Jimmy-Kimmel-Beitrag So schnell verraten Passanten ihre Passwörter

Würden Sie einer Fernsehreporterin einfach so Ihr Passwort verraten? Natürlich nicht. Das dachten auch einige Passanten in Los Angeles - und taten es dann doch.

Ups, verplappert: Dieser Passant merkt zu spät, dass er gerade sein Passwort verraten hat
Jimmy Kimmel/ YouTube

Ups, verplappert: Dieser Passant merkt zu spät, dass er gerade sein Passwort verraten hat


"Wir sprechen über Datensicherheit und wie sicher die Passwörter der Menschen sind. Was ist eins deiner Online-Passwörter?" Auf diese Frage einer Straßenumfrage in Los Angeles dürfte kaum jemand antworten - sollte man meinen. Doch eine Befragte sagt höflich: "Es ist der Name meines Hundes und das Jahr, in dem ich meinen Schulabschluss gemacht habe". Danach passiert, was passieren muss: Im Laufe des belanglos daherkommenden Gesprächs erzählt die Frau natürlich von ihrem Hund Jameson und ihrem Schulabschluss 2009.

Noch einfacher hat es die Reporterin bei einem Mann: Ohne zu zögern buchstabiert er vor der Kamera sein Passwort "Gemma123". Man kann nur hoffen, dass er lügt.

Entweder haben die Menschen auf den Straßen in Los Angeles ein unendliches Vertrauen in die Reporterin und die Zuschauer, die sie womöglich kennen und das Passwort ausprobieren könnten. Oder aber sie wollen unbedingt mit ihrem zumindest gefühlt gut durchdachten Passwortsystem Eindruck schinden.

"Es ist schön, dass die Regierung daran arbeitet, das Netz sicherer zu machen. Aber die Wahrheit ist, wir müssen uns selbst mehr schützen", sagt Late-Night-Show-Moderator Jimmy Kimmel in der Anmoderation des Beitrags. In den USA sei "password123" das beliebteste Passwort.

Auch in Deutschland sind Kombinationen wie "123456" oder "geheim" noch immer beliebt, ebenso Vor- und Nachnamen von sich oder Familienmitgliedern. Dabei sind derartige Passwörter extrem unsicher. Experten raten, wichtige Passwörter etwa alle drei Monate zu wechseln, für jeden Account ein anderes zu benutzen, und grundsätzlich regelmäßig alle Zugriffsberechtigungen von zu Apps prüfen. Auch der Einsatz eines Passwort-Managers kann das Absichern der eigenen Accounts erleichtern, sehr hilfreich ist auch das Nutzen der Zwei-Faktor-Authentifizierung, falls sie angeboten wird.

In diesem Artikel haben uns fünf IT-Experten verraten, wie sie sich ihr Passwort merken. Natürlich hilft aber auch das stärkste Passwort der Welt wenig, wenn man es auf der Straße Fremden verrät - oder direkt einer Fernsehreporterin.

kbl



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insgesamt 39 Beiträge
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Seite 1
cor 19.01.2015
1. Brain.exe startet nicht
Jeder blamiert sich so gut wie er kann.
Bundeskanzler20XX 19.01.2015
2. Geistreiche Passwörter
Naja, wenn man nicht regelmäßig von Reportern auf der Straße angesprochen wird ist man in dem Moment sicher nicht ganz bei der Sache. Der Punkt zu einfacher Passwörter ist leider immer noch ein großes Problem in der Gesellschaft. Ich kreiere Passwörter gerne aus einprägenden Sätzen aus denen ich dann z.B. je den letzten Buchstaben eines Wortes nehme, die groß und Kleinschreibung des Wortes einbinde und neben Zahlen auch Sonderzeichen mit einbaue. So erhält man ein leicht zu merkendes Passwort. z.B. "Ich lese jeden 2. Tag spon!" = "Hen2.Gn!" Leider gibt es je nach Programm unterschiedliche Kriterien für Passwörter oder die Möglichkeiten der Eingabe sind beschränkt, so kann man mal keine Sonderzeichen benutzen und ein anderes mal keine großen Buchstaben. Das nervt und sollte vereinheitlicht werden. P.S. nein mein spon-Passwort geht anders und basiert auch auf einer anderen Eselsbrücke ;o) Ich bin doch nicht doof!
bonngoldbaer 19.01.2015
3. Drei Regeln
Ich muss es mir leicht merken können. Es muss eine Gemeinheit darin stecken, mit der der Hacker nicht rechnet, z.B. ein Großbuchstabe mitten im Wort. Verschiedene Accounts - verschiedene Passwörter. Auch und gerade dann, wenn der Benutzername der gleiche ist.
weder.florian 19.01.2015
4.
Einem Brutforce Programm ist es völlig egal, ob das Passwort Sinn macht oder nicht. Mit den heutigen Flop-Zahlen von besseren Grafikkarten ist dieser Artikel völlig daneben und miserabel recherchiert.
rotakiwi 19.01.2015
5.
Zitat von weder.florianEinem Brutforce Programm ist es völlig egal, ob das Passwort Sinn macht oder nicht. Mit den heutigen Flop-Zahlen von besseren Grafikkarten ist dieser Artikel völlig daneben und miserabel recherchiert.
Meistens merkt es aber die Intrusion Detection oder aber der angegriffene Rechner ist zu langsam, als dass er die Anfragen schnell genug verarbeiten kann.
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