Kalifornien: Facebook-Gründer unterstützen Marihuana-Freigabe

Die kalifornische Initiative zur Legalisierung von Marihuana erhält prominente Unterstützung: Facebook-Mitgründer Sean Parker spendet 100.000 Dollar. Er ist nicht der einzige prominente Ex-Mitarbeiter des sozialen Netzwerks, der die Gras-Freigabe finanziell fördert.

Facebook: Wie Vorstandschef Zuckerberg zur der Gras-Initiative steht, ist nicht bekannt Zur Großansicht
AFP

Facebook: Wie Vorstandschef Zuckerberg zur der Gras-Initiative steht, ist nicht bekannt

San Francisco - Die Legalisierung steht bei den Wahlen im November zur Abstimmung. Parker ist nicht der erste Ex-Mitarbeiter der Sozialen-Netzwerk-Seite, der die Marihuana-Initiative finanziell unterstützt. Ein anderer Facebook-Mitgründer, Dustin Moskovitz, spendete insgesamt 70.000 Dollar, 50.000 Dollar davon im letzten Monat.

Weder Parker noch Moskovitz sind derzeit bei Facebook aktiv, sie besitzen aber noch Anteile an der Firma, deren Wert zuletzt auf bis zu 33,7 Milliarden Dollar geschätzt wurde. Der 30-jährige Parker war der erste Präsident von Facebook und sorgte dafür, aus dem Projekt ein Unternehmen zu machen.

Mit 19 Jahren half Parker dabei, die Musiktauschbörse Napster zu entwickeln, die die Musikindustrie auf den Kopf stellte. Derzeit ist er Partner bei Founders Fund, einer Risikokapitalfirma im Silicon Valley.

hil/dapd

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insgesamt 54 Beiträge
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1. Vernuenftig, Ende mit der Hysterie
pilucopilu 09.10.2010
Meiner Meinung nach waere eiene Legalisierung zum Besten aller: Des Staates, weil er wie bei Tabak und Alkohol Milliarden verdienen wuerde, des Konsumenten der nicht mehr in die Ecke der Verbrecher gedraegt wuerde, der Justiz, Sie koennte sich auf weitaus wichtigere Dinge kuemmern, z.B. Kinderpornografie, Kokain & Heroin etc.( man bedenke wieviel Millionen von Euro Gerichtskosten pro Jahr anfallen, wg ein paar Joints), ruecklaeufige Zahlen bei der Drogenkriminalitaet aus den Niederlanden zeigen, dass dies funktionieren kann. Ausserdem wenn der Staat schon gegen gesundheitsgefaehrdende Substanzen ist, warum verkauft er dann Rauchwaren und Alkohol als Genussmittel, letzendlich ist Gras ja auch nichts anderes. Und es wird ja keiner gezwungen Gras zu konsumieren, genau so wie Zigaretten etc. Der Verbraucher entscheidet....Man sollte einmal in die Geschichte sehen, ich verweise hiermit auf den Herrn Ford ( Ford T mit Karossserie aus Hanffaserverbund) und die zwielichte Rolle des DuPont Konzerns und eines gewissen Mr Anslinger, der einen entscheidenden Anteil an der Internationalen Aechtung des Hanf hatte, aus wirtschaftlichen Interessen soviel ich weiss....
2. Cannabis
royal_rumble 09.10.2010
Cannabis ist eine uralte Nutzpflanze, die viele Einsatzmöglichkeiten hat. Das Verbot in den USA wurde motiviert durch eine Mischung von Rassismus und Interessen der Baumwollindustrie, welche die Konkurrenz durch Hanffasern fürchtete, Lobbyismus ist also kein Phänomen der letzten Jahrzehnte. Des weiteren wurde eine unsägliche Propagandakampagne gestartet, in der Marihuana als "Mörderdroge" dargestellt wurde, welche den Konsumenten zu einer aggressiven Bestie machen würde. Nach dem der Zweite Weltkrieg einen Anbau wieder nötig gemacht hatte (Uniformen), wurde es nach dem Krieg mit der _genau gegenteiligen Begründung_ wie beim ersten Mal, nämlich, dass es die Wehrfähigkeit der US-Bevölkerung senken würde, verboten.
3. Dem schliesse ich mich an.
walküre01 09.10.2010
Die Kriminalisierung der Hanfkonsumenten hat so viel Leid über junge Menschen gebracht, dass es wirklich schon längst an der Zeit wäre hier umzudenken und den Konsum sowie den Anbau freizugeben. Als positiver Nebeneffekt würde so der Schwarzmarkt untergraben und "Kiffer" müssten nicht zum Dealer gehen, der meist auch noch anderes zu bieten hätte. Leider hatten nicht einmal die Grünen den Mut zur Legalisierung, aber Hauptsache das Dosenpfand wurde eingeführt. Manchem Politiker würde wahrscheinlich ein "Joint" besser bekommen als eine Mass Bier, obwohl der Hopfen ja ähnliche Wirkstoffe enthält wie Hanf, aber der Alkohol macht agressiv (siehe Mappus).
4. Verstehe es auch nicht..
wusalio 09.10.2010
Warum ist Cannabis heute noch illegal? Die Pflanze, seine Inhaltsstoffe und deren Wirkungen sind sehr genau erforscht. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass THC weder Organ- noch neurotoxisch ist. Weiter ist anhand des Wirkmechanismus klar zu erkennen, das THC KEINE Einstiegsdroge ist(Es entwickelt sich keine entsprechende Sucht die eine andauernde Dosiserhöhung bedarf). Lediglich das Verbieten der Substanz führt dazu, dass der Konsument sich in illegale Kreise bewegen muss, und dort auch andere gefährliche Drogen angeboten bekommt. -> In den Niederlanden ist der prozentuale Bevölkerungsanteil von Süchtigen starker Drogen wie Opiate und Kokain(basen) wesentlich niedriger als in Deutschland, und das trotz des vereinfachten Zugangs zu Cannabis. Legalisiert könnte der Staat so Steuern abschöpfen, den Schwarzmarkt eindämmen, die Anzahl der Suchtkranken auf lange Sicht verringern, aufgrund von "sauberen" Produkten womöglich die Krankenkassenkosten senken und sowieso die Gerichte entlasten. Was spricht da noch gegen eine Legalisierung?
5. ja was spricht dagegen?
infStu 09.10.2010
ja was spricht dagegen? deutsche initiativen gab es, also hat sich jemand dafür eingesetzt. die politik hat nein gesagt. nun ist die frage warum haben sie nein gesagt? ist ihnen das zu gefährlich? studien sagen alkohol und tabak sei gefährlicher, das kann es also nicht sein. intressiert die das einfach nicht oder haben sie sich nicht informiert?
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