "sie müssen unbedingt den Flash Player installieren " aber die wichtigen Windows Updates wegklicken weil die ja so nervig sind...
4.
max-holzdorf 11.09.2015
...auf alle Rechner erst mal den Bundestrojaner, öhm Keylogger Windows 10 installieren und Windows Server natürlich...Obama will ja wissen was los ist...
5. Usb?
alexanderschulze 11.09.2015
Bitte erzählt jetzt keiner, im bisherigen Bundestagsnetz habe man offene USB-Ports gehabt?!? Das weiß jedes Kleinkind, dass die als erstes dichtgemacht werden müssen! Oh mein Gott...
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