In eigener Sache SPIEGEL ONLINE und das Leistungsschutzrecht

Das nun verabschiedete Leistungsschutzrecht sorgt für Verunsicherung. SPIEGEL ONLINE stellt klar: Unsere Überschriften und Anrisstexte können wie bisher verwendet werden. Wir werden das Leistungsschutzrecht nicht nutzen, um Links und Zitate zu unterbinden.


Der Bundesrat hat am Freitag das bereits beschlossene Leistungsschutzrecht nicht aufgehalten. Der Gesetzestext lässt Fragen offen, die nun für Rechtsunsicherheit unter Bloggern und Website-Betreibern sorgen. Mehrere Publikationen haben bereits klargemacht, wozu sie das Leistungsschutzrecht künftig nicht nutzen wollen, zum Beispiel Heise und Golem. SPIEGEL ONLINE hat sich bereits im Juni 2012 dazu geäußert.

Aufgrund der anhaltenden Diskussionen ist es uns wichtig, unsere Position erneut klarzumachen. Wir legen Wert auf ein funktionierendes Internet, mit Links und Zitaten. SPIEGEL-ONLINE-Leser profitieren von diesen Möglichkeiten. Es liegt nicht in unserem Interesse, diese Möglichkeiten nun einzuschränken. Deswegen möchten wir mit dieser Erklärung für Rechtssicherheit im Umgang mit unseren Artikeln sorgen.

Wir erlauben weiterhin die Verlinkung von Artikeln durch Übernahme von Überschrift und Anrisstext. Sie brauchen dafür keine vorherige Genehmigung, und wir werden Ihnen dafür keine Rechnung schicken. Das gilt auch dann, wenn Sie auf Ihren Seiten über Werbung Geld verdienen.

Natürlich können Sie auch weiterhin aus unseren Artikeln zitieren. Wir freuen uns darüber!

Was wir allerdings wie bisher nicht erlauben, sind Kopien kompletter Artikel, erheblicher Textpassagen oder Bilder ohne Rücksprache. In diesen Fällen nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, insbesondere dann, wenn Sie gewerblich handeln oder unsere Inhalte zu Werbezwecken nutzen.

Übrigens: Wir bieten Ihnen Überschriften, Anrisse und Links auf unsere Artikel auch als RSS-Feed an. SPIEGEL ONLINE nutzt dieses offene Datenformat, um Überschriften und Snippets im Web zu verbreiten.

Die Redaktion von SPIEGEL ONLINE

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Emil Peisker 22.03.2013
1. nicht altruistisch
Zitat von sysopDas nun verabschiedete Leistungsschutzrecht sorgt für Verunsicherung. SPIEGEL ONLINE stellt klar: Unsere Überschriften und Anrisstexte können wie bisher verwendet werden. Wir werden das Leistungsschutzrecht nicht nutzen, um Links und Zitate zu unterbinden. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/in-eigener-sache-spiegel-online-und-das-leistungsschutzrecht-a-890335.html
Spiegel Online gehört zu den Unternehmen, die sich nicht ins eigene Kinie schießen wollen. Das ist nicht altruistisch, sondern moderne, nachhaltige Geschäftspolitik
Hugh 22.03.2013
2. Bravo!
Zitat von sysopDas nun verabschiedete Leistungsschutzrecht sorgt für Verunsicherung. SPIEGEL ONLINE stellt klar: Unsere Überschriften und Anrisstexte können wie bisher verwendet werden. Wir werden das Leistungsschutzrecht nicht nutzen, um Links und Zitate zu unterbinden. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/in-eigener-sache-spiegel-online-und-das-leistungsschutzrecht-a-890335.html
danke für die klaren Worte.
Kaworu 22.03.2013
3.
Vielen Dank für diese klare Stellungsnahme. Der faire Internetnutzer sollte diese nutzen und seine Werbeblocker dementsprechend einstellen ;)
Der_Widerporst 22.03.2013
4.
Zitat von Emil PeiskerSpiegel Online gehört zu den Unternehmen, die sich nicht ins eigene Kinie schießen wollen. Das ist nicht altruistisch, sondern moderne, nachhaltige Geschäftspolitik
Das ist zwar richtig - dennoch ist es positiv hervorzuheben. Denn die Mehrzahl der Verlage/Musik-/Filmunternehmen haben immer noch nicht den Knall gehört.
poebel187 22.03.2013
5. thumbnail
Wie sieht es mit thumbnails, beispielsweise auf Facebook aus?
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