Denkmal Julian Assange wirbt um Spenden für bronzenes Ebenbild

WikiLeaks-Gründer Julian Assange ruft zu Spenden in eigener Sache auf: Ein italienischer Bildhauer will eine lebensgroße Assange-Statue aus Bronze gießen.

Anything to say

Der italienische Bildhauer Davide Dormino will lebensgroße Bronze-Statuen von WikiLeaks-Gründer Julian Assange und den Whistleblowern Chelsea Manning und Edward Snowden gießen. Sie sollen als Kunstaktion an verschiedenen öffentlichen Plätzen weltweit zu sehen sein - auf Stühlen stehend, daneben ein vierter, leerer Stuhl. "Anything to say?" nennen Dormino und der Journalist Charles Glass ihr Projekt.

Fehlt nur noch das Geld. Damit die Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter in Schwung kommt, ruft nun auch Julian Assange selbst zu Spenden auf. Über den offiziellen Twitter-Account von WikiLeaks wurde am Mittwoch ein Spendenaufruf verbreitet. Von den benötigten 100.000 britischen Pfund (125.800 Euro) sind bisher knapp 20.000 zusammen gekommen.

Assange hält sich seit Juni 2012 in der Botschaft von Ecuador in London auf. Damit entzieht er sich einer Befragung in Schweden, wo ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden. Der WikiLeaks-Gründer will so aber auch verhindern, an die USA ausgeliefert zu werden. Er befürchtet, dass man ihn dort wegen WikiLeaks-Veröffentlichungen vor Gericht stellen will.

ore

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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
treime 11.12.2014
1. Leider nur...
...mit Kreditkarte zu spenden. Schade. Diese Daten bekommt Kickstarter von mir nicht.
deus-Lo-vult 11.12.2014
2.
Sag noch einmal jemand, der Typ hätte KEINE Profilneurose!
angst+money 11.12.2014
3. war ja klar
nur dass es so schnell gehen würde, hätte ich nicht gedacht. Anscheinend gibt es immer noch Leute, die so etwas auf den Leim gehen... 20.000 - nicht schlecht!
René Walter 11.12.2014
4. Kampagnen-Journalismus Deluxe.
Der Wikileaks-Twitter-Account wird nicht oder nur selten von Assange selbst betrieben. Der Retweet ist sicher nicht alleine für die bisher zusammengekommene Summe verantwortlich. Die Kunst-Aktion selbst hat bis auf das Motiv genau nichts mit Assange zu tun. Mensch, Ole. Das kannst Du normalerweise besser. Aber das hier ist unterster Kampagnen-Journalismus. Shame on you.
zauselfritz 11.12.2014
5. Schon etwas peinlich
Als Vorlage für sowas sollte man schweigen und sich geehrt fühlen, statt selbst mit dem Klingelbeutel zu hausieren - das wirkt peinlich. Hätte ja einen Strohmann vorschicken können, wenn sich keine Freiwilligen Sammler finden...
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