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Internetnutzung: Deutschland surft amerikanisch

Auf welchen Websites sind die deutschen Internetnutzer eigentlich unterwegs? Welcher Anteil der hier genutzten Seiten wird von Deutschland aus betrieben? Und wie sieht es im Rest der Welt aus? Eine Weltkarte des Surfverhaltens zeigt es.

Surfverhalten rund um die Welt: Russen surfen russisch Zur Großansicht
Statista

Surfverhalten rund um die Welt: Russen surfen russisch

Brasilien: 84 Prozent amerikanisch. Großbritannien: 89 Prozent. Deutschland: Immerhin 81. Die obige Weltkarte zeigt das Surfverhalten einzelner Nationen, basierend auf Daten aus Googles Werbedatenbank Ad Planner, für SPIEGEL ONLINE aufbereitet vom deutschen Statistikanbieter Statista.

Ein Angebot, das selbstverständlich auch aus den USA stammt, ist dabei noch gar nicht mitgezählt: Googles Suchmaschine und andere Google-Seiten. Insgesamt dürften die Kuchen-Anteile mit Stars and Stripes also noch ein bisschen größer ausfallen. Eingerechnet sind in die US-Anteile auch Seiten wie Amazon.de oder Ebay.de, die US-Mutterhäuser haben.

Interessant ist nicht nur die Übermacht von US-Angeboten in weiten Teilen der Welt, interessant sind auch die großen Ausnahmen: Die russische Internetnutzerschaft bewegt sich fast ausschließlich auf Seiten von Anbietern, die auch in Russland beheimatet sind - darunter beispielsweise die Suchmaschine Yandex und das Social Network VKontakte.ru.

Und auch in China wird zu 99 Prozent auf Webangeboten aus dem eigenen Land gesurft. China hat eigene Twitter-Klone, Portale wie Sina, die Suchmaschine Baidu und äußerst populäre Videoseiten wie Youku.com und Tudou. Die Videoseiten sind derzeit dabei, dem Staatfernsehen, das strengeren Kontrollen unterliegt als die Web-Unterhaltungsangebote, die Zuschauer abzujagen.

Die Grafik zeigt, warum auch Europäer gut daran tun, sich für US-Internetgesetze wie Sopa und Pipa zu interessieren - ein großer Teil unseres Internets kommt nun mal in Wahrheit aus den USA.

cis

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