Finanzdienstleister Equifax Hacker erbeuten Daten von bis zu 143 Millionen US-Bürgern

Auf den US-Finanzdienstleister Equifax ist ein Hackerangriff verübt worden, betroffen sind wohl 143 Millionen US-Bürger. In Hunderttausenden Fällen ging es um sensible Daten wie Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummern.

Equifax-Büro in Atlanta (Archivbild)
AP

Equifax-Büro in Atlanta (Archivbild)


Bei einem Hackerangriff auf den US-Finanzdienstleister Equifax haben die Täter in großem Stil Kundendaten erbeutet. Die Attacke sei von Mitte Mai bis Juli dieses Jahres erfolgt und betreffe womöglich 143 Millionen US-Verbraucher, teilte die Wirtschaftsauskunftei mit. In Hunderttausenden Fällen hatten die Kriminellen demnach Zugriff auf sensible Daten wie Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummern.

Der Vorfall sei am 29. Juli bei einer internen Untersuchung festgestellt worden, teilte die Firma in einem Q&A zum Angriff mit. Die Sicherheitslücke sei danach sofort geschlossen worden. Auch einige Kunden aus Kanada und Großbritannien seien in geringerem Umfang betroffen. Man habe die Aufsichtsbehörden informiert und externe Spezialisten mit einer Prüfung beauftragt. Es sei noch zu früh, um die Kosten zu beziffern.

Anleger reagierten nervös, die Equifax-Aktie fiel nachbörslich um über fünf Prozent. Vorstandschef Richard Smith entschuldigte sich bei den betroffenen Kunden und sprach von einem Schlag, der auf das Herz des Unternehmens gezielt habe. Für Equifax ist der Vorfall besonders unangenehm, weil das Unternehmen selbst Produkte gegen Daten- und Identitätsdiebstahl durch Hacker anbietet. Es versorgt seine Kunden auch mit Finanz-, Kredit- und Wirtschaftsinformationen.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Firma im Zusammenhang mit Cyber-Attacken auffällt: 2013 sollen bei Equifax laut US-Medien Finanzdaten und persönliche Informationen von US-Prominenten entwendet worden sein. Zu den Betroffenen zählten demnach etwa Beyoncé, Ashton Kutcher und Mel Gibson, aber auch die damalige First Lady Michelle Obama sowie Ex-Vize-Präsident Joe Biden.

aar/dpa

insgesamt 8 Beiträge
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mimas101 08.09.2017
1. Siehste
... soweit zum Thema wir integrieren uns jetzt alle ins Internet und seine Klauts. MS mit Windows 10, andere OSe fürs Klug-Telefon, Klug-Tablet und Klug-TV samt Klug-Radio. Neu obendrein: Der Klug-Kühlschrank der dem Diensteanbieter mitteilt ob die Dritten fachgerecht eingelagert sind und was man sonst so alles ißt (Werbetreibende die Schlange stehen um als erster den Kühlschrank wiederbefüllen zu können eingeschlossen). Und noch neuer: Klug-Stromversorgung und Klug-Rollo samt Klug-Lichtsteuerung. Und: Das Klug-Kochen wird auch schon angedroht. So nicht der Dienstanbieter seine Dienste einstellt / teurer macht / umbettet oder sonst was, und damit schon alle Daten flöten sind, reicht ein falscher Term im Programm um die ganze internette Herrlichkeit in sich zusammenfallen zu lassen. Kann man nur sagen: Finger weg von dem Unsinn, der taugt nix. Bezogen auf den Artikel: Absolut unverantwortlich das man so einfach Daten anderen zugänglich macht bzw. diese überhaupt in Servern ablegt die direkten Internetzugang haben. Wenn auch die direkten Nummern pp abgestaubt wurden dann ist es noch unverantwortlicher das die Firma diese nicht extra verschlüsselt hatte. P.s..: Für die Liebhaber von Anglizismen: Klug heißt dort Smart.
Wulff Isebrand 08.09.2017
2. Wie war nochmal das Paßwort
bei den Wahlmaschinen? "Test"! Ich habe schon diverse Rechner gesehen und repariert worauf die häufigsten Paßwörter "test" m "1234" , "qwer" oder "admin" war. Soviel zum Thema Sicherheit
mrotz 08.09.2017
3.
Eilmeldung: Daten aus falschen Händen in andere falsche Hände gelangt. Möge diese Datenkrake untergehen.
Stäffelesrutscher 08.09.2017
4.
Was macht eine Privatfirma mit den Daten von der Hälfte der US-Einwohner?
Dr.W.Drews 08.09.2017
5. Witzige Gegenüberstellung
Wahlplakat der FDP: Christian Lindner Digital First. Bedenken Second. Denken wir neu. Quelle: Der Artikel links von diesem auf der Spiegel Homepage.
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