Hackerangriff auf Evernote Millionen verschlüsselter Passwörter gestohlen

Der Clouddienst Evernote ist von Hackern angegriffen worden. Nutzernamen, E-Mails und verschlüsselte Passwörter wurden hierbei gestohlen, wie das Unternehmen auf seiner Internetseite mitteilt. Alle Passwörter wurden daraufhin zurückgesetzt.

Die Freeware Evernote soll helfen, "Herr der virtuellen Zettelwirtschaft zu werden"

Die Freeware Evernote soll helfen, "Herr der virtuellen Zettelwirtschaft zu werden"


Hamburg - 50 Millionen User nutzen Evernote zur Speicherung und Organisation von persönlichen Daten und Notizen. Wie das Unternehmen in seinem Blog mitteilt, wurde das Netzwerk von Hackern angegriffen. Hierbei wurden Nutzernamen, E-Mail-Adressen und verschlüsselte Passwörter gestohlen. Das Unternehmen hat daraufhin alle Passwörter zurückgesetzt. Beim nächsten Login werden die Nutzer dazu aufgefordert, sich ein neues Passwort zuzulegen.

Evernote habe "verdächtige Aktivitäten" auf dem Netzwerk festgestellt, heißt es in dem Blog. Es handle sich um "einen koordinierten Versuch", sich "Zugriff auf den gesicherten Bereich des Evernote-Dienstes zu verschaffen". Die Attacke sei keinesfalls das Werk von Amateuren gewesen, sagte der Sicherheitschef der Firma laut BBC. Aus diesem Grund habe das Unternehmen beschlossen, alle Passwörter zurückzusetzen.

Die Sicherheitsüberprüfungen hätten jedoch keinen Hinweis darauf ergeben, dass auf Daten zugegriffen wurde oder dass diese geändert oder gelöscht worden seien. Auch seien keine Zahlungsinformationen von Kunden eingesehen worden.

Bei Evernote kann der Nutzer Daten wie Bilder, Videos, Notizen und Internetseiten auf einer Cloud speichern und somit von jedem Rechner aus auf seine Daten zugreifen.

Vor wenigen Wochen wurden Hackerangriffe auf Twitter, Facebook,EADS, ThyssenKrupp, Microsoft, Apple und weitere US-Konzerne bekannt. Etliche dieser Angriffe sollen aus China kommen.

lei



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insgesamt 85 Beiträge
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galder_wetterwachs 02.03.2013
1. China
ist immer der Buhmann. Wie wäre wahlweise mit dem Iran, Indien, Russland oder dem CIA (USA)? Letzteres ist genauso wahrscheinlich wie alle Anderen. Vielleicht auch Togo, die Schweiz oder der Mann im Mond.
nadennmallos 03.03.2013
2. Im Zeitalter der clouds ...
... muss man mit sowas rechnen! Also: Clouds nur da nutzen, wo es unumgänglich, bzw. notwendig ist. Ansonsten: Finger weg.
metamaterial 03.03.2013
3. Lehre
Zitat von sysopDer Clouddienst Evernote ist von Hackern angegriffen worden. Nutzernamen, E-Mails und verschlüsselte Passwörter wurden hierbei gestohlen, wie das Unternehmen auf seiner Internetseite mitteilt. Alle Passwörter wurden daraufhin zurückgesetzt. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/hackerangriff-auf-evernote-50-millionen-passwoerter-gestohlen-a-886565.html
Und was lernen wir daraus: Die Cloud ist entgegen Behauptungen eben nicht sicher! Vielmehr ist eine Cloud eine Ansammlung einer großer Menge wertvoller Daten, selbstverständlich werden sich kriminelle darauf spezialisieren solche Tresore zu knacken. Jeder sollte darüber nachdenken ob er wirklich das bisschen Bequemlichkeit der Cloud gegen Unsicherheit eintauschen will. Oder wer gar nicht verzichten kann, soll zumindest seine Daten selektieren und nur das unwichtige in die Cloud auslagern.
vielfeindvielehr 03.03.2013
4. aus allen clouds gefallen
sind dann wohl ziemlich viele. Ist aber eigentlich egal ob das smarte Handy mit Android oder das überteuerte China-EiPott, der freundliche Feind hört und liest überall mit. Es kommt noch einmal die Renaissance des verschlüsselten Richtfunks und des 200 Blatt starken A5-Blocks.
jObserver 03.03.2013
5. Liebe Journalisten,
leider keinerlei Hinweis auf die möglichen Folgen. Auch wenn es scheinbar also kein Statement von Evernote bezüglich der Verschlüsselung der Passwörter gibt, so täte dennoch vom informativen Standpunkt dem Leser der Hinweis gut, dass Vorsicht geboten ist insbesondere wenn der Benutzer das Passwort mit der E-Mail-Adresse an anderem Ort ebenfalls nutzt! Denn viele Verschlüsselungen sind jetzt vermutlich der geballten Power abertausender Bots nicht gewachsen - gerade wenn es Profis waren, denen es um die Passwörter ging!
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