Netzsperren Facebook-Freiheit in Iran war nur technische Panne

Internetnutzer in Iran konnten am Montag kurzzeitig auf Facebook und Twitter zugreifen, die Euphorie im Land war groß. Doch nun greifen die Netzsperren für soziale Netzwerke wieder - ihre Aufhebung war offiziellen Angaben zufolge nur ein technischer Fehler.

Internetcafé in Teheran (Archivbild): Technische Panne sorgte für einen Facebook-Abend
DPA

Internetcafé in Teheran (Archivbild): Technische Panne sorgte für einen Facebook-Abend


Teheran - Iran hält an den Netzsperren für soziale Netzwerke fest: "Das Fehlen eines Facebook-Filters in der vergangenen Nacht war offenbar ein technisches Problem", sagte der für die Sperren zuständige Beamte, Abdolsamad Khoramabadi, laut der iranischen Nachrichtenagentur Mehr. Nun werde der Technik-Ausschuss untersuchen, welcher Provider den Zugang freigeschaltet hat.

Am Montag hatten Nutzer von Twitter und Facebook aus Teheran zunächst ein Ende der Netzsperren gemeldet. "Gott hat Facebook befreit", war eine verbreitete Nachricht. Gleichwohl erinnerte ein Twitter-Nutzer daran, dass die Netzsperren schon einmal kurzzeitig ausgeschaltet waren. Nach einem Update traten sie damals allerdings schnell wieder in Kraft.

Erst vor wenigen Tagen hatte die iranische Nachrichtenagentur Mehr eine Äußerung des iranischen Polizeichefs verbreitet: Ismail Ahmadi Moghaddam hatte kritisiert, dass manche Minister soziale Netzwerke für Kontakt mit dem Ausland nutzen, dabei gebe es dafür im Land keine rechtliche Basis.

Obwohl Facebook und Twitter offiziell nicht zugänglich sind, haben die Dienste zusammen rund 20 Millionen Mitglieder aus Iran. Möglich war der Zugang zu den Netzwerken in der Praxis unter anderem mit Hilfe von VPN-Verbindungen. Im Frühjahr hatten sich iranische Behörden allerdings bemüht, auch diese Zugriffsmöglichkeit zu unterbinden.

ore/mbö/Reuters



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 10 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
RadioLA 17.09.2013
1. Aha!
Zitat von sysopDPAInternetnutzer in Iran konnten am Montag kurzzeitig auf Facebook und Twitter zugreifen, die Euphorie im Land war groß. Doch nun greifen die Netzsperren wieder - ihre Aufhebung war offiziellen Angaben zufolge nur ein technischer Fehler. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/iran-sperrt-facebook-und-twitter-wieder-a-922710.html
Und wen überrascht das jetzt?
Blutworscht 17.09.2013
2. Spitzel der NSA
Zitat von sysopDPAInternetnutzer in Iran konnten am Montag kurzzeitig auf Facebook und Twitter zugreifen, die Euphorie im Land war groß. Doch nun greifen die Netzsperren wieder - ihre Aufhebung war offiziellen Angaben zufolge nur ein technischer Fehler. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/iran-sperrt-facebook-und-twitter-wieder-a-922710.html
Mit Facebook und Twitter verpassen die Iraner rein gar nichts, spätestens seit den Enthüllungen des Dissidenten Ed Snowden sollte man diese Stasi-Seiten meiden bzw. deren Server am besten ganz sperren. Diese Spitzel der NSA verletzen unsere Grundrechte bzw. schnüffeln unseren Geschäftsgeheimnissen nach.
Wunderläufer 17.09.2013
3. Angst
Wie groß muss die Angst der Regieren den vor den eigenen Bürgern sein, wenn solche Maßnahmen ergriffen warden.
Palisander 17.09.2013
4. Fraglich
ob dies ein Gewinn für die Iraner wäre, dennoch wäre es ein gutes Zeichen an die Bürger des Iran. Aber wahrscheinlich ist die Angst zu gross das ähnliches wie in Ägypten, Tunesien und Libyen passiert.
SirWolfALot 17.09.2013
5.
Sehr interessanter Artikel, wenn nicht die Hälfte ihres Textes schon 1zu1 von ihrem anderen Beitrag kopiert wäre.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.