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IT-Sicherheit: Forschungsministerium will 180 Millionen Euro investieren

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU): Bewusstsein für IT-Sicherheit schärfen Zur Großansicht
DPA

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU): Bewusstsein für IT-Sicherheit schärfen

Mit 180 Millionen Euro will die Bundesregierung Projekte für IT-Sicherheit fördern. Dazu gehört auch sichere Kommunikation - dabei hat sich Innenminister de Maizière jüngst gegen Verschlüsselung ausgesprochen.

Das Bundesforschungsministerium will bis zum Jahr 2020 insgesamt 180 Millionen Euro in Forschungsprojekte zur IT-Sicherheit investieren. Ein Ziel ist es, Unternehmen dabei zu helfen, Schäden nach IT-Angriffen zu untersuchen und die Täter zu identifizieren. Oft würden kleine und mittlere Unternehmen Angriffe gar nicht bemerken.

"Von dem Programm soll auch der einzelne Nutzer profitieren", sagt Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Auch sichere Kommunikationstechnik soll künftig gefördert werden. Sichere Kommunikation sei etwa bei selbstfahrenden Autos oder vernetzten Maschinen in Industrieanlagen unverzichtbar.

In der digitalen Agenda dreier Bundesministerien hatte es im August 2014 geheißen: "Wir wollen Verschlüsselungsstandort Nr. 1 auf der Welt werden." Im Januar äußerte sich dann Innenminister de Maizière kritisch gegenüber Verschlüsselung. Deutsche Sicherheitsbehörden müssten "befugt und in der Lage sein, verschlüsselte Kommunikation zu entschlüsseln oder zu umgehen", so de Maizière. Ein Satz, der mit seiner Anspielung auf Software-Hintertüren für Strafverfolger nicht gerade nach Sicherheit klingt.

Das Forschungsministerium hat nun Kompetenzzentren für IT-Sicherheit in Saarbrücken, Karlsruhe und Darmstadt eingerichtet. Ein Teil der Gelder könne dem Ministerium zufolge auch in Programme fließen, die das Bewusstsein der Menschen für Computersicherheit schärfen.

mei/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. ?
wo_st 11.03.2015
Diese Sicherheit, die hier dargestellt wird, kann keine Regierung brauchen. Damit würde kein Geheimdienst mehr Infos bekommen und weitergeben können.
2. IT Sicherheit schützt nicht wirklich
daten.waesche@gmail.com 12.03.2015
Wir brauchen Überwachung, solange wir soziale Medien haben, die eine Schwarmbildung ermöglichen. Der Schwarm ist so ziemlich alles, worum es geht. Der Schwarm macht Leute reich, deshalb nähren 100.000de IT Produzenten den Schwarm. Unsere Rechner machen Fehler, siehe Autorückrufe. Die Wahrheit über das Netz wird versteckt. Das Netz ist extrem empfindlich deshalb rüstet Google auf (Kampfroboter) und die Überwachung wird immer stärker. (180 Mio siehe hier) Die Ideologie hinter Silicon Valley ist längst gescheitert. Sichselbststeuerung der Märkte führt zur Erstarrung der Menschheit. Der Normzwang verhindert Entwicklung und bringt den Schwarm hervor, der total genau das darstellt, was der Vernunft widerspricht das Irrationale. Wir wollen nicht sehen wie das Irrationale sich in Schwarmintelligenz niederschlägt und immer wieder ausbricht. Selbst bei Pegida wollen wir nicht sehen, wie Schwarmdenken wirkt. IS, Boko Haram etc alles ist Schwarm. Die Mutter aller Schwärme entstand mit den Medien (das dritte Reich). Die Medien und sozialen Medien bringen den Schwarm zur Macht. Wir sollten aufwachen.
3. 180 Mio für Fraunhofer und Co
hermann_huber 12.03.2015
Da werden die Gelder fließen und Papier wird mit blabla gefüllt bei den sogenannten Projekte. Vielleicht erhalten die eine oder andere Uni noch ein paar Groschen. Und weg. Macht Deutschland lieber gründerdreundlich. Weg vom Bürokratie Schwachsinn und Neugründungen 5 Jahre Steuereinnahmen auf Gewinne. Gründerkultur heisst nicht umsonst Kultur. USA macht es vor wie ein lockeres Entwickeln von Ideen ohne Sparwahn und Irre Bürokratie geht. Ohne Fördergeld-Anträge für die man Berater braucht und 3 bis 6 Monate verschwendet um dann 35% Zuschuss zu erhalten die dann nur für die deutlich erhöhte Antrags und Abrechnungsbürokratie mehr benötigt wird als ohne Zuschüsse. Und wehe es kommt etwas marktfähiges dabei raus. Dann muss Förderung zurück gezahlt werden. Irre. Insgesamt gute Gründe das in Deutschland keine Risikobereitschaft in der Entwicklung von innovativer IT mehr ist.
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